Obwohl der Lawinenwarndienst die Gefahr an einigen Orten leicht von Stufe 4 (groß) auf Stufe 3 (erheblich) herabsetzt, bleibt die Situation für Wintersportler kritisch. Experten warnen vor anhaltenden Risiken an steilen Hängen nach den starken Schneefällen.
Viel Schnee und starker Wind
Seit dem Wochenende sind je nach Gebiet 20 bis 80 Zentimeter Neuschnee gefallen. Vor allem in den Nordalpen fielen stellenweise bis zu einem Meter. Dazu kamen gestern starke bis stürmische Winde aus nördlichen Richtungen, die in der Spitze über 100 km/h erreichten. Dies führte zu instabilen Schneeansammlungen. Diese Ansammlungen bilden schlecht sichtbare Schneeflecken, die von einzelnen Skifahrern gelöst werden können. Die meisten Lawinen sind mittelgroß, können sich aber ausweiten, wenn sie von der Sonne aufgeheizt werden. In Teilen der Region Hohe Tauern gilt immer noch Stufe 4, ansonsten wurde die Lawinengefahr auf Stufe 3 herabgestuft.
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Erhöhte Wachsamkeit erforderlich
Laut Christoph Mitterer vom Lawinenwarndienst Tirol gibt es vor allem an Steilhängen und im Hochgebirge Risikostellen, insbesondere an Nord- und Osthängen oberhalb von 2.200 Metern und an West- und Osthängen oberhalb von 2.600 Metern. Dort sind auch noch schwache Schichten in der Altschneedecke vorhanden. Außerdem kann es dort auch Graupel (körniger Schnee) geben, der bei früheren Niederschlagsereignissen eingeschneit wurde und deshalb eine tückische Unterlage für Neuschnee bildet.
Was macht man als Skiurlauber?
Der Lawinendienst empfiehlt:
- Vermeide steile Hänge
- Überprüfe immer die neuesten Lawinenberichte
- Geräusche und Risse im Schnee ernst nehmen
- Ausrüstung wie Lawinenverschüttetensuchgerät, Schaufel und Sonde müssen immer mitgeführt werden (wenn du abseits der Piste unterwegs bist)
- Alleine losziehen mit entsprechendem Wissen und/oder Anleitung






