Winterurlauber aufgepasst: An bestimmten Stellen in den Alpen ist es sehr, sehr glatt

Nach Tagen strengen Frosts und Neuschnees befinden sich die Alpen diese Woche in einer neuen, schwierigen Phase. Ein einströmendes Wärmefront sorgt vielerorts für große Kontraste: winterliche Bedingungen in der Höhe, aber in Tälern und Städten feuchter Schnee, Regen und gefährliches Glatteis. Rettungsdienste und Verkehrsbehörden warnen vor tückischen Situationen, sowohl auf der Straße als auch rund um Unterkünfte und in Skigebieten.

Im Überblick:

  • Der Übergang von strengem Frost zu milderen Temperaturen führt zu Glatteis
  • Vor allem Täler und Städte leiden unter tückischer Glätte
  • Verkehr, Bahnverkehr und Flugverkehr sind beeinträchtigt
  • Auch rund um Unterkünfte und Lifte erhöhtes Ausrutschrisiko
  • Die Situation bleibt wechselhaft und erfordert besondere Vorsicht

Von tiefem Frost zu Glatteis

In den Nächten fror es vielerorts noch streng, wobei die Temperaturen in manchen Tälern unter -15 Grad sanken. Sobald die mildere Luft einströmt, erreicht sie zuerst die höheren Lagen. Niederschlag fällt dort als Schnee, aber in den Tälern kann Regen auf einen noch gefrorenen Untergrund fallen, was zu plötzlichem Glatteis führt. Besonders in den Morgen- und Abendstunden ist das ein großes Risiko. Wetterdienste, darunter GeoSphere Austria, warnen, dass diese Kombination aus Kälte am Boden und milderer Luft darüber lokal zu sogenanntem Blitzeis führen kann: Glätte, die in kurzer Zeit entsteht und schwer sichtbar ist.

Verkehr stark betroffen

Die Folgen sind inzwischen deutlich sichtbar. In Österreich führte Glatteis zu Dutzenden Unfällen, festsitzenden Autos und Bergungen. Auch der öffentliche Verkehr hat unter den Umständen zu leiden, mit Zugverspätungen und vorübergehenden Reisehinweisen. Im Osten Österreichs musste sogar der Flughafen Wien vorübergehend wegen spiegelglatter Start- und Landebahnen geschlossen werden. Auch in Süddeutschland und Teilen der Schweiz ist es soweit. Dort sorgen gefrorener Regen und Schneereste auf der Straße für gefährliche Situationen, insbesondere auf Autobahnen, Bergpässen und Zufahrtsstraßen zu Skigebieten.

Nicht nur auf der Straße aufpassen

Die Glätte beschränkt sich nicht nur auf Straßen. Auch Parkplätze, Gehwege, Dorfzentren und Wege rund um Lifte und Unterkünfte sind lokal spiegelglatt. Krankenhäuser melden einen deutlichen Anstieg von Verletzungen durch Ausrutschen, abgesehen von Ski- oder Snowboardunfällen.

Kommende Tage: milder, aber Risiko bleibt

Obwohl die Temperaturen in den kommenden Tagen weiter ansteigen und die Sonne häufiger durchbricht, bleibt das Risiko von Glätte bestehen. Besonders bei Bewölkung, Niederschlag oder in klaren Nächten kann es wieder tückisch glatt werden. In den Bergen bleibt es winterlich, mit lokalem Schneefall und in der Höhe auch einem erhöhten Lawinenrisiko.

Rat für Wintersportler und Reisende: Verfolgen Sie lokale Wetter- und Verkehrsmeldungen, planen Sie zusätzliche Reisezeit ein und seien Sie besonders in den Tälern und bei Übergängen von Schnee zu Regen besonders aufmerksam.

Wo ist in Österreich besondere Vorsicht geboten?

GeoSphere Austria (ZAMG) hat eine Warnkarte, auf der Sie gut sehen können, wo Sie im Moment besonders aufpassen müssen! Wie Sie auf der Karte sehen können, betrifft es vor allem den Osten des Landes:

Update aus Maria Alm

In Maria Alm wird fleißig Salz und Splitt gestreut. Kollege Mike hat heute Morgen ein Update zu den eisigen Bedingungen geschickt:

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