Nach 23 Tagen erzwungener Straßensperrungen und einer Notlösung, bei der Wintersportler per Hubschrauber eingeflogen werden mussten, gibt es gute Nachrichten aus Chile. Die Zufahrtsstraße zum legendären Skigebiet Ski Portillo, die Ruta 60CH, wurde von den Behörden endlich wieder freigegeben. Die extremen Schneefälle sorgten wochenlang für eine bizarre und äußerst frustrierende Situation in dem berühmten Anden-Resort.
Kurz zusammengefasst
- Portillo ist endlich wieder über die Straße erreichbar
- In kurzer Zeit fielen mehr als 7 Meter Schnee
- Anfang dieser Woche wurden Wintersportler per Hubschrauber eingeflogen
Sieben Meter Schnee und Hubschrauberflüge
Wir haben bereits darüber berichtet: Nach gigantischen Schneemassen von mehr als sieben Metern war Ski Portillo komplett von der Außenwelt abgeschnitten. Der Weg dorthin wurde unpassierbar und das Skigebiet musste eine drastische Entscheidung treffen, um dennoch Gäste empfangen zu können. Gäste wurden mit einem Hubschrauber eingeflogen. Eine spektakuläre und unvergessliche Erfahrung für die Glücklichen, aber natürlich keine tragbare Situation für den normalen Betrieb des Resorts.
Großer Frust über gesperrte Straße
Obwohl der Einsatz von Hubschraubern wunderschöne Bilder lieferte, wuchs der Frust hinter den Kulissen von Tag zu Tag. Die Zufahrtsstraße (Ruta 60CH) war dank der harten Arbeit der lokalen Straßenmeisterei bereits seit über einer Woche vollständig schneefrei und sicher, dennoch hielten die Behörden die Route präventiv geschlossen.
Dies führte zu großer Verzweiflung bei der Direktion von Ski Portillo. Generaldirektor Miguel Purcell schlug in einem offenen Brief Alarm. Er betonte, dass die unverständliche Schließung nicht nur katastrophal für das Image Chiles als Ziel für den Skiurlaub sei, sondern auch die mehr als 550 Mitarbeiter und ihre Familien hart treffe. In einer ohnehin kurzen Saison von etwa drei Monaten hatte das Skigebiet durch die Straßensperrung bereits fast ein Drittel der Einnahmen verloren.
Die Straße ist wieder offen!
Der anhaltende Druck aus dem Tourismussektor hat nun zum Glück Wirkung gezeigt. Ab diesem Wochenende ist das Skigebiet offiziell wieder für den regulären Verkehr zugänglich. Der internationale Grenzübergang nach Argentinien (Paso Los Libertadores) bleibt vorerst wegen der gigantischen Schneemauern auf der anderen Seite der Grenze noch geschlossen, aber die chilenische Seite in Richtung Portillo wurde für sicher erklärt.
Das bedeutet, dass die Hubschrauber wieder am Boden bleiben können und der Fokus endlich wieder auf den Skiurlaub gerichtet werden kann. Und bei den bizarren Schneemengen, die dort jetzt liegen, verspricht es ein großartiger Saisonabschluss zu werden!






