skigebied gesloten in Oostenrijk

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Dieses Skigebiet kann nicht öffnen – selbst wenn genug Schnee fällt

La Pinilla in Spanien droht die gesamte Skisaison 2026/2027 zu verpassen. Nicht Schneemangel, sondern ein komplizierter Rechtsstreit hält das spanische Skigebiet geschlossen. Die Gemeinde Riaza versucht, die Kontrolle über die Lifte vom aktuellen Betreiber zurückzuerlangen. Laut dem Bürgermeister ist es fast unmöglich, alles noch rechtzeitig für den Winter vorzubereiten.

Kurz zusammengefasst

• La Pinilla ist seit März 2026 geschlossen.
• Ein Rechtsstreit macht die Vorbereitung auf die neue Skisaison fast unmöglich.
• Die Gemeinde hofft, dass das Gebiet im Sommer 2027 wieder öffnen kann.

Gemeinde will Kontrolle zurück

La Pinilla liegt in der spanischen Provinz Segovia und ist Eigentum der Gemeinde Riaza. Der Betrieb wurde 2022 an die La Pinilla Management Corporation übertragen. Das Unternehmen versprach damals, zwischen 6 und 8 Millionen Euro unter anderem in Unterkünfte, Gastronomie und andere Einrichtungen zu investieren.

Mittlerweile steckt der Betreiber jedoch in finanziellen Schwierigkeiten. Das Unternehmen wurde im Juli 2026 für insolvent erklärt und hat laut den verfügbaren Unterlagen kurzfristige Schulden in Höhe von 1,78 Millionen Euro. Die Gemeinde selbst spricht von einer Gesamtschuld von mehr als 2 Millionen Euro.

Rechtsstreit um die Anlagen

Riaza versucht, über den Rechtsweg wieder Zugang zum Skigebiet zu erhalten. Laut der Gemeinde besteht ein Großteil der in die Insolvenz einbezogenen Vermögenswerte aus Anlagen, die gar nicht dem Betreiber gehören. Die Lifte und die weitere Infrastruktur sind nämlich Eigentum der kommunalen La Pinilla S.A.

Zudem beschuldigt die Gemeinde den Betreiber, fast den gesamten Komplex an vier andere Unternehmen untervermietet zu haben. Der Vertrag hätte eine Untervermietung von maximal 25 % erlaubt. Das Gericht muss nun klären, was genau mit diesen Vereinbarungen geschehen ist und wer derzeit die Verfügungsgewalt über die verschiedenen Teile des Gebiets hat.

Zu wenig Zeit für den Winter 2026/2027

Solange kein Urteil vorliegt, kann die Gemeinde das Skigebiet nicht auf einen neuen Winter vorbereiten. Die Lifte müssen überprüft, Pisten präpariert und qualifiziertes Personal eingestellt werden.

Bürgermeister Benjamín Cerezo betrachtet die Skisaison 2026/2027 daher als verloren. Nur eine unerwartet schnelle gerichtliche Entscheidung könnte daran noch etwas ändern. Selbst bei ausreichend Naturschnee fehle laut ihm mittlerweile die Zeit, um das Gebiet sicher und vollständig in Betrieb zu nehmen.

Zwei mögliche neue Betreiber

Inzwischen sind zwei Angebote von Parteien eingegangen, die den Betrieb übernehmen wollen. Ein Vorschlag hat die Unterstützung der Gemeinde und stammt von Investoren, die nicht mit dem aktuellen Verwalter in Verbindung stehen.

Riaza will La Pinilla in Zukunft wahrscheinlich nicht vollständig selbst betreiben. Bevorzugt wird ein gemischtes Modell, bei dem die Gemeinde Eigentümerin bleibt und ein privater Partner investiert sowie für den täglichen Betrieb verantwortlich ist.

Folgen für die gesamte Umgebung

Die Schließung trifft mehr als nur Skiurlauber. Auch der Bikepark und die Sommeraktivitäten stehen still. Diese lockten früher durchschnittlich 300 bis 400 Besucher pro Wochenende an.

Zudem sind mindestens acht bis zehn Arbeitsplätze weggefallen, die für den Betrieb der Lifte notwendig waren. Auch das Hotel, das Restaurant und andere Tourismusbetriebe rund um das Skigebiet spüren die Folgen. Wenn das Gerichtsverfahren schnell genug voranschreitet, hofft die Gemeinde, La Pinilla im Sommer 2027 wieder eröffnen zu können.

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