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Schnitzel: Herkunft und interessante Fakten

Obwohl wir die Wörter „Schnitzel“ und „Österreich“ sofort miteinander verbinden, kommt dieses Skiurlaub-Gericht ursprünglich eigentlich aus Italien. Wusstest du das? Über die Herkunft des Schnitzels und noch viele weitere interessante Fakten liest du in diesem Artikel.

Im Überblick:

  • Ein echtes Wiener Schnitzel wird traditionell aus Kalbfleisch zubereitet.
  • Die italienische Cotoletta alla milanese wird oft als möglicher Vorläufer genannt, aber die exakte Herkunft bleibt Gegenstand von Diskussionen.
  • Bestellst du in Österreich ein Schnitzel vom Schwein, siehst du oft „Schnitzel Wiener Art“ auf der Karte.
  • Am 9. September ist National Wiener Schnitzel Day.
  • Für Skiurlauber besonders praktisch: Achte auf den Namen auf der Speisekarte, die Fleischart und die Zubereitung.

Woher kommt das Schnitzel?

Wie ich schon kurz erwähnt habe, kommt das Schnitzel also gar nicht aus Österreich. Es gibt mehrere Geschichten über die Herkunft des Schnitzels im Internet, und diese hier wurde am häufigsten genannt. Obwohl es keine konkreten Beweise gibt, dass dies die offizielle Geschichte ist, klingt sie doch sehr plausibel!

Die erste Erwähnung des Schnitzels stammt aus dem Jahr 1148. Der Erzbischof von Mailand beschrieb in einem Erlass eine Reihe von Gerichten. Als dritter Gang wurde darin „Cotoletta alla Milanese“ genannt, was wir als Schnitzel kennen. Die Basilika San Ambrogio ist also der Geburtsort des Schnitzels. Seit dem 16. Jahrhundert backen italienische Köche bereits Fleisch in Brotkrumen, und diverse Quellen berichten, dass das Schnitzel erst 1857 in der österreichischen Küche auftauchte. Der Feldherr Josef Radetzky soll das Schnitzel entdeckt, das Rezept mit an den Wiener Hof gebracht und es dem Kaiser gegeben haben. So wurde das Wiener Schnitzel geboren.

Warum ist das Schnitzel im Skiurlaub so beliebt?

Ein Schnitzel ist genau das, was du nach einem Vormittag auf Skiern suchst: warm, sättigend und schnell auf dem Tisch. Die Kombination aus knuspriger Panade, zartem Fleisch und einfachen Beilagen funktioniert gut in einer Berghütte, in der viele Skiurlauber gleichzeitig einkehren. Auch praktisch: Das Schnitzel ist bekannt. Selbst wenn du die Speisekarte nicht ganz verstehst, weißt du meistens, was du bekommst. Besonders in Österreich, Süddeutschland und Teilen Italiens steht das Gericht fast überall auf der Karte.

So erkennst du ein gutes Schnitzel

Ein gutes Schnitzel ist dünn, knusprig und goldbraun. Die Panade darf nicht matschig sein und sollte locker um das Fleisch liegen. In Österreich nennt man das auch das „Soufflieren“ der Kruste: Die Panade löst sich beim Backen leicht vom Fleisch.

Darauf solltest du beim Bestellen achten:

  • Das Schnitzel ist dünn geklopft, aber nicht trocken.
  • Die Kruste ist leicht und knusprig, nicht fettig und schwer.
  • Es gibt Zitrone für die Frische dazu.
  • Die Beilagen sind simpel: Kartoffelsalat, Petersilienkartoffeln oder Pommes.
  • Auf der Karte steht deutlich, welches Fleisch verwendet wurde.

Interessante Fakten über das Schnitzel

Wie gut kennst du dieses beliebte Skiurlaub-Gericht?

Wiener Schnitzel oder Schnitzel Wiener Art?

Dies ist vielleicht der wichtigste Unterschied, wenn du in Österreich auf die Speisekarte schaust.

Auf der SpeisekarteWas bedeutet es meistens?Gut zu wissen
Wiener SchnitzelSchnitzel vom KalbDie klassische Version
Schnitzel Wiener ArtSchnitzel nach Wiener Art, oft vom SchweinGünstiger und weit verbreitet
PutenschnitzelSchnitzel von der PuteLeichtere Alternative
HühnerschnitzelSchnitzel vom HuhnFindet man immer häufiger

Ursprünglich muss ein Wiener Schnitzel also vom Kalb sein. Da Kalbfleisch teurer ist, servieren viele Berghütten und Restaurants auch Schnitzel vom Schwein, Huhn oder von der Pute. Diese können köstlich sein, aber offiziell ist das nicht dasselbe wie das klassische Wiener Schnitzel.

