Dolomiti Superski will in den kommenden Jahren die Digitalisierung deutlich vorantreiben. Die Skiregion arbeitet unter anderem am Smartpass, mit dem dein Skipass auf dein Smartphone kommt. Auch künstliche Intelligenz, persönlichere Angebote und ein größeres Sommerprogramm sollen eine wichtigere Rolle spielen. Andy Varallo bleibt bis 2029 Präsident der Organisation.
Kurz zusammengefasst
- Andy Varallo bleibt bis 2029 Präsident von Dolomiti Superski.
- Er tritt seine dritte aufeinanderfolgende Amtszeit an.
- Die Skiregion möchte einen Smartpass für Smartphones einführen.
- Digitale Anwendungen sollen das Angebot persönlicher machen.
- Künstliche Intelligenz wird eine größere Rolle im Service und in der Betriebsführung spielen.
- Dolomiti Supersummer wird weiter ausgebaut.
- Die Organisation will sich zu einem Anbieter von Bergaktivitäten für das ganze Jahr entwickeln.
Andy Varallo blijft Präsident
Die Generalversammlung von Dolomiti Superski hat Andy Varallo einstimmig als Präsidenten wiedergewählt. Der 46-jährige Seilbahnunternehmer aus Alta Badia tritt damit seine dritte aufeinanderfolgende Amtszeit an. Er wird die Organisation im Zeitraum 2026–2029 weiterhin leiten.
Daniele Dezulian, Präsident des Seilbahnunternehmens SIT Canazei, wurde zum neuen Vizepräsidenten gewählt. Auch im Vorstand und im Rechnungsprüfungsausschuss gab es verschiedene Änderungen. Sergio Prà aus Civetta tritt als Vertreter der Skigebiete in Venetien in den Vorstand ein. Er folgt auf Marco Zardini aus Cortina d’Ampezzo.
Skipass bald auf dem Smartphone
Einer der auffälligsten Pläne für die kommenden Jahre ist die Einführung des Smartpass. Damit möchte Dolomiti Superski den traditionellen Skipass auf das Smartphone bringen. Wie das System technisch genau funktionieren wird und ab wann Wintersportler den Smartpass nutzen können, wurde noch nicht bekannt gegeben. Das Ziel ist jedoch klar: Gäste sollen einfacheren Zugang zu den Liften erhalten und weniger von einem physischen Skipass abhängig sein. Dolomiti Superski hat in den letzten Jahren bereits in seine digitale Plattform, den Kundenservice und Systeme zur Datenanalyse investiert. Der Smartpass ist der nächste Schritt in dieser Entwicklung.
Persönlicheres Angebot durch Apps und Daten
Dolomiti Superski möchte digitale Anwendungen und CRM-Systeme nutzen, um das Angebot besser auf individuelle Besucher abzustimmen. Mit einem solchen System kann die Organisation Informationen über bestehende und potenzielle Gäste strukturiert verarbeiten.
Das kann zum Beispiel dabei helfen, relevante Produkte und Informationen für verschiedene Arten von Wintersportlern anzubieten. Eine Familie mit kleinen Kindern hat schließlich andere Wünsche als ein leidenschaftlicher Skifahrer, der jeden Tag so viele Pistenkilometer wie möglich sammeln möchte. Die Organisation will zudem direkter mit den Besuchern kommunizieren. Digitale Kanäle und persönlicher Service werden dadurch immer wichtiger.
Künstliche Intelligenz bekommt eine größere Rolle
Auch künstliche Intelligenz erhält einen Platz in den Zukunftsplänen. Dolomiti Superski sieht Möglichkeiten, KI bei internen Prozessen und im Service für die Gäste einzusetzen. Konkrete Anwendungen wurden noch nicht genannt. Die Technologie soll vor allem zu effizienteren Arbeitsabläufen und einem besseren kundenorientierten Service beitragen. Dabei bleibt die Zusammenarbeit zwischen den zwölf angeschlossenen Talkonsortien wichtig. Dolomiti Superski fungiert als Dachorganisation, in der eigenständige Skigebiete gemeinsam eine große Destination bilden.


Nicht mehr nur Fokus auf das Skifahren
Das Marketing von Dolomiti Superski dreht sich laut Varallo immer weniger ausschließlich um das Skifahren. Das Gesamterlebnis der Dolomiten soll stärker in den Mittelpunkt rücken. Das bedeutet mehr Aufmerksamkeit für die Landschaft, die lokale Kultur und Aktivitäten abseits der Piste. Mit persönlichen Geschichten, digitaler Kommunikation und direktem Kontakt zu den Gästen möchte die Organisation das Gebiet als komplette Bergdestination präsentieren. Die Skiregion will damit auch eine neue Generation von Wintersportlern ansprechen. Die Gewinnung junger Besucher ist eines der wichtigsten strategischen Ziele für die kommende Amtszeit.
Dolomiti Supersummer wird ausgebaut
Auch das Sommerprogramm Dolomiti Supersummer wird weiterentwickelt. Dolomiti Superski möchte letztlich nicht nur als Skiurlaub-Organisation bekannt sein, sondern als Anbieter von Bergaktivitäten für das ganze Jahr. Das bedeutet, dass Lifte, Routen und andere Einrichtungen auch außerhalb des Winters eine größere Rolle spielen werden. Welche konkreten Erweiterungen geplant sind, wurde noch nicht bekannt gegeben. Der Schritt zu einem Ganzjahresangebot soll den angeschlossenen Tälern helfen, Besucher über einen längeren Zeitraum zu empfangen und weniger abhängig von der reinen Skisaison zu sein.
Nachhaltigkeit bleibt ein wichtiges Thema
Dolomiti Superski gibt an, sich auch stärker für glaubwürdige Nachhaltigkeit einsetzen zu wollen. Damit meint die Organisation, dass technisch machbare Maßnahmen ergriffen werden müssen, um die Auswirkungen auf die Umwelt so gering wie möglich zu halten.
Details zu neuen Projekten oder Investitionssummen fehlen noch. Die Organisation nennt Nachhaltigkeit zusammen mit Innovation, Zusammenarbeit und kontinuierlichen Investitionen als eine der Säulen für die Zukunft. Die vergangene Amtszeit stand unter anderem im Zeichen des 50-jährigen Jubiläums von Dolomiti Superski im Jahr 2025 und der Rolle der Skigebiete während der Olympischen Winterspiele von Mailand Cortina 2026.
Kurs für die nächsten drei Jahre
Mit der Wiederwahl von Varallo setzt Dolomiti Superski auf Kontinuität. Gleichzeitig sollen der Smartpass, persönliche digitale Dienste, KI und ein größeres Sommerangebot spürbare Veränderungen für die Besucher bringen. Wann der Skipass auf dem Smartphone verfügbar sein wird und welche neuen Sommerprodukte hinzukommen, wird sich in den nächsten Jahren zeigen. Die Richtung ist jedenfalls vorgegeben: Dolomiti Superski will sich von einer großen Skiregion zu einer digitalen Ganzjahres-Bergdestination entwickeln.
