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Lawine während der Arbeit: Mitarbeiter des Skigebiets nur knapp gerettet

Im andorranischen Skigebiet Ordino Arcalís wurde am Sonntag ein Mitarbeiter des Skigebiets schwer verletzt, nachdem er von einer Lawine mitgerissen wurde. Der Mann, ein junger und erfahrener Mitarbeiter, der mit der Wartung von Schneekanonen beschäftigt war, wurde vollständig unter dem Schnee begraben und geriet in eine lebensbedrohliche Situation.

Bei Arbeiten von Lawine verschüttet

Der Vorfall ereignete sich kurz nach 11:00 Uhr im Gebiet Feixans, in der Nähe der Piste La Balma. Es handelte sich um eine Zone außerhalb der Piste, aber innerhalb des Skigebiets. Durch eine Schneeverwehung wurde der Mitarbeiter mitgerissen und unter dem Schnee begraben.

Schnelle Reaktion rettet sein Leben

Dank einer schnellen Reaktion von Umstehenden sowie den Pisten- und Rettungsdiensten konnte der Mann relativ schnell lokalisiert werden. Jugendliche, die den Unfall beobachteten, begannen sofort mit dem Graben. Innerhalb von fünfzehn Minuten wurde das Opfer gefunden und wenige Minuten später ausgegraben.

Die Situation war kritisch: Der Mann war bewusstlos und hatte einen Herzstillstand. Rettungsdienste, darunter Feuerwehr, Sanitäter und die Bergrettung, führten über eine halbe Stunde Reanimationsmaßnahmen durch. Schließlich gelang es ihnen, seinen Herzschlag wiederherzustellen.

Mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus

Das Opfer wurde mit einem Hubschrauber in das Krankenhaus Nostra Senyora de Meritxell gebracht. Er liegt auf der Intensivstation, befindet sich aber nach Angaben der lokalen Behörden nicht mehr in unmittelbarer Lebensgefahr.

Lawinengefahr auf Stufe 4 von 5

Zum Zeitpunkt des Vorfalls herrschte in Andorra Lawinengefahr der Stufe 4 (hoch). Die Kombination aus starkem Schneefall (mehr als 50 cm Neuschnee in kurzer Zeit), einer instabilen Unterschicht aufgrund eines trockenen Dezembers und einem plötzlichen Temperaturanstieg führte zu extrem gefährlichen Bedingungen in den Bergen. Laut den Behörden ereignete sich die Lawine nicht an einem Ort, an dem normalerweise häufig Schneeverwehungen vorkommen, aber Windablagerungen und Temperaturanstieg spielten eine ausschlaggebende Rolle.

Pisten nicht betroffen

Wichtiges Detail: Die Lawine erreichte keine präparierten Pisten und gefährdete keine anderen Wintersportler. Die Polizei hat eine Untersuchung eingeleitet, um den genauen Sachverhalt zu ermitteln. Die andorranischen Behörden betonen erneut die Bedeutung von Zurückhaltung bei hoher Lawinengefahr. Das Skifahren abseits der Pisten wird bei diesem Risikoniveau dringend abgeraten, auch innerhalb von Skigebieten und bei Arbeiten.

Mehr dazu: Dramatisches Lawinenwochenende in den Alpen: sechs Tote in Frankreich, diverse Unfälle in Österreich

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