Aufgrund der aktuellen Wettersituation in den Alpen ist die Lawinengefahr in mehreren Ländern deutlich erhöht. Durch die jüngsten Schneefälle, den Wind und eine instabile Schneedecke ist das Lawinenrisiko gestiegen, insbesondere in den westlichen und nordwestlichen Alpen. Hier liest du die aktuellste Situation pro Land und was du wissen musst, bevor du in die Berge gehst.
Im Überblick:
Durch die jüngsten Schneefälle und den Wind ist die Lawinengefahr in den Alpen diese Woche erheblich bis höher – vor allem in den westlichen und nordwestlichen Gebieten in Frankreich, der Schweiz, Österreich und Norditalien. Bleibe auf den markierten Pisten, wenn du nicht die richtige Kenntnis, das Material und die Fähigkeit hast, die Lawinengefahren einschätzen zu können.
Österreich: Vorsicht abseits der Piste
In großen Teilen Österreichs, insbesondere in den westlichen Alpen rund um Tirol und Vorarlberg, herrscht Lawinengefahr der Stufe 3 (erheblich) oder höher. Frisch gefallener Schnee in Kombination mit Windverfrachtungen und einer schwachen unterliegenden Schneeschicht macht die Schneedeckenstabilität problematisch. Dieses erhöhte Risiko bedeutet, dass Lawinen relativ leicht ausgelöst werden können, auch spontan bei weniger steilen Hängen. Experten raten, abseits der präparierten Pisten sehr zurückhaltend zu sein und nur mit guten Kenntnissen und Ausrüstung unterwegs zu sein.
Schweiz: Instabile Schneedecke
Die Schweizer Lawinenforschung (SLF) veröffentlicht derzeit ein entsprechendes Lawinenbulletin, in dem vor erhöhter Instabilität in der Schneedecke gewarnt wird. Vor allem in den westlichen und zentralen Alpen sind die Bedingungen unruhig, mit wahrgenommenen Alarmzeichen wie Windtransport und Neuschnee, die die Risiken verstärken. Auch hier gilt: Außerhalb der Piste sind die Risiken groß.
Frankreich: Hohe Lawinengefahr (4)
In den französischen Alpen warnen lokale Dienste, unter anderem Météo‑France, vor hoher Lawinengefahr in vielen Berggebieten, da die Schneefälle zunehmen und die Schneedecke instabil ist. In Gebieten rund um die Mont‑Blanc-Region (beispielsweise Haute‑Savoie) ist das Risiko oberhalb von 2500 m stark bis hoch, mit einem Potenzial für spontane Lawinen – vor allem bei steilen Hängen und in Gebieten, in denen sich durch Wind große Schneeansammlungen (Verwehungen) bilden. Die Risiken liegen bei Stufe 4 von 5, was bedeutet, dass sowohl natürliche als auch durch Menschen ausgelöste Lawinen wahrscheinlich sind und die Bedingungen gefährlich sind.
Italien: Vor allem im Aostatal hoch
In den italienischen Alpen herrscht derzeit hohe Lawinengefahr (bis zu 4 im Aostatal), vor allem in den westlichen und nördlichen Berggebieten, durch eine Kombination aus frischem Schneefall, Windverfrachtungen und instabilen Schneeschichten. Dies erhöht das Risiko spontaner Lawinen, und selbst kleine Störungen können gefährliche Lawinen verursachen.
Muss man sich auf den Pisten Sorgen machen?
Auf den präparierten Pisten brauchst du dir im Allgemeinen keine Sorgen zu machen, da diese gut kontrolliert werden. Lawinen werden oft vor der Öffnung des Skigebiets „abgeschossen“, um die Sicherheit der Wintersportler zu gewährleisten. Die meisten Lawinenunfälle ereignen sich außerhalb der sicheren, markierten Zonen. Mach dir also keine Sorgen, wenn du einfach auf der Piste bleibst, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass etwas passiert, gering.
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