VIDEO: 54.646 Kilo Stahl treffen in St. Johann in Tirol für die neue Gondelbahn ein

Der Bau der neuen Jodlalmbahn in St. Johann in Tirol hat einen weiteren wichtigen Meilenstein erreicht. Per Spezial-Schwertransport wurden stolze 4750 Meter Stahlseil im Skigebiet angeliefert. Das Seil wiegt 54.646 Kilo und bildet künftig das Herzstück der neuen 10-Personen-Gondelbahn. Die nächste spektakuläre Bauphase steht bereits bevor: das Einziehen des Seils.

Kurz zusammengefasst

  • Das neue Seil ist 4750 Meter lang
  • Das Gesamtgewicht beträgt 54.646 Kilo
  • In Kürze wird das Seil über die gesamte Lifttrasse gezogen
  • Die Jodlalmbahn soll in der Skiurlaub-Saison 2026/2027 eröffnen

Schwertransport trifft in St. Johann ein

Auf der Baustelle der neuen Jodlalmbahn ist diese Woche ein wichtiges Bauteil angekommen. Es handelt sich um das komplette Trag- und Zugseil der Gondelbahn. Mit einer Länge von 4750 Metern ist das Seil mehr als doppelt so lang wie die Lifttrasse selbst. Das ist notwendig, da das Seil als geschlossene Schleife durch beide Stationen und über alle Liftstützen verläuft. Auch das Gewicht ist beeindruckend. Das fast 5 km lange Stahlseil wiegt insgesamt 54.646 Kilo. Um das riesige Paket sicher nach St. Johann zu befördern, war ein spezieller Schwertransport erforderlich.

Seileinzug wird Präzisionsarbeit

Noch liegt das Seil auf einer riesigen Haspel, doch bald beginnt eine der spannendsten Phasen des Baus. Beim Einziehen wird nicht direkt das schwere Stahlseil über die Liftstützen gezogen. Zuerst wird ein dünneres Hilfsseil entlang der gesamten Strecke angebracht. Damit können anschließend immer stärkere Seile durchgezogen werden, bis schließlich das endgültige Seil auf allen Rollenbatterien liegt.

Danach müssen die beiden Enden miteinander verbunden werden. Spezialisten spleißen die einzelnen Stahldrähte über eine große Länge ineinander, sodass eine durchgehende Schleife entsteht. Das ist Millimeterarbeit: Die Verbindung muss stark genug sein, um jahrelang täglich tausende Gondelfahrten zu bewältigen.

Von fliegenden Liftstützen zur fast fertigen Gondelbahn

Anfang August haben wir bereits über die Liftstützen berichtet, die per Hubschrauber an ihren Platz geflogen wurden. Die ersten sechs von insgesamt dreizehn Stützen wurden damals mit einem Schwerlasthubschrauber montiert. Inzwischen schreitet auch der Bau der Bergstation voran und die neue Jodlalmbahn nimmt immer deutlichere Formen an. Mit der Lieferung des Seils ist ein weiteres essenzielles Bauteil vor Ort. Sobald dieses eingezogen ist, kann die technische Installation fertiggestellt und getestet werden.

Neue Gondelbahn ersetzt alten Sessellift

Die neue Jodlalmbahn ersetzt einen fixgeklemmten 2-Personen-Sessellift aus dem Jahr 1981. Der alte Lift benötigte etwa zwölf Minuten für die Fahrt und beförderte maximal 1159 Personen pro Stunde.

Die neue 10-Personen-Gondelbahn von Doppelmayr wird deutlich schneller und komfortabler. Die Kapazität steigt auf 2400 Personen pro Stunde. Zudem wird die Strecke verlängert: Die Gondel führt künftig direkt bis zum Harschbichl auf 1603 Meter. Skiurlauber müssen dadurch nicht mehr umsteigen, um den höchsten Punkt dieses Skigebietsteils zu erreichen.

Eröffnung für kommenden Winter geplant

Mit der Ankunft des Seils rückt die geplante Eröffnung wieder ein großes Stück näher. Die neue Jodlalmbahn wird eine Länge von etwa 2180 Metern haben und ist Teil einer Investition von rund 22 Millionen Euro. Wenn die Arbeiten weiterhin nach Plan verlaufen, können Skiurlauber in der Saison 2026/2027 zum ersten Mal einsteigen. Zuvor wurde der 6. Dezember 2026 als angestrebter Eröffnungstermin genannt.

Teile diesen Artikel:

Wonach suchen Sie?