Dieses Skigebiet verlängert die Saison wegen enormer Schneefälle

Ski Portillo in Chile verlängert die Skisaison 2026 um mehr als zwei Wochen. Ursprünglich sollte das Skigebiet am 26. September schließen, bleibt nun aber bis einschließlich 12. Oktober geöffnet. Grund dafür sind die meterhohen Schneemassen, die seit Mitte Juli gefallen sind. Erstaunlicherweise begann der Winter zunächst mit Schneemangel, weshalb der Saisonstart sogar verschoben werden musste.

Kurz & knapp

  • Ski Portillo verlängert die Skisaison vom 26. September bis zum 12. Oktober 2026.
  • Seit Mitte Juli fielen mehrere Meter Schnee und die Schneedecke wuchs auf fast drei Meter an.
  • Zuvor in dieser Saison blieb die einzige Zufahrtsstraße wegen Lawinengefahr wochenlang gesperrt.

Sechzehn zusätzliche Skitage

Skifahrer haben dieses Jahr sechzehn Tage länger Zeit, in Portillo Ski zu fahren. Das ursprüngliche Schließungsdatum war der 26. September, aber die Lifte laufen nun bis einschließlich 12. Oktober weiter. Damit geht die Skisaison auf der Südhalbkugel bis weit in das Frühjahr hinein.

Für Aufenthalte zwischen dem 30. September und dem 12. Oktober wird zudem ein Rabatt von zwanzig Prozent angeboten. Damit versucht Portillo, die zusätzliche Öffnungszeit für Urlauber attraktiv zu machen, die noch spät in der Saison nach Chile reisen wollen.

Vom Schneemangel zu meterhohem Schnee

Die Verlängerung bildet einen bemerkenswerten Kontrast zum Winterbeginn. Portillo wollte die Saison eigentlich im Juni eröffnen, hatte damals aber zu wenig Schnee. Selbst ein Schneefall von etwa 40 Zentimetern und der Einsatz von Schneekanonen lieferten noch keine ausreichende Grundlage. Die Eröffnung wurde daher verschoben.

Schließlich öffneten am 4. Juli die ersten Pisten. Zu diesem Zeitpunkt waren nur einige Abfahrten verfügbar und das Angebot war zunächst auf Hotelgäste beschränkt. Danach schlug das Wetter komplett um. Ab Mitte Juli folgten mehrere schwere Schneestürme, wodurch in etwa drei Wochen mehr als sieben Meter Schnee fielen.

Wochenlang gesperrt wegen Lawinengefahr

Der enorme Schneefall brachte nicht nur gute Nachrichten. Die internationale Bergstraße nach Portillo wurde wegen Lawinengefahr etwa vier Wochen lang gesperrt. Da diese Straße den einzigen regulären Zugang zum Skigebiet darstellt, konnten vorübergehend so gut wie keine neuen Gäste anreisen.

Ein Teil der Skifahrer wurde schließlich per Hubschrauber in das Skigebiet gebracht. Die Straße wurde im August wieder geöffnet, zunächst nur für Gäste mit einer bestätigten Hotelreservierung. Hierdurch verlor Portillo durch den späten Beginn und die langwierige Straßensperrung fast ein Drittel der geplanten Saison.

Schneedecke von fast drei Metern

Mitte August lagen etwa 285 Zentimeter Schnee. Damit hatte Portillo zu diesem Zeitpunkt die mächtigste Schneedecke aller weltweit geöffneten Skigebiete. Inzwischen konnte auch wieder ein Großteil der Lifte und Pisten geöffnet werden.

Der große Schneevorrat macht es möglich, länger als ursprünglich geplant weiterzumachen. Wie viele Pisten im Oktober tatsächlich geöffnet bleiben können, hängt natürlich vom Wetter und den Schneebedingungen in den kommenden Wochen ab.

Besondere Saison für Portillo

Die Wintersaison 2026 kennt damit zwei Extreme. Zuerst musste Portillo die Eröffnung wegen zu wenig Schnee verschieben. Anschließend sorgten die schweren Schneestürme dafür, dass das Skigebiet wochenlang kaum erreichbar war. Nun bringt derselbe Schnee letztendlich sechzehn zusätzliche Skitage.

Für das Skigebiet bedeutet die Verlängerung auch eine Chance, einen Teil der verlorenen Saison doch noch wettzumachen. Portillo hängt die zusätzlichen Wochen an einen Winter an, der durch den späten Beginn, den extremen Schneefall und die langwierige Straßensperrung alles andere als normal verlaufen ist.

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