Ein Skipass für sechs Tage kostet im kommenden Winter durchschnittlich 3,4 Prozent mehr als in der letzten Saison. Das ist der geringste Anstieg seit Jahren. Auffällig: Die Schweizer Gebiete frieren ihre Preise fast alle ein, während die deutschen Gebiete sie am stärksten erhöhen. Das geht aus der jährlichen Skipasspreis-Untersuchung hervor, die unter 36 beliebten Skigebieten in Österreich, Deutschland, Italien, Frankreich und der Schweiz durchgeführt wurde. Verglichen wurde stets das Gleiche: ein Skipass für sechs aufeinanderfolgende Skitage, ein Erwachsener, in der Hauptsaison, zum regulären Preis an der Kasse.
Kurz zusammengefasst
- Ein Sechstagesskipass wird im kommenden Winter durchschnittlich 3,4 % teurer.
- Der durchschnittliche Kassenpreis steigt von 375 € auf 388 € pro Erwachsenem.
- Die Schweiz hält die Preise nahezu stabil, während Deutschland mit durchschnittlich 5,0 % am stärksten erhöht.
So viel kostet ein Skipass durchschnittlich in der Wintersaison 2026/2027
Im Durchschnitt zahlst du im kommenden Winter 388 € für sechs Tage, gegenüber 375 € in der letzten Saison. Das sind 12,45 € mehr pro Person. Der Anstieg von 3,4 Prozent liegt deutlich unter dem der vergangenen Saisons, als die Tarife um 4 bis 5 Prozent nach oben gingen.
Schweiz friert Preise ein
Die fünf untersuchten Schweizer Gebiete kommen zusammen auf eine Steigerung von 0,5 Prozent. Drei davon – die Jungfrau Ski Region, Arosa Lenzerheide und Les 4 Vallées – verlangen exakt das Gleiche wie im Vorjahr. Davos Klosters erhöht um ein Prozent, Saas-Fee um anderthalb.
Das ist eine bemerkenswerte Wende für ein Land, das jahrelang als der teure Außenseiter galt. Absolut gesehen bleibt die Schweiz jedoch am teuersten: durchschnittlich 432 € für sechs Tage, gegenüber 313 € in Deutschland.
Arosa Lenzerheide erläutert diese Entscheidung auf Nachfrage: Das Gebiet erhöht nicht jedes Jahr und berücksichtigt dabei mehr als nur die Kosten, zum Beispiel Effizienzsteigerungen in der eigenen Betriebsführung. Das Skigebiet warnt selbst davor, dass ein ausgelassenes Jahr bedeuten kann, dass die Erhöhung in der darauffolgenden Saison größer ausfällt.
Deutsche Gebiete erhöhen am stärksten
Am anderen Ende des Spektrums stehen die deutschen Skigebiete mit durchschnittlich 5,0 Prozent. Die Hörnerdörfer im Allgäu erhöhen von allen 36 untersuchten Gebieten am meisten: von 230,00 € auf 246,50 €, ein Plus von 7,2 Prozent. Auch Oberstdorf-Kleinwalsertal liegt mit 6,1 Prozent deutlich über dem Durchschnitt.
Dass Deutschland gleichzeitig am stärksten steigt und am günstigsten bleibt, ist kein Widerspruch. Die deutschen Gebiete in der Untersuchung sind klein und starten von einer niedrigen Basis aus. Winterberg geht um 10 € nach oben, was bereits 4,7 Prozent entspricht, während Sölden 27,50 € für 6,1 Prozent aufschlägt.
Teuerstes und günstigstes Skigebiet
Das teuerste Skigebiet ist Sölden mit 478,50 € für sechs Tage in der Hauptsaison, gefolgt von Ski Arlberg und Tignes-Val d’Isère (beide 468,00 €).
Am günstigsten ist das Skiliftkarussell Winterberg mit 224,00 €, weniger als die Hälfte des Preises von Sölden. Danach folgen die Hörnerdörfer (246,50 €) und das französische Les Sybelles (307,20 €).
Pro Land
| Land | Durchschnittliche Steigerung | Durchschnittlicher Preis |
|---|---|---|
| Schweiz | +0,5% | 432 € |
| Frankreich | +2,6% | 374 € |
| Italien | +3,2% | 372 € |
| Österreich | +4,4% | 426 € |
| Deutschland | +5,0% | 313 € |
Kassenpreis sagt immer weniger aus
Eine Erkenntnis, die außerhalb der Durchschnittswerte liegt: Bei einer wachsenden Gruppe von Skigebieten ist der veröffentlichte Kassenpreis nicht mehr der Preis, den die Menschen tatsächlich zahlen.
Arosa Lenzerheide hält seinen Tarif bei 401 CHF, bot denselben Sechstagesskipass im eigenen Webshop Mitte September jedoch bereits ab 281 CHF an – über dreißig Prozent günstiger, ohne dass irgendwo ein Rabattprozentsatz steht. Auch Sölden, Schladming-Dachstein und Bormio lassen den Preis mit dem Zeitpunkt des Kaufs variieren. Sölden schreibt auf der eigenen Preisliste wörtlich, dass man ab vier Tagen vor dem Skitag den „Höchsttarif“ zahlt.
Demgegenüber stehen Gebiete, in denen die Preisliste noch einfach die Preisliste ist. Bei der Jungfrau Ski Region bringt der Online-Kauf keinen Cent Rabatt, sondern nur weniger Wartezeit am Schalter.
Methodik
Online-Preise, Frühbucherrabatte, Gästekartentarife, Familien- und Gruppenpreise zählen nicht als Kassenpreis. Schweizer Preise wurden für den Durchschnitt zum Kurs vom 16. September 2026 umgerechnet (1 CHF = 1,06 €). Alle Beträge wurden auf der offiziellen Website, im Ticketshop oder auf der Preisliste des jeweiligen Skigebiets überprüft.
Die vollständige Übersicht mit allen 36 Skigebieten findest du auf Snowplaza






