© San Martino - Passo Rolle

Italienisches Skigebiet investiert 16 Millionen Euro in komplett erneuertes Teilgebiet

Das italienische Skigebiet San Martino di Castrozza – Passo Rolle beginnt eines der größten Modernisierungsprojekte seiner Geschichte. Auf der Alpe Tognola werden zwei alte 3er-Sesselbahnen durch eine schnelle 6er-Sesselbahn ersetzt. Auch mehrere Pisten, der Snowpark und die Beschneiungsanlagen werden erneuert. Für das gesamte Projekt sind über 16 Millionen Euro budgetiert.

Kurz zusammengefasst

  • Zwei fix geklemmte 3er-Sesselbahnen machen Platz für eine kuppelbare 6er-Sesselbahn.
  • Die neue Bahn befördert maximal 2.650 Personen pro Stunde.
  • Die Fahrt dauert bald nur noch 4 Minuten und 27 Sekunden.
  • Die Pisten Scandola und Conca werden erneuert und erweitert.
  • Der Snowpark und der Boardercross erhalten eine komplette Metamorphose.
  • Es kommen 30 neue Schneekanonen und eine neue Wasserleitung.

Zwei Sesselbahnen werden durch eine moderne Bahn ersetzt

Die größte Veränderung findet im sonnigen Teilgebiet Scandola-Conca der Alpe Tognola statt. Dieses Gebiet wird derzeit durch die fix geklemmten 3er-Sesselbahnen Conca und Scandola erschlossen. Beide Anlagen verschwinden und werden durch eine kuppelbare 6er-Sesselbahn ersetzt.

Die neue Bahn wird eine Länge von 1.324 Metern haben und 308 Höhenmeter überbrücken. Mit einer Geschwindigkeit von 5 Metern pro Sekunde dauert die Fahrt nach oben nur noch 4 Minuten und 27 Sekunden. Die maximale Kapazität beträgt 2.650 Personen pro Stunde. Durch die Zusammenlegung von zwei Liften zu einer Anlage sinkt die Anzahl der Liftstützen deutlich: von 33 auf nur noch zehn. Laut dem Betreiber sorgt das nicht nur für eine übersichtlichere Verbindung, sondern auch für weniger Bebauung innerhalb des Naturparks Paneveggio Pale di San Martino.

Diese zwei Lifte verschwinden!

Pisten Scandola und Conca werden in Angriff genommen

Die Investition beschränkt sich nicht nur auf die neue Sesselbahn. Auch die umliegenden Pisten werden neu gestaltet. Die Scandola-Piste erhält eine vollständige Runderneuerung und eine verbesserte Beschneiungsanlage. Die Conca-Piste wird ebenfalls erneuert und um mehr als 700 Meter verlängert. Dadurch entsteht eine direkte Verbindung zur Scandola-Piste. Diese neue Route soll gleichzeitig den Druck auf den Rododendro-Kamm verringern. Dieser Teil des Skigebiets muss an arbeitsreichen Tagen relativ viel Verkehr bewältigen, da dort verschiedene Routen zusammenlaufen.

Neue Piste und Dolomia Funslope

Zwischen dem Ende der Cima Tognola-Piste und der Scandola-Piste wird zudem eine neue Abfahrt angelegt. Diese etwa 500 Meter lange Verbindung erhält den Namen Larici.

Auch der bestehende Boardercross wird erweitert. Der Parcours wird als Dolomia Funslope weitergeführt und erhält künftig eine eigene Beschneiungsanlage. Zusätzlich kommt eine neue Variante hinzu, mit der Wintersportler direkt in Richtung Snowpark fahren können. Durch die zusätzlichen Verbindungen möchte das Skigebiet die Routen auf der Alpe Tognola besser im Gelände verteilen und das Angebot abwechslungsreicher gestalten.

Snowpark bekommt neuen Standort

Der San Martino Snowpark wird verlegt und komplett neu aufgebaut. Das neue Freestyle-Gelände soll für verschiedene Niveaus geeignet sein und erhält eine separate Anlage für Kunstschnee. Der Snowpark war bisher nicht überall gleich einfach mit Schnee zu versorgen. Mit dem neuen Standort und der technischen Infrastruktur möchte San Martino di Castrozza die Schneesicherheit während der Wintersaison erhöhen.

Dreißig neue Schneekanonen

Ein wichtiger Teil der Investition fließt in den Ausbau des Beschneiungssystems im gesamten Teilgebiet. Es wird eine neue Wasserleitung zwischen Fratazza und dem Speicherteich angelegt. Auch die Pumpstationen werden erweitert.

Zusätzlich werden 30 neue Schneekanonen aufgestellt. Damit sollen die Pisten, die Funslope und der Snowpark schneller und gezielter beschneit werden können, wenn die Temperaturen es zulassen. Laut Betreiber soll die erneuerte Anlage nicht einfach nur mehr Schnee produzieren, sondern vor allem effizienter mit Wasser und Energie umgehen. Der Ausbau soll die Zuverlässigkeit des Pistenangebots während milderer oder schneearmer Perioden erhöhen.

Neue Skibar an der Talstation

An der Talstation der neuen Sesselbahn wird auch die Skibar Scandola erneuert. Die Gastronomie wird in die Liftstation integriert und erhält eine große Südterrasse. Damit bekommt das erneuerte Teilgebiet neben neuen Liften und Pisten auch einen neuen zentralen Treffpunkt.

Verbindung mit Passo Rolle folgt 2027

Das Projekt auf der Alpe Tognola steht nicht für sich allein. San Martino di Castrozza – Passo Rolle arbeitet auch an der lang ersehnten Liftverbindung zwischen beiden Skigebieten. Die Arbeiten dafür sind seit dem Herbst 2025 in vollem Gange. Die komplette Verbindung soll laut aktueller Planung im Dezember 2027 fertig sein.

In den vergangenen Jahren wurden bereits mehrere Lifte erneuert. Der Colbricon Express, die 6er-Sesselbahn Cigolera und die 10er-Gondelbahn Valcigolera machten wichtige Verbindungen innerhalb des Skigebiets schneller. Die Cigolera und Cima Tognola verkürzten die Route zwischen Tognola und Ces.

Größter Teil soll 2026 fertig sein

Der Großteil der Arbeiten auf der Alpe Tognola wird 2026 ausgeführt. Einige kleinere Abschnitte können eventuell erst 2027 abgeschlossen werden. Beim Bau werden laut Betreiber die vorhandenen Feuchtgebiete und Moore geschont. Wenn alles nach Plan läuft, erhält das Teilgebiet Scandola-Conca damit eine völlig neue Bahn, verbesserte Pisten, ein größeres Beschneiungssystem und ein erneuertes Freestyle-Angebot.

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