Tödlicher Unfall heizt Diskussion über Skitourengehen auf der Piste wieder an

Ein tödlicher Unfall in Maria Alm hat die Diskussion über Skitourengehen in Skigebieten erneut entfacht. Ein 65-jähriger Skitourengeher kam am Samstag nach einer Kollision mit einem abfahrenden Skifahrer ums Leben. Die Frage lautet erneut: Sollen aufsteigende Skitourengeher und abfahrende Wintersportler strikter voneinander getrennt werden? In verschiedenen österreichischen Skigebieten gelten bereits Einschränkungen oder sogar Verbote für das Aufsteigen auf der Piste. Andere Gebiete setzen hingegen auf separate, deutlich markierte Aufstiegsrouten.

Im Überblick:

  • Tödlicher Unfall in Maria Alm zwischen Skitourengeher (65) und abfahrendem Skifahrer spitzt Diskussion zu.
  • Einige Gebiete wie Obertauern und Zauchensee verbieten Pistentouren komplett.
  • Experten plädieren für klare, getrennte Aufstiegsrouten, um Kollisionen zu vermeiden.

In einigen Gebieten verboten, in anderen separate Routen

In Obertauern gilt seit dieser Saison ein vollständiges Verbot für Pistentouren. Auch in Zauchensee ist das Aufsteigen auf der Piste nicht erlaubt. Dem gegenüber stehen Gebiete wie Werfenweng, wo spezielle Aufstiegsrouten angelegt wurden, die größtenteils getrennt von den regulären Abfahrten verlaufen. Nur an einer deutlich sichtbaren Stelle knapp unterhalb des Gipfels müssen Skitourengeher die Piste kreuzen – auf einem relativ flachen Abschnitt, wo abfahrende Skifahrer noch wenig Geschwindigkeit haben. Laut den Betreibern ist gerade diese physische Trennung der „Verkehrsströme“ entscheidend, um Risiken zu minimieren.

Lies auch: Obertauern verbietet Skitouren auf der Piste ab Winter 2025/2026

Richtlinien für Wintersportler

Für abfahrende Skifahrer gelten die bekannten FIS-Regeln. Aber auch für Pistentourengeher gibt es klare Verhaltensregeln, die vom Kuratorium für Alpine Sicherheit und dem Alpenverein aufgestellt wurden. Die wichtigsten Richtlinien:

  • Immer am Pistenrand aufsteigen
  • Nur ausgewiesene Aufstiegsrouten nutzen
  • Die Piste nur kreuzen, wenn es wirklich nicht anders geht
  • Kreuzungspunkte wählen, die von oben gut sichtbar sind
  • Vorsichtig und vorhersehbar bewegen

Der Rat ist klar: Je weniger Kreuzungen zwischen Aufsteigern und Abfahrern, desto geringer das Risiko.

Forderung nach besserer Trennung

Sicherheitsexperten betonen, dass Unfälle vor allem dort entstehen, wo sich aufsteigende und abfahrende Wintersportler kreuzen. Eine klare räumliche Trennung der Routen würde das Risiko stark verringern. Mit dem tödlichen Unfall in Maria Alm ist die Diskussion erneut aktuell. Es wird sich in der kommenden Zeit zeigen, ob mehr Skigebiete separate Aufstiegstrassen wählen – oder strengere Verbote für Skitouren auf den markierten Pisten.

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