Österreich ist seit Donnerstag, dem 26. März 2026, von heftigen Schneefällen betroffen, die die Alpen mit einer dicken Schneedecke überzogen haben. Der Schneefall hat nicht nur für beeindruckende Schneemengen in Tirol, Salzburg und Vorarlberg gesorgt, sondern auch für eine deutlich erhöhte Lawinengefahr. Skiurlauber und Autofahrer müssen vorsichtig sein, da die Bedingungen gefährlich sein können.
Im Überblick:
- Bis zu 70 cm Schnee in Tirol, Salzburg und Vorarlberg.
- Die Lawinengefahr steigt in vielen Bergregionen auf Stufe vier.
- Mehrere Straßen in Tirol und Vorarlberg sind wegen Lawinengefahr gesperrt.
- Auf verschiedenen Straßen in den österreichischen Alpen gilt Schneekettenpflicht.
Viel Schnee gestern
In Tirol, Salzburg und Vorarlberg fielen am Donnerstag in einigen Gebieten bis zu 70 cm Schnee. In Salzburg wurden auf der Rudolfshütte und dem Sonnblick 30 cm Schnee gemessen, während in Tirol, vor allem entlang der Nordalpen, bis zu 60 cm Schnee fielen. In Vorarlberg fiel an einem Tag sogar mehr Schnee als im Rest des Winters an einem einzigen Tag, mit 60 cm in St. Gerold. Dieser Schneefall hat zu einer erhöhten Lawinengefahr geführt, die in einigen Gebieten auf Stufe vier anstieg, wie etwa in den Hohen Tauern und im Tennengebirge.
Spontane Lawinen
Der Schneefall ist die Folge einer Kaltfront mit Kaltluft aus dem Norden, gepaart mit starken Winden, die gefährliche Schneeansammlungen verursacht haben. Dies hat nicht nur für viel Schnee in den Bergregionen gesorgt, sondern auch für spontane Lawinen. In Vorarlberg und Tirol sind mehrere Straßen gesperrt.
Hohe Lawinengefahr
Die Lawinengefahr in Österreich ist derzeit hoch, mit der Lawinenwarnstufe drei und vier (auf einer Skala von fünf) in vielen Bergregionen. In Tirol und Vorarlberg sind wegen Lawinengefahr diverse Straßen gesperrt, darunter die Lechtalstraße (B198), Seefelder Straße (B177) und die Defereggentalstraße. Auf verschiedenen Bergstraßen wie der Arlbergstraße, Hintersteiner-See-Straße und Brandenbergstraße gilt Schneekettenpflicht.
Die Lawinenwarndienste haben vor spontanen Lawinen gewarnt und raten davon ab, abseits der Pisten unterwegs zu sein. Die Schneeansammlungen sind schwer erkennbar und das Lawinenrisiko ist groß.
Viele Lawinenopfer in diesem Winter
In dieser Saison gab es in Österreich bereits mehrere Lawinenunglücke, bei denen zum Beispiel im Januar in Salzburg sieben Tourenskifahrer verschüttet wurden, von denen vier ums Leben kamen. Auch in Tirol gab es Lawinen, die zu vielen Unfällen führten. Der aktuelle Schneefall hat diese Gefahren erneut erhöht, was zu unsicheren Bedingungen sowohl für Skiurlauber als auch für Verkehrsteilnehmer führt. In einer „normalen“ Skiurlaubssaison liegt die Zahl der Todesopfer im gesamten Alpenraum bei etwa 100, während in diesem Jahr bereits von über 125 Toten die Rede ist. Die Schneedecke ist und bleibt in dieser Saison aufgrund instabiler Schneeschichten gefährlich.
Schneevorhersage
Der Schneefall in Österreich wird bis Freitagmittag anhalten, danach bessern sich die Wetterbedingungen langsam. Die Lawinengefahr bleibt jedoch hoch, vor allem oberhalb der Baumgrenze. Die Situation wird sich erst stabilisieren, wenn der Schneefall nachlässt und der starke Wind abnimmt. Aber auch für die kommende Woche steht noch mehr Schnee auf dem Plan.
