Die Skiurlaub-Saison 2025/2026 ist in den meisten Skigebieten vorbei. Nur auf einigen Gletschern und in hochgelegenen Gebieten kannst du noch für die letzten Abfahrten vorbeischauen. In diesem Artikel blicken wir auf einen Winter zurück, der wettertechnisch alles andere als langweilig war. Von Schnee im Sommer bis hin zu extremen Dumps im Februar und März: Dieser Winter ließ sich nicht so einfach zusammenfassen. Einige Regionen bekamen enorme Schneemengen ab, andere mussten lange auf eine echte Basis warten. Und genau als der Frühling zu gewinnen schien, schlug der Winter doch wieder zu.
Im Überblick:
- Die Skiurlaub-Saison 2025/2026 war von enormen Kontrasten geprägt: Rekord-Dumps in den West- und Südwestalpen, aber auch milde Phasen.
- Vor allem der Februar und März brachten extreme Schneesituationen mit Lawinenwarnstufe 5/5 und lokal mehr als 1,5 Metern Schnee.
- Der Winter endete spät: Selbst im April fiel noch viel Schnee, während viele Skigebiete bereits in Richtung Saisonende gingen.
Der Winter gab schon früh seine Visitenkarte ab
Noch bevor der Herbst begann, zeigten die Wetterkarten schon regelmäßig Schnee. Im Juli fiel in den Alpen in der Höhe mehrmals Schnee. Das ist nicht außergewöhnlich, aber für Wintersportler ist es immer schön, die Gipfel kurz weiß leuchten zu sehen.
Ende August wurde es ernster. Überreste des Ex-Hurrikans Erin sorgten für viel Niederschlag in Teilen der Schweiz und Italiens. In der Höhe fiel Schnee, während weiter unten in den Tälern vor allem Regen und Unwetter die Hauptrolle spielten.
September und Oktober: Früher Schnee und erste Öffnungen
Der September begann mit winterlichen Nadelstichen. Anfang des Monats färbten sich die Gipfel weiß und später im September folgte eine aktivere Phase mit niedrigen Temperaturen und viel Niederschlag. Im Hochgebirge fielen lokal 20 bis 60 cm Schnee.
Dieser frühe Schnee half beim Saisonstart auf den Gletschern. Der Schnalstaler Gletscher öffnete bereits am 19. September die erste Piste. Anfang Oktober folgten unter anderem Sölden, der Stubaier Gletscher und das Kitzsteinhorn.
Der Oktober brachte mehr Kaltfronten und sogar den ersten Dump der Saison. Sturmtief Benjamin lieferte lokal 80 bis 100 cm Schnee. Auch näher an der Heimat wurde es kurz weiß: In Winterberg gab es am 26. Oktober die ersten Schneebilder.
November: Frühe Saisonstarts und besonderes Nordlicht
Der November ging winterlich weiter. In Sölden fielen rund um das Winteropening etwa 40 cm Schnee und das Skigebiet konnte früher als geplant öffnen. Auch andere Gebiete profitierten von der kalten Phase. Ein auffälliger Moment folgte in der Nacht zum 12. November. Durch starke Sonnenaktivität war das Nordlicht sogar in Teilen der Alpen sichtbar. Rosa und grüne Töne über verschneiten Berggipfeln: ein besonderer Beginn des Winters.

Ende November fiel erneut viel Schnee. Vor allem in Teilen der französischen Alpen ging es richtig los, mit lokal bis zu 1,5 Metern Schnee innerhalb von drei Tagen. Auch die Schneekanonen konnten auf Hochtouren laufen und mehrere Skigebiete öffneten früher als geplant.
Dezember: Erst mild, dann eiskalt und extrem schneereich
Der Dezember begann wechselhaft. Zuerst gab es Schnee und Kälte, doch danach folgte eine milde, sonnige Phase. Nicht ideal so kurz vor den Weihnachtsferien. Um Weihnachten herum drehte sich das Wetterbild jedoch komplett. Durch eine skandinavische Blockade strömte sehr kalte Luft aus Russland Richtung Europa. Das sorgte für Kälte, Schnee und tiefwinterliche Bedingungen.
Vor allem die Südwestalpen bekamen einen enormen Dump ab. Unter anderem in Prato Nevoso fiel außergewöhnlich viel Schnee. Richtung Silvester wurde es noch kälter, mit Temperaturen von -15 °C und darunter an mehreren Orten.

