Italienischer Unternehmer landet erneut mit dem Hubschrauber an der Piste und darf nun nicht mehr fliegen

Manche fahren mit dem Auto zur Piste, andere mit dem Zug. Und dann gibt es Giorgio Bortolo Oliva. Der 66-jährige italienische Unternehmer entschied erneut, dass der Hubschrauber der schnellste Weg in den Schnee sei. Bereits zum dritten Mal innerhalb eines Jahres landete er mit seinem Helikopter direkt bei einem Skigebiet, um ein paar Abfahrten zu machen. Dieses Mal war für die Luftfahrtbehörden endgültig Schluss: Seine Fluglizenz wurde entzogen.

Dritte Landung, dritter Verstoß

Der jüngste Vorfall ereignete sich am Passo Maniva, wo Oliva Ende Dezember erneut mit seinem Hubschrauber in unmittelbarer Nähe der Pisten landete. Auffällig: Dies geschah nur zwei Wochen, nachdem er exakt dasselbe an derselben Stelle getan hatte. Bereits damals war ein Verfahren zur Suspendierung seiner Lizenz eingeleitet worden. Die italienische Luftfahrtbehörde ENAC griff nun umgehend ein und verhängte eine sofortige und vorläufige Entziehung seiner Fluglizenz. Will Oliva künftig in Maniva Ski fahren, muss er – wie alle anderen auch – ganz normal vom Parkplatz aus hinaufgehen.

Von Geldstrafe zum Flugverbot

Es war nicht Olivas erster lockerer Umgang mit den Regeln. Bereits im vergangenen April landete er mit seinem Hubschrauber bei Madonna di Campiglio, am Grostè. Damals blieb es noch bei einer Geldstrafe von rund 2.000 Euro wegen eines unerlaubten Fluges oberhalb der zulässigen Höhe. Doch drei Verstöße innerhalb eines Jahres waren für ENAC endgültig zu viel. Die wiederholten Landungen wurden als untragbares Sicherheitsrisiko für Skifahrer und Personal eingestuft.

„Ich bin einfach sehr beschäftigt“

Oliva verteidigte sich in den sozialen Medien. Er erklärte, er habe im Vorfeld eine Genehmigung eingeholt und sei außerhalb der Pisten gelandet, ohne jemanden zu gefährden. Zudem bestritt er, gesagt zu haben: „Ich bezahle die Strafen und mache, was ich will.“ Laut dem Unternehmer sei er schlicht „ein sehr beschäftigter Mensch“, der gerne Ski fährt. Die Behörden zeigten sich davon jedoch unbeeindruckt.

Schatten eines tödlichen Unfalls

Die harte Maßnahme hängt auch mit Olivas Vergangenheit zusammen. Im Jahr 2020 war er nach einem Skitag in einen schweren Hubschrauberabsturz im Aostatal verwickelt. Oliva überlebte, sein Passagier kam jedoch ums Leben. Im Jahr 2023 wurde Oliva dafür wegen fahrlässiger

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