Manche Wintersportler nehmen den Lift, andere die Gondel. Und dann ist da noch Giorgio Bortolo Oliva. Der 66-jährige italienische Unternehmer ist erneut in die Kritik geraten, nachdem er mit seinem Privathubschrauber mitten auf einer Skipiste gelandet ist, um Ski zu fahren. Diesmal geschah dies in Passo Maniva in Norditalien. Es ist bereits das zweite Mal innerhalb eines Jahres, dass er dies tut.
Im Überblick:
- Ein italienischer Unternehmer ist erneut dabei erwischt worden, illegal mit seinem Privathubschrauber auf einer Skipiste zu landen, diesmal in Passo Maniva.
- Nach der Landung schnallte er seine Ski unter, um Ski zu fahren.
- Es ist bereits das zweite Mal in diesem Jahr, dass er dies tut.
- Die Strafe scheint ihn wenig zu kümmern, weshalb in Italien nun gefordert wird, ihm die Fluglizenz zu entziehen.
Polizei eingeschaltet
Die Carabinieri mussten nicht lange suchen: Oliva wurde auf der Piste angetroffen, wo er nach der Landung ruhig in seine Ski klickte. Wie bei einer früheren Aktion in Madonna di Campiglio Anfang des Jahres, stellte sich heraus, dass er keinerlei Genehmigung für die Landung seines Hubschraubers im Skigebiet hatte. Die Strafe, die ihm erneut droht – voraussichtlich einige tausend Euro – scheint den Stahlmagnaten wenig zu beeindrucken.
Strafe als Kleingeld
Oliva ist Eigentümer und Geschäftsführer mehrerer großer Industrieunternehmen in Norditalien und gehört zur vermögenden Elite des Landes. Eine frühere Strafe von 2000 € wurde in den italienischen Medien bereits als „Kleingeld“ bezeichnet. Gerade deshalb wird nun erneut der Ruf nach härteren Maßnahmen laut, wie dem Entzug seiner Fluglizenz. Dieser Forderung wird durch seine Vergangenheit Nachdruck verliehen. Im Jahr 2020 überlebte Oliva einen schweren Hubschrauberabsturz in der Nähe von Cervinia, bei dem ein Geschäftspartner ums Leben kam. Damals wurde er verurteilt, die Gefängnisstrafe wurde jedoch zur Bewährung ausgesetzt.
Hubschrauberlandungen verboten
In Italien ist es verboten, mit einem Hubschrauber über 1600 Meter Höhe zu landen, außer für Rettungsdienste oder Piloten mit einer Sondergenehmigung. Diese hat Oliva nicht. Die Luftfahrtbehörde ENAC untersucht den Fall und kann neben einer Geldstrafe auch zusätzliche Sanktionen verhängen.
Obwohl bei dem Vorfall in Passo Maniva keine Skifahrer verletzt wurden und die Sicherheit laut den Behörden nicht direkt gefährdet war, bleibt die Frage, wie oft sich jemand dies erlauben kann.






