Lawinengefahr in den Alpen: Hohe Risiken in diesen Regionen

Das Lawinenrisiko in den österreichischen und italienischen Alpen ist derzeit hoch. Aufgrund des jüngsten Schneefalls, des starken Windes und der schwachen Schneeschichten in den Regionen Osttirol, Sextener Dolomiten, Karnische Alpen und Trentino hat der Lawinenwarndienst die Warnstufe für Lawinen an vielen Orten auf Stufe 4, die zweithöchste Stufe, erhöht. In diesen Gebieten werden spontane Lawinen erwartet, ebenso wie Lawinen, die leicht von Skifahrern ausgelöst werden können.

Im Überblick:

  • In Teilen von Osttirol, Südtirol und den Sextener Dolomiten herrscht erhöhte Lawinengefahr.
  • Aufgrund starker Schneefälle und instabiler Schneeschichten wurde die Lawinenwarnstufe an vielen Orten auf Stufe 4 (große Lawinengefahr) erhöht.
  • Skitouren und Variantensportarten abseits der markierten Pisten werden dringend abgeraten.

Stufe 4 in Osttirol

In Osttirol, insbesondere in den Regionen der Karnischen Alpen, der Lienzer Dolomiten und der Deferegger Alpen, gilt derzeit die Warnung vor großer Lawinengefahr oberhalb von 1800 Metern. Die Schneedecke ist aufgrund des jüngsten Schneefalls und der starken Winde instabil. Es besteht ein erhöhtes Risiko für Lawinen, die spontan auftreten können, sowie für Lawinen, die von Skifahrern oder Tourengehern ausgelöst werden können. Es wird empfohlen, sich strikt an die Piste zu halten und nicht außerhalb der markierten Gebiete Ski zu fahren oder Touren zu gehen.

Auch in Sextener Dolomiten und Trentino

Auch in den Sextener Dolomiten und im Trentino ist das Lawinenrisiko hoch. In den Sextener Dolomiten und den Regionen Val di Fiemme und den Dolomiten in Südtirol wurde beobachtet, dass die Schneeschichten sehr schwach sind, insbesondere an den West-, Nord- und Osthängen. Dies hat zu einem erhöhten Lawinenrisiko geführt, insbesondere in den höher gelegenen Gebieten ab 1800 Metern. Im Trentino, wo ähnliche Schneeverhältnisse herrschen, wird vor der Möglichkeit großer Lawinen gewarnt. Skitouren und Abfahrten außerhalb der offiziellen Gebiete werden absolut abgeraten.

Warnung vor Wintersportarten außerhalb der offiziellen Piste

Die Schneeverhältnisse an den höher gelegenen Hängen sind gefährlich und können zu spontanen Lawinen führen. Die Schneedecke ist noch immer sehr instabil, insbesondere in den Gebieten mit alten Schneeschichten. Es besteht eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für sogenannte „Fernauslösungen“ – Lawinen, die aus der Ferne ausgelöst werden können, selbst durch ein wenig zusätzliches Gewicht oder Bewegung. Schneesportarten außerhalb der Piste sind derzeit nicht sicher und auch für erfahrene Skifahrer kann es schwierig sein, die gefährlichen Zonen zu identifizieren.

Situation in den übrigen Regionen

Für die kommenden Tage erwarten die Meteorologen noch mehr Schnee, mit einer erwarteten Zunahme von 20 bis 40 cm Schnee, abhängig von der Region. Dies kann das Lawinenrisiko weiter erhöhen, insbesondere in den Gebieten, in denen bereits viel Schnee gefallen ist und die Bedingungen instabil sind. Die Lawinenwarnstufe bleibt vorläufig auf Stufe 4 und gilt für die Sextener Dolomiten, die Deferegger Alpen und das Trentino.

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