Zillertal greift tief in die Tasche: 66,3 Mio. € für Lifte und Schneesicherheit

Die Bergbahnen im Zillertal und einige angrenzende Skigebiete investieren mit Blick auf den Winter 2026/2027 gemeinsam über 66 Millionen Euro. Das Geld fließt unter anderem in neue Skilifte, den Ausbau von Beschneiungsanlagen und die Verbesserung der Pisten. Die größte Investition findet am Hintertuxer Gletscher statt, wo eine neue 10er-Gondelbahn gebaut wird. Zudem arbeiten mehrere Skigebiete bereits an Liftprojekten, die 2027 fertiggestellt sein sollen.

Kurz zusammengefasst

  • Die gemeinsamen Investitionen belaufen sich auf über 66 Millionen Euro.
  • Am Hintertuxer Gletscher wird eine neue 10er-Gondelbahn gebaut.
  • Viel Geld fließt in Beschneiungsanlagen, Pisten und zukünftige Liftprojekte.

Größte Investition am Hintertuxer Gletscher

Der größte Betrag entfällt auf den Hintertuxer Gletscher und die Teilgebiete Finkenberg und Rastkogel. Hier werden insgesamt 21,8 Millionen Euro investiert.

Das wichtigste Projekt ist die neue Fernerhausbahn. Diese 10er-Gondel ersetzt die über vierzig Jahre alte 4er-Gondel zwischen Sommerberg und dem Tuxer Fernerhaus. Der neue Lift soll mehr Kapazität und Komfort auf der Route Richtung Gletscherskigebiet bieten.

Zudem werden die Beschneiungsanlagen ausgebaut, die Babytour in Finkenberg erhält besondere Aufmerksamkeit und neue Pistebullys werden angeschafft.

Neue Lifte in Hochzillertal und Spieljoch

Hochzillertal investiert 12,2 Millionen Euro. Eines der Projekte ist der Ersatz des Schlepplifts Kashütte 2. Auch Vorbereitungsarbeiten für den neuen Hochalmlift werden durchgeführt, der planmäßig 2027 fertiggestellt wird.

Außerdem wird die bekannte Kristallhütte neu gebaut. Die Berghütte gehört zu den bekanntesten Gastronomiebetrieben im Skigebiet und erhält ein komplett neues Domizil.

Auch bei der Spieljochbahn blickt man bereits auf 2027. Hier finden die Vorbereitungen für die neue Onkeljoch-Sesselbahn statt. Die Gesamtinvestition am Spieljoch beträgt 3,3 Millionen Euro.

Über 9 Millionen Euro für Mayrhofen

Die Mayrhofner Bergbahnen nehmen über 9,1 Millionen Euro in die Hand. Ein Großteil dieses Betrags fließt in die Beschneiungsanlagen sowie in Arbeiten an Pisten und Bergwegen.

Am Penken ist zudem der sogenannte SkyWave geplant. Diese Felsbrücke soll eine neue touristische Attraktion werden. Außerdem werden Fahrzeuge angeschafft und die Zentrale der Bergbahnen wird erweitert.

Investitionen in Hochfügen und Gerlosplatte

In Hochfügen werden 3,25 Millionen Euro investiert. Neben neuen Fahrzeugen ist hier eine Sommertubingbahn in Planung. Damit will das Skigebiet das Angebot außerhalb der Wintersaison weiter ausbauen.

Gerlosplatte/Hochkrimml investiert rund 2,5 Millionen Euro. Der Plattenkogel X-Press II wird modernisiert und auch die Stromversorgung sowie die technischen Anlagen werden angegangen. Zudem gibt es neue Schneekanonen und Pistenfahrzeuge, und das Snow-Sat-System wird erweitert. Dieses System hilft bei der Messung der Schneehöhe und der effizienteren Pistenpräparierung.

Mehr Schneekanonen und neue Pistenfahrzeuge

Auch bei verschiedenen anderen Bergliftunternehmen sind Verbesserungen geplant. Die Zeller Bergbahnen investieren 3,1 Millionen Euro unter anderem in die Beschneiungsanlage, die Fichtenwelt und neue Fahrzeuge.

Das Gerlos Skiliftzentrum stellt 1,9 Millionen Euro bereit. Bei den Eggalmbahnen werden 645.000 Euro investiert, unter anderem in den Speicherteich Hoarberg und die dazugehörigen Leitungen.

Die Königsleiten Bahnen geben 455.000 Euro für zusätzliche Schneekanonen, neue Anschlagpunkte und Verbesserungen an Wander- und Jodelwegen aus.

Nicht nur Investitionen in den Winter

Obwohl ein Großteil des Geldes in Skilifte, Pisten und Schneesicherheit fließt, investieren die Bergbahnen auch immer mehr in den Sommer. Die Tubingbahn in Hochfügen, der SkyWave am Penken und die Weiterentwicklung der Fichtenwelt sind Beispiele dafür.

Damit wollen die Bergbahnen weniger abhängig von der Wintersaison werden. Gleichzeitig bleibt der Skiurlaub klar die oberste Priorität: Neue Lifte, effizientere Schneeproduktion und bessere Pisten bilden zusammen den wichtigsten Teil des Investitionsprogramms.

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