Im Tiroler Wintersportort Fiss wird derzeit untersucht, ob ein Bär für den Tod eines Ponys verantwortlich ist. Das Tier wurde Anfang dieser Woche tot auf einer Weide im Gemeindegebiet aufgefunden. Laut den Behörden gibt es Hinweise darauf, dass es sich um einen Bärenangriff handeln könnte – hundertprozentige Gewissheit besteht jedoch noch nicht.
DNA-Untersuchung soll Klarheit bringen
Als das Pony in Fiss entdeckt wurde, wies es Verletzungen auf, die auf einen Angriff durch ein großes Raubtier hindeuteten. Experten nahmen deshalb DNA-Proben. Diese werden jetzt vom Wildtierforschungsinstitut in Innsbruck analysiert. Erst wenn die Ergebnisse vorliegen, kann mit Sicherheit festgestellt werden, ob tatsächlich ein Bär der Täter war.
Geringes Risiko einer Begegnung
Nach Einschätzung der Behörden besteht derzeit in Tirol kein Anlass zur Sorge, dass Bären eine akute Gefahr für die Bevölkerung darstellen. Alle in den vergangenen Jahren in Tirol gesichteten Bären zeigten scheues Verhalten und mieden den Kontakt zum Menschen. Die Wahrscheinlichkeit, in Tirol tatsächlich einem Bären zu begegnen, gilt als äußerst gering. Dennoch ruft das Land Tirol sowohl Einheimische als auch Gäste dazu auf, Sichtungen von großen Raubtieren umgehend über das Meldeformular auf der Website des Landes zu übermitteln. Foto- oder Videomaterial sei für eine fachgerechte Beurteilung durch Expert:innen besonders hilfreich.
Bärenbewegungen in Tirol
Bären sind in Tirol nur vereinzelt anzutreffen, doch in den letzten Jahren mehren sich die Meldungen von Tieren, die aus Italien oder Slowenien über die Grenze kommen. Meist ziehen sie rasch weiter, gelegentlich kommt es jedoch zu Schäden an Nutztieren. Im Mai wurde in Osttirol ein Schaf von einem Bären gerissen. Auch im Ötztal wurde in diesem Frühjahr ein Bär gesichtet. Das Ergebnis der DNA-Analyse wird in den kommenden Wochen erwartet.
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