Überraschende Wendung: Französisches Skigebiet doch nicht dauerhaft geschlossen

Wir haben bereits berichtet, dass immer mehr Skigebiete ihre Pforten für immer schließen, und im Juni schien auch Seignus d’Allos auf diese Liste zu kommen. Damals stimmten die Einheimischen dafür, den alpinen Skibetrieb in dem Skigebiet einzustellen. Jetzt gibt es jedoch eine überraschende Wendung: Entgegen allen Erwartungen wird das Skigebiet im nächsten Winter doch geöffnet.

Eine unerwartete Entscheidung

Bei einer Bürgerbefragung am 28. Juni sprach sich eine knappe Mehrheit von 50,1 % dafür aus, den alpinen Skibetrieb in dem finanziell angeschlagenen Skigebiet einzustellen. Trotzdem beschloss das Syndicat Mixte du Seignus d’Allos (SMSA) einstimmig, das Skigebiet für die Saison 2025/2026 weiter zu betreiben. Damit kann das Skigebiet zumindest sein 90-jähriges Bestehen feiern. Das Unternehmen betonte, dass es sich trotz des Abstimmungsergebnisses Zeit nimmt, um über die Zukunft des Gebiets nachzudenken.

Eröffnung vorbehaltlich des Verkaufs von Saisonkarten

Die Öffnung ist jedoch nicht bedingungslos. Das Skigebiet gibt an, dass die Sektoren „Gros Tapy“ und „Autapie“ während der Schulferien und an den Wochenenden geöffnet sein werden, sofern die Schneeverhältnisse es zulassen. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass mindestens 1.200 Saisonkarten im Voraus verkauft werden.

Eine endgültige Entscheidung über die Eröffnung wird am 30. September auf der Grundlage der bis dahin erzielten Verkaufszahlen getroffen. Nach dem Ende des Winters wird gemeinsam ein „Rückzahlungsprojekt“ vorgeschlagen, das vom Département bis 2028 finanziell unterstützt wird. Der kommende Winter wird über die Zukunft von Seignus d’Allos entscheiden.

Die Abstimmung im Juni

Die Entscheidung der SMSA kommt nach den Ergebnissen der Bürgerbefragung im Juni überraschend. Die Abstimmung wurde organisiert, um die Menschen vor Ort über die Zukunft des Skigebiets zu informieren, das seit Jahren mit finanziellen Problemen und den Auswirkungen des Klimawandels zu kämpfen hat. Die Abstimmung zeigte die Spaltung der Gemeinde, denn eine knappe Mehrheit sprach sich für eine alternative Zukunft ohne alpinen Skibetrieb aus. Die Entscheidung, das Gebiet trotzdem offen zu halten, ist ein bewusster Versuch, mehr Zeit zu gewinnen und ein überlegtes, langfristiges Gemeinschaftsprojekt zu entwickeln.

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