Zermatt erhält Schweizer Premiere mit neuem Sessellift Patrullarve

In Zermatt wird erneut kräftig in die Zukunft des Matterhorn Ski Paradise investiert. Der bestehende Patrullarve-Sessellift aus dem Jahr 1989 macht Platz für einen modernen 6er-Sessellift von LEITNER. Besonders auffällig ist die Technik hinter dem neuen Lift: Es wird die erste ROPERA-Anlage von LEITNER in der Schweiz sein.

Im Überblick:

  • Zermatt ersetzt den Patrullarve-Sessellift aus dem Jahr 1989.
  • Der alte Lift beförderte in 37 Jahren rund 24 Millionen Gäste.
  • Der neue Lift wird ein moderner 6er-Sessellift.
  • Es ist die erste ROPERA-Anlage von LEITNER in der Schweiz.
  • Die Kapazität liegt bei 2.000 Personen pro Stunde.
  • Der Lift erhält DirectDrive, LeitPilot und ein neues Stationsdesign von Pininfarina.
  • Die Eröffnung ist für die Wintersaison 2026/2027 geplant.

Neuer Patrullarve-Skilift nach 37 Jahren in Zermatt

Mit dem Ersatz des Patrullarve-Lifts verschwindet eine bekannte Anlage aus dem Skigebiet von Zermatt. Der aktuelle 4er-Sessellift wurde 1989 gebaut und beförderte in den letzten 37 Jahren rund 24 Millionen Wintersportler. Die Geschichte dieses Ortes reicht sogar noch weiter zurück. Bereits 1965 wurde im Gebiet Sunnegga-Blauherd der Skilift National eröffnet, einer der ersten Lifte in diesem Teil des Skigebiets. Durch die steigenden Besucherzahlen folgte später der Sessellift Patrullarve. Der Name bleibt erhalten, aber die Technik wird komplett erneuert.

Neue Lage zwischen Patrullarve und Blauherd

Der neue 6er-Sessellift wird an einer zentralen Stelle zwischen Patrullarve und Blauherd liegen. Während der Fahrt genießen Wintersportler den Blick auf das Matterhorn, was den Lift nicht nur funktional, sondern auch landschaftlich attraktiv macht. Die neue Anlage erhält eine Kapazität von 2.000 Personen pro Stunde und eine Geschwindigkeit von 6 Metern pro Sekunde. Damit soll der Lift für eine reibungslosere Verbindung und mehr Komfort in diesem Teil des Matterhorn Ski Paradise sorgen.

Erster ROPERA-Lift der Schweiz

Die größte Premiere liegt in der Technik. Die neue Patrullarve wird die erste ROPERA-Anlage von LEITNER in der Schweiz sein. ROPERA ist die neue Liftplattform des Herstellers, bei der unter anderem die Stationen, der Antrieb, die Steuerung, die Fahrzeuge und der Wartungszugang neu gestaltet wurden. Das System wurde entwickelt, um Lifte effizienter, leiser, wartungsfreundlicher und nachhaltiger zu machen. Zudem soll es die Sicherheit für die Mitarbeiter verbessern und die Lebenszykluskosten eines Lifts senken.

DirectDrive und leiserer Betrieb

Die neue Patrullarve erhält den LEITNER DirectDrive. Dies ist ein Antriebssystem ohne klassisches Getriebe, bei dem der Motor direkt mit der Seilscheibe verbunden ist. Dies soll für einen leiseren, energieeffizienteren und wartungsärmeren Betrieb sorgen. Auch das neue Stationsdesign spielt dabei eine Rolle. Gemeinsam mit dem italienischen Designbüro Pininfarina hat LEITNER eine aerodynamische Stationsüberdachung entwickelt, die besser vor Wetter-, Schnee- und Windlasten schützt und gleichzeitig leiser funktionieren soll.

Autonome Bedienung an der Bergstation

Ein weiteres Highlight ist der LeitPilot. Damit kann die Bergstation der neuen Patrullarve autonom betrieben werden. Das System nutzt moderne Überwachungstechnik und soll für einen effizienteren Personaleinsatz sowie höhere Sicherheit sorgen. Für Skigebiete wird diese Art von Technik immer wichtiger – nicht nur wegen des Komforts für die Gäste, sondern auch aufgrund von Personalmangel und dem Bedarf an einer effizienteren Betriebsführung.

Nächster Schritt in der Zusammenarbeit mit LEITNER

Zermatt und LEITNER haben in den letzten Jahren bereits an großen Projekten zusammengearbeitet. So realisierte LEITNER zuvor Teile des Matterhorn Alpine Crossing, der spektakulären Seilbahnverbindung zwischen der Schweiz und Italien. Auch der neue 8er-Sessellift Gifthittli, der im Winter 2025/2026 in Betrieb ging, stammte von LEITNER und war der erste 8er-Sessellift in der Schweiz.

Mit dem neuen Patrullarve-Lift fügt Zermatt dem Skigebiet eine weitere technische Premiere hinzu. Für Wintersportler bedeutet dies ab dem Winter 2026/2027 vor allem eine komfortablere, leisere und modernere Verbindung in einem der bekanntesten Skigebiete der Alpen.

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