Kalbs- oder Schweinefleisch?

Ursprünglich wird das Schnitzel aus Kalbfleisch gemacht, erst später wurden auch Schnitzel aus Schweinefleisch zubereitet. Warum eine zweite Fleischsorte eingeführt wurde? Schweinefleisch ist ein Stück günstiger als Kalbfleisch. Inzwischen sieht man noch viel mehr Varianten, zum Beispiel auch Hähnchenschnitzel. Aber das echte, originale Wiener Schnitzel wird immer noch aus Kalbfleisch gemacht. Alle anderen Schnitzel dürfen daher offiziell auch nicht Wiener Schnitzel genannt werden.

Ein flaches Schnitzel

Um ein schönes flaches Schnitzel als Endergebnis zu erhalten, musst du den Rand des Fleisches einschneiden. Mache entlang des Randes alle drei Zentimeter einen kleinen Einschnitt, bevor du das Schnitzel flach klopfst. So verhinderst du, dass sich dein Schnitzel in der Pfanne wie eine Schüssel aufwölbt.

Schnitzeltag

Wusstest du, dass am 9. September offiziell Schnitzeltag ist? An diesem Tag wird dem Skiurlaub-Gericht die Ehre erwiesen. Isst du ab jetzt am 9. September auch ein Schnitzel?

Figlmüller in Wien

Das Restaurant Figlmüller in Wien ist bekannt als der Ort schlechthin, um ein Wiener Schnitzel zu essen. Die Kette hat zwei Restaurants: Lugeck und Figls. Bestellst du hier ein Schnitzel, kannst du dich auf eine ordentliche Portion gefasst machen. Die goldbraun gebackenen Fleischstücke sind so groß wie der Teller und haben einen Durchmesser von etwa 30 Zentimetern! Schon seit 115 Jahren werden hier Wiener Schnitzel serviert.

260 Millionen Schnitzel

In Österreich isst man 260 Millionen Schnitzel pro Jahr, das sind mehr als 30 Stück pro Person. Wie viele würdest du in einem Jahr schaffen?

Frittieren oder backen?

Magst du dein Schnitzel am liebsten frittiert oder gebacken? Nach dem offiziellen Rezept des Wiener Schnitzels wird es gebacken. Nicht in normaler Butter, sondern in Schmalz. Hast du eine Ahnung, was das ist? Es ist tierisches Fett. Im Niederländischen wird es auch „reuzel“ oder „smout“ genannt.

Bestelltipp für deinen nächsten Skiurlaub

Willst du den echten Klassiker probieren? Dann bestelle explizit ein Wiener Schnitzel vom Kalb. Willst du vor allem ein gutes, bezahlbares Mittagessen auf der Hütte, dann ist ein Schnitzel Wiener Art oft völlig in Ordnung. Bist du demnächst unterwegs nach Österreich, Deutschland oder Italien? Schau dann nicht nur auf das Skigebiet, sondern auch auf die Hütten am Wegesrand. Das beste Schnitzel isst du oft nicht im belebtesten Bergrestaurant, sondern in einer kleineren Hütte direkt neben der Hauptpiste.

Häufig gestellte Fragen zum Schnitzel

Was bedeutet Schnitzel Wiener Art?

Das bedeutet wörtlich: Schnitzel nach Wiener Art. Die Zubereitung ähnelt der eines Wiener Schnitzels, aber das Fleisch ist oft Schweinefleisch anstelle von Kalbfleisch.

Ist Wiener Schnitzel immer vom Kalb?

Traditionell ja. Ein klassisches Wiener Schnitzel wird aus Kalbfleisch gemacht. Schnitzel vom Schwein, Huhn oder von der Pute können auf die gleiche Weise zubereitet werden, heißen dann aber meistens anders.

Kommt das Schnitzel aus Italien oder Österreich?

Das hängt davon ab, was du genau meinst. Die italienische Cotoletta alla milanese wird oft als möglicher Vorläufer genannt. Das Wiener Schnitzel, wie wir es heute kennen, ist vor allem mit Wien und der österreichischen Küche verbunden.

Was isst man zum Schnitzel?

Klassisch sind Kartoffelsalat, Petersilienkartoffeln, Gurkensalat oder ein Zitronenschnitz. In Skigebieten bekommst du oft auch Pommes dazu.

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