Die italienische Wettbewerbsbehörde (AGCM) hat eine förmliche Kartelluntersuchung gegen Dolomiti Superski, eines der größten und bekanntesten Skigeregionen Europas, eingeleitet. Die Behörde vermutet, dass das Federconsorzio Dolomiti Superski und 12 angeschlossene regionale Konsortien gemeinsam Preise und Verkaufsbedingungen für Skipässe festlegen und damit möglicherweise gegen das Wettbewerbsrecht verstoßen.
Preisabsprachen
Laut AGCM sollen die Konsortien Preisabsprachen über Skipasspreise, Rabatte und Vertriebskanäle getroffen haben. Diese Praktiken scheinen den Wettbewerb zu beschränken und die Verbraucher zu benachteiligen, was gegen Artikel 101 des EU-Vertrags und Artikel 2 des italienischen Wettbewerbsgesetzes (Gesetz 287/1990) verstößt.
Inspektionen in Büros
Am 8. Juli führten die AGCM und die Guardia di Finanza Inspektionen in verschiedenen Büros von Dolomiti Superski und den einzelnen Skigebieten durch. Dabei nahmen sie Papierakten und digitale Daten mit, um Art und Umfang der vermuteten Kartellstruktur weiter zu untersuchen. In einer ersten Stellungnahme betonten Dolomiti Superski und die angeschlossenen Skigebiete, dass sie voll und ganz mit den Ermittlungen kooperieren, berichtet Stol.it.
Ermittlungen eingeleitet, Zeitplan unklar
Die Ermittlungen haben also begonnen, aber was das für die Zukunft von Dolomiti Superski bedeutet, ist natürlich noch unklar. Wie lange die Ermittlungen dauern werden, ist ebenfalls unbekannt. Der Fall findet in den Medien große Beachtung, denn Dolomiti Superski ist mit seinen mehr als 1.200 Pistenkilometern und 450 Liften eines der bekanntesten Skigebiete Europas. Jedes Jahr ziehen die Skigebiete Millionen von Besuchern aus dem In- und Ausland an. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, könnten Geldstrafen und möglicherweise Verpflichtungen zur Anpassung der Preispolitik folgen.

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