Im andorranischen Arinsal ist es am Montagmorgen nur knapp gut gegangen. Zwei Skitourengeher sind gegen 08:00 Uhr auf eine gesperrte Piste gegangen, während das Sicherheitsteam mit einer kontrollierten Lawinensprengung (PIDA) beschäftigt war. Wenige Sekunden später ging die Lawine tatsächlich los. Das geht aus Videobildern hervor, die inzwischen vom Skigebiet geteilt wurden.
Im Überblick:
- Zwei Skitourengeher betraten gegen 08:00 Uhr eine gesperrte Piste in Arinsal, während eine kontrollierte Lawinensprengung (PIDA) durchgeführt wurde.
- Die Sprengladung war bereits platziert und die Operation konnte nicht mehr gestoppt werden.
- Wenige Sekunden später ging die Lawine ab; die Skifahrer blieben unverletzt, aber das Risiko war groß.
Gesperrte Piste, deutliche Warnungen
Der Vorfall ereignete sich auf der Piste Port Vell, im Arinsal-Gebiet des Skigebiets. Die Piste und das Skigebiet waren zu diesem Zeitpunkt wegen Lawinenarbeiten gesperrt. Laut der Erklärung des Skigebiets waren deutliche Markierungen vorhanden, die vor akuter Lawinengefahr warnten. Trotzdem beschlossen zwei Wintersportler, die Piste zu betreten, sie liefen auf Tourenski hinauf. Ein Mitarbeiter des Skigebiets versuchte noch, sie explizit aufzuhalten und gab an, dass eine Sicherheitsoperation im Gange war, aber die Skifahrer ignorierten diese Warnung und liefen weiter hinauf.
Sprengladung bereits platziert
Entscheidendes Detail: Zum Zeitpunkt, als die Skifahrer passierten, war die Sprengladung zur kontrollierten Auslösung der Lawine bereits platziert. Dadurch konnte die Operation nicht mehr gestoppt werden. Kurz danach ging die Lawine ab. Die Skifahrer blieben unverletzt, aber laut den Verantwortlichen war das Risiko sehr real und der Vorfall hätte fatal enden können.
Aufruf zu Verantwortung und Respekt
Pal Arinsal spricht in einer offiziellen Reaktion von einer sehr gefährlichen Situation und richtet einen dringenden Appell zu Vorsicht, Verantwortung und Respekt an die Profis, die täglich an der Sicherheit im Skigebiet arbeiten.
„Außerhalb der festgelegten Öffnungszeiten sind Mitarbeiter am Werk, besteht reale Lawinengefahr und können Situationen entstehen, die extrem gefährlich sind.“
Das Skigebiet betont, dass:
- Skitourenrouten nur während der festgelegten Öffnungszeiten zugänglich sind
- Außerhalb dieser Zeiten kein Teil des Skigebiets betreten werden darf
Darüber hinaus wird Wintersportlern geraten, immer das aktuelle Lawinenrisiko zu prüfen, die geltenden Routen zu konsultieren und strikt die Sicherheitsanweisungen zu befolgen.
Nicht der erste Vorfall
Laut Pal Arinsal ist dies leider kein Einzelfall. Regelmäßig werden Skifahrer in gesperrten Zonen angetroffen, oft während oder kurz vor Sicherheitsarbeiten. Das bringt nicht nur sie selbst, sondern auch Mitarbeiter, Rettungsdienste und andere Bergprofis in Gefahr.






