Im Skigebiet Grostè, in der Nähe von Madonna di Campiglio (Trentino), mussten sich die Carabinieri am vergangenen Wochenende mit einem recht ungewöhnlichen Skifahrer auseinandersetzen. Ein etwa 60-jähriger Unternehmer aus der Lombardei beschloss, sich über die Regeln hinwegzusetzen und landete seinen privaten Hubschrauber ohne Genehmigung mitten im Skigebiet – nur weil ihm „nach Skifahren zumute war“.
Landung ohne Genehmigung
Nach italienischem Recht ist es strengstens verboten, einen Hubschrauber ohne Sondergenehmigung in mehr als 1.600 Metern Höhe zu landen. Dennoch kreiste der Hubschrauber des Mannes frühmorgens über dem Gebiet und landete seine Maschine ohne zu zögern direkt außerhalb der offiziellen Pisten. Augenzeugen, darunter auch die Pistenpolizei, staunten nicht schlecht, als sie sahen, wie der Pilot ausstieg, seine Skier anschnallte und die Piste hinunterfuhr, als wäre nichts geschehen.
Keine Zeit zu verlieren
Als die Carabinieri den Mann ansprachen und nach der erforderlichen Landeerlaubnis fragten, konnte er sie nicht vorweisen. Der Grund für sein Verhalten? Nach eigener Aussage war er „mit der Arbeit beschäftigt und in Eile“. Er wollte Zeit sparen, um den Morgen auf der Piste in vollen Zügen genießen zu können. Obwohl seine Pilotenlizenz und seine Hubschrauberversicherung in Ordnung waren, konnte dies nicht verhindern, dass er mit einer Geldstrafe von 2.000 Euro belegt wurde.
Kurz aber gut – und besonders teuer
Nach seinem Blitzbesuch auf den Latten stieg der Mann seelenruhig wieder in seinen Hubschrauber und flog davon, als wäre es die normalste Sache der Welt. Ein kurzer Flug, aber mit einem saftigen Preisschild von 2.000 Euro. Die Behörden waren nicht gerade entzückt davon – und hoffen vor allem, dass andere reiche Draufgänger nicht auf dumme Gedanken kommen. Denn so verlockend es auch klingt: Mit dem Privathelikopter auf der Piste zu landen, ist (noch) kein probates Mittel, um die Warteschlange am Lift zu überspringen.
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