Januar: Eiskalter Beginn und Schnee für die Südwestalpen
Auch der Januar startete kalt. GeoSphere Austria gab Warnungen wegen niedriger Temperaturen heraus und mit einer nördlichen Strömung wurde sehr kalte Luft herangeführt. Um den 8. Januar folgte erneut Schnee. Sturmtief Gorretti brachte Neuschnee in die Alpen, wieder mit den größten Mengen für die Südwestalpen. In den Nordalpen war es oft sonnig, aber dort spielte hartnäckiger Hochnebel regelmäßig eine Rolle.
Am Ende des Monats fiel an mehr Orten Schnee, auch wenn die Nordalpen bei den Mengen erneut etwas das Nachsehen hatten.
Februar: Der Monat des Schneechaos
Der Februar begann ungestüm. In den Nordalpen und am Alpenhauptkamm sorgte Südföhn für Windböen von mehr als 100 km/h. Mehrere Lifte mussten vorübergehend schließen. Danach kam der Schnee in Fahrt. Zuerst profitierten die Südostalpen und die olympischen Skigebiete von Neuschnee. Später wurde der Februar vor allem zum Monat der extremen Dumps in den Westalpen.

Kurz vor und während der Frühjahrsferien fiel so viel Schnee, dass die Lawinengefahr in Teilen Frankreichs auf Stufe 5 von 5 stieg. Météo-France gab Code Rot heraus und mehrere Skigebiete blieben vorübergehend geschlossen.
Auch in der Schweiz spitzte sich die Situation zu. Im Wallis wurden Dörfer evakuiert und durch Wind, Schnee und eine wechselnde Schneefallgrenze entstand an mehreren Orten Chaos. Gleichzeitig wurden in den französischen Alpen und Pyrenäen verschiedene Schneerekorde für Mitte Februar gebrochen.
Ende Februar folgte der Umschwung: Nach meterweise Schnee wurde es plötzlich frühlingshaft warm.
März: Frühling, Saharastaub und erneut dicker Schnee
Der März begann mild und sonnig. In vielen Skigebieten konnte man leere Pisten, Sonne und Frühlingsbedingungen genießen. Doch diese ruhige Phase dauerte nicht lange. Nach einer Periode mit Saharastaub und mildem Wetter kehrte der Winter zurück. Mitte März standen erneut über 100 cm Schnee auf den Karten. Vor allem die französischen und Schweizer Alpen profitierten, aber auch in Österreich fiel Schnee.

Ende März kam endlich ein kräftiger Nordstau in Gang. Den hätten viele Wintersportler lieber früher im Winter gesehen, aber er lieferte dennoch spektakuläre Mengen. In den französischen, Schweizer und österreichischen Nordalpen fielen lokal mehr als 1,5 Meter Schnee. Der März schloss mit erneut über 1 Meter Neuschnee in Teilen der Nordalpen ab.
April: Ostern mit Traumkonditionen und ein winterliches Finale
Rund um Ostern präsentierten sich viele Pisten dank des vielen Schnees in hervorragendem Zustand. Nach den Dumps folgte zeitweise Sonne und Kaiserwetter, auch wenn die Temperaturen schnell stiegen. Auch später im April zeigte sich der Winter noch ein letztes Mal. Nach einer milden Periode mit Temperaturen um 25 °C fiel in den Südwestalpen erneut viel Schnee. Lokal kamen noch einmal bis zu 80 cm dazu. Damit erhielt die Skiurlaub-Saison 2025/2026 einen auffallend winterlichen Abschluss.

Auf zur Skiurlaub-Saison 2026/2027
Inzwischen hat der Frühling richtig begonnen und die meisten Skigebiete sind geschlossen. Nur auf einigen Gletschern und hochgelegenen Pisten kannst du noch skifahren. Was bleibt von diesem Winter hängen? Vor allem die enormen Kontraste: milde Phasen, stürmischer Föhn, Schneerekorde und extrem späte Dumps.
Eines ist sicher: Die Skiurlaub-Saison 2025/2026 war eine, die man so schnell nicht vergisst.
