Die Geduld der Wintersportler am Glungezer wird endlich belohnt. Nach fast 40 Jahren treuem Dienst geht der legendäre, aber sehr langsame Schartenkogellift in den Ruhestand. Eine Investition von sage und schreibe 15 Millionen Euro wurde für eine hypermoderne 6-Personen-Sesselbahn freigegeben. Damit erfährt das Skigebiet nahe Innsbruck das größte Upgrade seit Jahren.
Im Überblick:
- Der 40 Jahre alte, langsame Schartenkogellift wird endlich durch eine moderne 6-Personen-Sesselbahn ersetzt.
- Du bist demnächst nicht mehr 20 Minuten, sondern nur noch 6 Minuten unterwegs zum Gipfel.
- Das Projekt kostet 15 Mio. €, finanziert von 19 Gemeinden.
- Als die Gemeinde Wattens sich zurückzog, legten lokale Unternehmer gemeinsam die letzten 45.000 € zusammen, um den Bau zu sichern.
- Sobald die Naturschutzgenehmigungen vorliegen, geht der neue Lift im Dezember 2026 in Betrieb.
Große Veränderung im Skigebiet Glungezer
Der Glungezer, oberhalb des Dorfes Tulfes gelegen, ist ein Favorit bei Familien und Liebhabern ruhiger Pisten mit Panoramablick über das Inntal. Dennoch war die Verbindung zum Gipfel, dem Schartenkogel, aufgrund der langen Fahrzeit jahrelang ein Kritikpunkt. Das ändert sich nun definitiv.
Von 20 auf 6 Minuten: ein Weltunterschied
Der alte Lift war ein echter „Oldtimer“, der noch aus einer anderen Ära stammte. Mit der Ankunft der neuen kuppelbaren 6-Personen-Sesselbahn wird das Erlebnis am Berg völlig anders. Wo du zuvor fast 20 Minuten zum Gipfel auf 2.310 Metern unterwegs warst, schwebst du demnächst in nur 6 Minuten komfortabel nach oben. Laut Bürgermeister Martin Wegscheider von Tulfes ist dies der Schritt, den das Skigebiet braucht, um relevant zu bleiben: „Mit diesem Lift bieten wir endlich den Komfort, den der moderne Wintersportler erwartet.“
Technische Details des Projekts
Wir haben die wichtigsten Fakten zum neuen Schartenkogellift zusammengefasst:
- Lifttyp: 6-Personen-Sesselbahn
- Strecke: Kalte Kuchl zum Schartenkogel
- Fahrzeit: 6 Minuten
- Gesamtinvestition: 15.000.000,- €
- Eröffnung: Dezember 2026
Unternehmer retten Finanzierung nach politischem Hickhack
Der Weg zum neuen Lift war nicht ohne Hürden. Die Finanzierung von 15 Millionen Euro wird von 19 umliegenden Gemeinden getragen. Die Gemeinde Wattens zog sich jedoch unerwartet als Geldgeber zurück, da Budgetdefizite durch andere Sportprojekte entstanden waren. Glücklicherweise sprang die lokale Wirtschaft in die Bresche. Unternehmer aus Wattens haben untereinander einen Betrag von 45.000,- € gesammelt, um die Lücke im Budget zu schließen. Initiator Gert Erber betonte, dass der Erhalt des Glungezers entscheidend für die lokale Bevölkerung und die touristische Ausstrahlung der Region ist.
Wann öffnet der neue Lift am Glungezer?
Wenn die letzten Verfahren nach Plan verlaufen, müssen Wintersportler nicht mehr lange warten. Die Planung sieht wie folgt aus:
- April 2026: Abschluss der naturschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren.
- Sommer 2026: Beginn der Bauarbeiten an der Station Kalte Kuchl.
- Dezember 2026: offizielle Inbetriebnahme der neuen Schartenkogelbahn.
Mit dem neuen Lift wird der Zugang zu den herrlichen Abfahrten am Schartenkogel nicht nur schneller, sondern auch viel attraktiver für Tagesgäste aus Innsbruck und Touristen, die in der Region Hall-Wattens ihren Skiurlaub verbringen.

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