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Granate aus dem Zweiten Weltkrieg unter Sessellift gefunden

Wanderer haben im französischen Skigebiet Valloire eine Granate aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Das Explosivmittel befand sich unter dem Sessellift Brive 2 in fast 2000 Metern Höhe. Um den Fundort herum wurde sofort eine Sicherheitszone eingerichtet und zwei nahegelegene Lifte wurden vorübergehend stillgelegt.

In Kürze

  • Wanderer entdeckten am 17. Juli eine alte Granate in Valloire.
  • Das Explosivmittel lag unter dem Sessellift Brive 2.
  • Der Fundort befindet sich auf fast 2000 Metern Höhe.
  • Die Sessellifte Brive 2 und Lac de Vieille wurden vorübergehend außer Betrieb genommen.
  • Ein spezialisiertes Team soll die Granate entschärfen.
  • Möglicherweise kam das Explosivmittel durch heftigen Regen und Erosion an die Oberfläche.

Granate unter Sessellift Brive 2 gefunden

Der auffällige Fund wurde am Freitag, den 17. Juli, im Berggebiet Crey du Quart gemacht. Wanderer sahen unter dem Sessellift Brive 2 einen verdächtigen Gegenstand liegen und verständigten umgehend die Rettungskräfte. Es stellte sich heraus, dass es sich um eine Granate aus dem Zweiten Weltkrieg handelte. Das Explosivmittel lag auf fast 2000 Metern Höhe in einem Gebiet, in dem im Sommer Wanderer und andere Bergsportler unterwegs sind. Wie lange die Granate genau an diesem Ort unter der Erde gelegen hat, ist nicht bekannt.

Zwei Sessellifte vorübergehend stillgelegt

Nach der Meldung wurde eine Sicherheitszone um den Fundort eingerichtet. Besucher durften das Gebiet nicht mehr betreten, damit sich niemand dem Explosivmittel nähern konnte. Auch der Sessellift Brive 2 wurde vorübergehend stillgelegt. Vorsichtshalber wurde zudem der nahegelegene Sessellift Lac de Vieille geschlossen. Damit konnte das Gebiet rund um den Fundort vollständig abgeriegelt werden. Die Maßnahmen bleiben so lange in Kraft, bis feststeht, dass die Umgebung wieder sicher genutzt werden kann. Auch heute sind die Liften noch nicht in Betrieb, auf der offiziellen Website steht bei den Liften: „warten auf die Eröffnung“

Kampfmittelbeseitiger müssen Gebiet absichern

Ein spezialisiertes Team soll die Granate untersuchen und unschädlich machen. Erst danach können die Sicherheitszone und die vorübergehenden Einschränkungen rund um die Lifte aufgehoben werden. Bei alter Munition ist von außen nicht immer zu erkennen, in welchem Zustand sich der Zündmechanismus befindet. Auch Sprengkörper, die jahrzehntelang im Boden lagen, können noch gefährlich sein. Die Wanderer handelten daher richtig, indem sie Abstand hielten und sofort die Behörden alarmierten.

Möglicherweise durch starken Regen freigespült

Laut Corine Falcoz von der Gemeinde Valloire ist es möglich, dass die Granate durch das jüngste Unwetter an die Oberfläche gelangt ist. In den Tagen vor dem Fund zogen heftige Regenfälle und Gewitter über das Gebiet. Das abfließende Wasser könnte Erde und Steine weggespült haben, wodurch das Explosivmittel sichtbar wurde. Solche Erosionsprozesse können Gegenstände freilegen, die jahrelang oder sogar jahrzehntelang im Boden verborgen lagen.

Wiedereröffnung erst nach vollständiger Überprüfung

Mitarbeiter und Einsatzkräfte bleiben vor Ort, um die Situation zu überwachen. Die Lifte und das umliegende Gelände können erst dann wieder normal genutzt werden, wenn die Granate sicher entfernt und die Umgebung vollständig kontrolliert wurde. Wann genau die Sessellifte wieder öffnen können, ist noch nicht bekannt. Die Sicherheit von Besuchern und Mitarbeitern stehe laut den beteiligten Parteien an erster Stelle. Für Wanderer gilt, dass sie niemals selbst alte Munition oder verdächtige Metallgegenstände berühren sollten. Abstand halten, sich den Standort merken und die Rettungskräfte verständigen ist in einer solchen Situation der sicherste Weg.

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