Ein schwerer Schneesturm hat Teile der Anden in kurzer Zeit unter einer außergewöhnlich dicken Schneedecke begraben. Im chilenischen Portillo fielen innerhalb von 72 Stunden 309 cm Schnee, während Valle Nevado etwa 170 cm meldete. Verschiedene Skigebiete und Zufahrtsstraßen sind vorerst geschlossen, damit die enormen Schneemengen sicher geräumt werden können und die Lawinengefahr beurteilt werden kann.
Im Überblick:
- In Portillo fielen in 72 Stunden 309 cm Schnee.
- Valle Nevado meldete etwa 170 cm Neuschnee.
- Portillo ist aufgrund des Sturms und aus Sicherheitsgründen vorerst geschlossen.
- Mehrere Skigebiete sind durch gesperrte Straßen nicht erreichbar.
- Der Schnee folgt auf einen mühsamen Start der Wintersportsaison in Südamerika.
- Nach einer kurzen ruhigeren Phase wird für Dienstag bereits eine neue Schneefront erwartet.
Über 3 Meter Schnee in Portillo
Die Schneemengen türmten sich im Laufe des Wochenendes rasend schnell auf. Portillo, ein bekanntes Skigebiet in den chilenischen Anden, registrierte in drei Tagen 309 cm Neuschnee. Allein zwischen Freitag und Samstag sollen über 1,5 Meter gefallen sein.
Durch die starken Schneefälle ist das Skigebiet vorerst geschlossen. Das Hauptaugenmerk liegt zunächst auf der Sicherheit von Mitarbeitern und Besuchern. Bevor die Lifte wieder in Betrieb gehen können, müssen Straßen, Liftstationen und andere Einrichtungen ausgegraben werden. Zudem müssen die Pisten kontrolliert und, wo nötig, gesichert werden.
Valle Nevado bekommt 170 cm Neuschnee
Auch Valle Nevado wurde voll vom Sturm getroffen. Das Skigebiet meldete etwa 170 cm Neuschnee. Auf Bildern aus dem Gebiet ist deutlich zu sehen, wie groß der Unterschied zu vor einigen Tagen ist.
Die Mengen sind außergewöhnlich, sorgen aber nicht automatisch für sofortige gute Wintersportbedingungen. Bei so viel Schnee in kurzer Zeit können Straßen unpassierbar werden und es entsteht eine instabile Schneedecke. Skigebiete müssen daher erst prüfen, wo Schneeverwehungen und Gefahrenzonen entstanden sind.
Straßen gesperrt und Gebiete unerreichbar
Mehrere Skigebiete in Chile und Argentinien sind derzeit schwer oder gar nicht erreichbar. Zufahrtsstraßen sind wegen des Sturms und der großen Schneemengen gesperrt.
Für die Skigebiete beginnt nach dem Schneefall eine umfassende Aufräumaktion. Nicht nur Parkplätze und Straßen müssen schneefrei gemacht werden, auch Lifte und Gebäude können teilweise eingeschneit sein.
Zudem kostet es Zeit, die Hänge zu kontrollieren und die Lawinengefahr einzudämmen. Bis diese Arbeiten abgeschlossen sind, bleibt die Sicherheit wichtiger als die schnellstmögliche Öffnung der Pisten.
Komplette Wende nach mühsamem Saisonstart
Der Schneesturm bedeutet eine bemerkenswerte Wende für die Wintersportgebiete in Südamerika. Der erste Monat der Saison 2026 verlief an vielen Orten schleppend. In verschiedenen Gebieten fielen in den Monaten davor weniger als 50 cm Schnee. Dadurch konnten viele Pisten nicht öffnen oder es blieb nur ein begrenzter Teil des Skigebiets verfügbar.
An einem einzigen Wochenende hat sich das Bild komplett gewandelt. Wo zuvor Schneemangel die größte Herausforderung war, müssen die Skigebiete nun mit extremen Schneemengen, gesperrten Straßen und einer Menge Arbeit umgehen, bevor die Lifte wieder sicher laufen können.
Neuer Schneefall bereits im Anmarsch
Nach dem schweren Schneesturm folgt voraussichtlich eine kurze ruhigere Phase. Diese Unterbrechung gibt Straßenmeistereien und Skigebieten die Chance, Schnee zu räumen und die Situation neu zu bewerten.
Lange dauert diese Pause wahrscheinlich nicht. Für Dienstag wird bereits eine neue Front in den Anden erwartet. Wie viel zusätzlicher Schnee dabei zusammenkommt, ist noch unklar.
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