Italienisches Skiteam trainiert trotz Vulkanausbruch einfach weiter

Ein Training des italienischen Skiteams in Chile hat außergewöhnliche Bilder geliefert. Während die Skifahrer ihr Speed-Training absolvieren, ist im Hintergrund eine gewaltige Rauchsäule über dem Vulkan Nevados de Chillán zu sehen. Der Vulkan stieß Asche und vulkanisches Material bis zu 900 Meter über dem Emissionspunkt in die Luft. Dennoch konnte das Trainingsprogramm außerhalb der festgelegten Sicherheitszone fortgesetzt werden.

Kurz zusammengefasst

  • Am Sonntag, den 27. September, kam es am Nevados de Chillán zu einem Vulkanausbruch.
  • Die Eruption erreichte eine Höhe von 900 Metern über dem Emissionspunkt.
  • Zehn italienische Speed-Skifahrer hielten sich zu diesem Zeitpunkt im Skigebiet auf.
  • Rund um den aktiven Teil des Vulkans gilt eine Sicherheitszone von zwei Kilometern.
  • Die Warnstufe blieb auf Gelb.

Vulkanausbruch während des Skitrainings

Die Bilder wirken fast wie aus einem Film. Im Vordergrund trainieren die italienischen Skifahrer auf der verschneiten Piste, während hinter ihnen eine dunkle Wolke aus dem Nevados de Chillán aufsteigt.

Die Aktivität wurde am frühen Morgen des Sonntags, 27. September, vom chilenischen Observatorium OVDAS und dem geologischen Dienst Sernageomin registriert. Die Explosion war mit dem Ausstoß von Asche und anderem vulkanischen Material verbunden.

Die entstandene Säule erreichte laut den chilenischen Behörden eine Höhe von etwa 900 Metern über dem Emissionspunkt. Zudem war um den Krater ein Glühen sichtbar und es wurde Material ausgeworfen, hauptsächlich in nordwestliche Richtung. Die Wolke zog anschließend in Richtung Süden und Südosten.

Zehn italienische Skifahrer vor Ort

Das italienische Speed-Team hielt sich zum Zeitpunkt der vulkanischen Aktivität in Nevados de Chillán auf. Die Mannschaft nutzte den Schnee in Chile zur Vorbereitung auf die Weltcup-Saison 2026/2027.

Unter anderem gehörten Mattia Casse, Florian Schieder, Christof Innerhofer, Guglielmo Bosca, Benjamin Alliod, Pietro Zazzi, Marco Abbruzzese, Gregorio Bernardi, Nicolò Molteni und Max Perathoner zur Trainingsgruppe.

Die Italiener kamen am 20. September in Nevados de Chillán an und sollten dort bis zum 2. Oktober bleiben. Der Vulkanausbruch fand also mitten in ihrer Trainingsphase statt.

Sicherheitszone um den Krater

Obwohl die Bilder spektakulär und vielleicht sogar unwirklich erscheinen, befanden sich die Skifahrer nicht direkt neben dem Krater. Die chilenischen Behörden hatten die Sicherheitszone um den aktiven Emissionspunkt kurz zuvor von einem auf zwei Kilometer erweitert.

Für den Nevados de Chillán gilt eine technische Warnung der Stufe Gelb. Dies bedeutet, dass die Aktivität höher als normal ist und neue Explosionen möglich sind. Das Gebiet wird daher ständig durch Messstationen überwacht.

Die Behörden sahen nach der Explosion keinen Anlass, die Warnstufe weiter zu erhöhen. Sernageomin warnte jedoch, dass neue Ereignisse mit vergleichbarer oder sogar größerer Stärke nicht ausgeschlossen werden könnten.

Nicht der erste Ausbruch im September

Die Aktivität vom 27. September kam nicht völlig unerwartet. Bereits am 18. September gab es einen früheren eruptiven Impuls. Dabei stieg eine Säule mit Asche und vulkanischem Material etwa 380 Meter über den Krater auf.

Diese Phase dauerte etwa 45 bis 50 Minuten an und verursachte laut den Behörden keine Schäden oder Gefahr für Personen in der Umgebung. In den darauffolgenden Tagen nahm die vulkanische Aktivität weiter zu, woraufhin die Sicherheitszone erweitert wurde.

Skifahren neben einem aktiven Vulkan

Nevados de Chillán liegt in den chilenischen Anden und ist sowohl der Name des Vulkankomplexes als auch des nahegelegenen Skigebiets. Der Ort wird häufig von Rennskifahrern aus Europa genutzt, die während des europäischen Sommers und Herbstes in Südamerika trainieren.

Dass der Berg vulkanisch aktiv ist, macht die Bilder besonders beeindruckend. Während das italienische Team die letzten Trainingskilometer des Camps absolvierte, zeigte der Nevados de Chillán im Hintergrund deutlich, dass dies kein alltäglicher Trainingsort ist.

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