© Skinachrichten.de

Der Winter kehrt zurück: Wo fallen meterweise Schnee und wo bleibt es bei wenigen Zentimetern?

Die Alpen zeigen diese Woche einen auffälligen Kontrast. Im nördlichen Berggebiet herrscht mildes und sonniges Föhnwetter, während südlich gelegene Regionen mit anhaltenden winterlichen Niederschlägen zu kämpfen haben. Die italienischen Westalpen erleben derzeit außergewöhnlichen Schneefall. Ab dem Weihnachtswochenende ändert sich die Situation im gesamten Alpengebiet: Die Temperaturen sinken und winterliche Bedingungen breiten sich aus.

Im Überblick:

  • Das Alpengebiet weist starke regionale Unterschiede auf.
  • Westliche italienische Bergregionen erhalten diese Woche möglicherweise anderthalb bis zwei Meter Neuschnee, wobei das Lawinenrisiko erheblich zunimmt.
  • Mit dem Näherrücken der Weihnachtstage sinken überall die Temperaturen, was positive Folgen für die Pistenqualität und die Beschneiungsmöglichkeiten hat. Großflächiger Schneefall bleibt jedoch geografisch begrenzt.

Westliche italienische Alpen: außergewöhnlicher Schneefall

Die westlichen italienischen Skigebiete machen eine vollständig winterliche Transformation durch. Ein kräftiges mediterranes Tiefdruckgebiet verursacht hier lang anhaltende winterliche Niederschläge. Seit Sonntagabend bis in die Weihnachtswoche fällt oberhalb von 1400 Metern mehr als ein Meter Schnee, während auf größeren Höhen möglicherweise zwei Meter erreicht werden. Wintersportgebiete profitieren erheblich, obwohl die Kombination aus heftigem Schneefall und Wind für erhöhtes Lawinenrisiko sorgt. Il Meteo beschreibt diesen Schneefall auch als einen der schwersten Schneestürme der letzten 25 Jahre.

Auf der französischen Seite der Grenze variiert die Situation stark. Direkt an Italien angrenzend fallen wahrscheinlich oberhalb von 2500 Metern 30-40 Zentimeter, aber westwärts nehmen die Mengen schnell ab bis zu nur wenigen Zentimetern. In weiter entfernten französischen Gebieten bleibt es bei sporadischen Flocken.

Nördliche Alpenregionen: Abwarten…

Österreichische, Schweizer und nördliche französische Berggebiete erleben ein ganz anderes Szenario. Bis kurz vor Weihnachten dominiert ein warmer Südwind mit Föhnphänomenen. Die Temperaturen in den Tälern erreichen immer noch Werte über 10 Grad, während auch auf 2000 Metern Plusgrade gemessen werden. Viele Wintersportorte sind abhängig von technischem Schnee und dem Schneefall Ende November. Allerdings steht eine Temperaturabsenkung bevor, auch für diese Teile der Alpen!

Dolomiten: Temperaturabsenkung

Für die Dolomiten bleibt substanzieller Neuschnee vorerst aus. Rund um das Weihnachtswochenende besteht möglicherweise die Möglichkeit für begrenzten Schneefall, aber die Erwartungen bleiben bescheiden. Die bevorstehende Abkühlung bietet jedoch Vorteile: Schneeanlagen können wieder gut funktionieren und Pisten erhalten Erleichterung nach Wochen ungewöhnlich milder Bedingungen.

Weihnachtszeit: Temperaturabsenkung!

Ab Mitte der Woche und vor allem um Heiligabend verschiebt sich die Windrichtung und kühlere Luftmassen erreichen das Alpengebiet. Die Nullgradgrenze sinkt in verschiedenen Gebieten auf 1200 Meter, lokal noch tiefer. Dies resultiert in häufigeren winterlichen Temperaturen, aber auch zunehmender Bewölkung und Nebelbildung in tiefer gelegenen Zonen. Österreichische, Schweizer Regionen und die Dolomiten können leichten Schneefall erhalten. Es bleibt vorerst bei wenigen Zentimetern. Westitalien wird weiterhin viel Schneefall erhalten.

Diesen Mittwoch steht für eine Reihe von Skigebieten in Österreich eine erste Schneedecke auf dem Programm. So sehen wir unter anderem in Gerlos, Westendorf, Ski Juwel, Kitzsteinhorn, Obertauern, Saalbach Hinterglemm, Flachau, Sölden, auf dem Stubaier Gletscher, in Bad Gastein und Nassfeld eine Schicht von etwa 4-5 cm auf den Wetterkarten! Auch in Italien fällt endlich wieder eine Schicht, unter anderem in Val Gardena, Livigno und Alta Badia.

Und danach?

Nach der Weihnachtszeit bleiben die Temperaturen unter dem Niveau der Vorwochen. Die nächtlichen Bedingungen werden überall winterlich, optimal für die technische Schneeproduktion. Für großflächigen Schneefall in nördlichen Zonen ist Geduld erforderlich, aber der Wintercharakter erholt sich. Wer diese Woche optimale Neuschneeverhältnisse sucht, findet diese in südlichen Alpenregionen. Für die übrigen Gebiete gilt: Kälter wird Realität, erheblicher Schneefall bleibt geografisch selektiv.

Teile diesen Artikel:

Wonach suchen Sie?

Wonach suchen Sie?