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World Cup auf der Kippe: Konflikt in der internationalen Skiwelt eskaliert

Die internationale Skiwelt steht möglicherweise vor einem der größten Machtkonflikte seit Jahren. Im Vorfeld der Präsidentschaftswahl des internationalen Skiverbands FIS am 11. Juni in Belgrad wächst der Widerstand gegen den amtierenden Präsidenten Johan Eliasch. Laut verschiedenen Medienberichten erwägen große Skinationen sogar, ikonische World-Cup-Rennen außerhalb der FIS zu organisieren, sollte Eliasch wiedergewählt werden.

Im Überblick:

  • Am 11. Juni wählt die FIS einen neuen Präsidenten.
  • Der derzeitige Präsident Johan Eliasch strebt eine zweite Amtszeit an.
  • Große Skinationen fordern offenbar seinen Rückzug.
  • Es gibt Sorgen um die finanzielle Lage der FIS.
  • Bei einer Wiederwahl droht ein Bruch innerhalb der internationalen Skiwelt.

Unruhe rund um die FIS-Wahl

Die Spannung vor dem FIS-Kongress in Belgrad steigt. Dort stimmen achtzig Nationalverbände über die Zukunft des internationalen Skiverbands ab. Der amtierende Präsident Johan Eliasch bekommt Konkurrenz von der Britin Victoria Gosling und dem Liechtensteiner Alexander Ospelt.

Laut Schweizer Medien wächst vor allem unter den großen Wintersportnationen der Unmut über die Politik von Eliasch. Die Schweiz, Österreich, Deutschland, Italien, Frankreich, Norwegen, Schweden, Kanada und die USA sollen sich hinter Ospelt stellen.

Sorgen über die finanzielle Situation

Ein wichtiger Diskussionspunkt ist die finanzielle Gesundheit der FIS. Swiss-Ski äußerte diese Woche offen Sorgen über die Situation innerhalb des Verbands. Dabei wurde auf Aussagen des scheidenden FIS-CEOs Urs Lehmann verwiesen, der laut Schweizer Medien davor warnte, dass die Organisation innerhalb weniger Jahre in finanzielle Schwierigkeiten geraten könnte, wenn der aktuelle Kurs fortgesetzt wird.

Zudem gibt es Kritik am Führungsstil von Eliasch. Gegner werfen ihm mangelnde Transparenz und fehlende Abstimmung mit den Nationalverbänden vor.

Drohung eines eigenen World-Cup-Circuits

Das auffälligste Szenario, das derzeit in der Skiwelt kursiert, ist eine mögliche Abspaltung der großen Skinationen. Sollte Eliasch wiedergewählt werden, würden verschiedene Verbände prüfen, ob klassische World-Cup-Rennen außerhalb der FIS organisiert werden können.

Dabei werden Namen wie Wengen, Kitzbühel, Adelboden, Val d’Isère und Bormio genannt. Gerade diese Rennen gehören zu den prestigeträchtigsten Events im World-Cup-Kalender. Ein solcher Schritt würde einen beispiellosen Bruch im internationalen Skisport bedeuten.

Kleine Verbände könnten den Ausschlag geben

Trotz des Widerstands der großen Wintersportländer ist der Ausgang der Wahl noch ungewiss. Innerhalb der FIS haben auch kleinere Skiverbände Stimmrecht, und genau dort hat Eliasch in den letzten Jahren viel Unterstützung aufgebaut.

Insgesamt dürfen achtzig Länder abstimmen. Sobald ein Kandidat mehr als 50 % der Stimmen erhält, ist er gewählt.

Entscheidende Woche für die Skiwelt

Die Abstimmung am 11. Juni könnte daher große Folgen für die Zukunft des World Cups haben. Bei einem Sieg des Herausforderers Alexander Ospelt scheint eine Rückkehr zur Ruhe möglich. Sollte Eliasch jedoch im Amt bleiben, droht ein neues Kapitel im Konflikt zwischen der FIS und einigen der wichtigsten Skinationen der Welt. Die kommenden Tage könnten daher entscheidend für die Zukunft des internationalen Skisports sein.

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