In dieser Saison ist Gaschney 360 das dritte Skigebiet in Frankreich, das seine Lifte für immer schließen muss. Das Syndicat Mixte d’Aménagement des Stations de Montagne de la Vallée de Munster hat diese Woche beschlossen, dass die Fortsetzung der Wintersaison nicht mehr rentabel ist. Die milden Winter und kaum 13 Öffnungstage pro Saison machten es unmöglich, Kosten und Nutzen abzuwägen. Nach Le Seignus und Alpe du Grand Serre ist das natürlich wieder sehr bedauerlich für die Fans dieses Skigebiets in den Vogesen.
Klima und Infrastruktur als Brechstangen
Vor allem die Südlage spricht gegen Gaschney 360: Schnee bleibt dort nicht lange liegen und die Investition in Schneekanonen hat sich noch nie gelohnt. Monique Martin, die Vorsitzende des Syndicats, betonte, dass „ohne Kunstschnee an einem Südhang eine tote Investition ist“. Der Betrieb liegt seit 2019 in den Händen von Mickaël Gerloff. Er hat mehr als 100.000 Euro in die Renovierung investiert, aber die Ergebnisse waren sehr enttäuschend. Bereits im letzten Jahr musste er das Skigebiet Le Tanet aufgeben, um sich ganz auf Gaschney 360 zu konzentrieren.
Umwandlung in ein Sommerangebot
Obwohl hier kein Wintersport mehr möglich ist, ist das Gebiet nicht verloren. Wie bei anderen ehemaligen Skigebieten in der Region gibt es Pläne für einen Bikepark und andere Sommeraktivitäten. Diese Sommerinitiativen sollen die rückläufigen Winterumsätze ausgleichen und die lokale Wirtschaft unterstützen. In Zukunft wird der Wettbewerb zwischen diesen neuen Freizeitanbietern hinter den Kulissen einen erbitterten Kampf auslösen.
Was bleibt?
Mit der Schließung von Gaschney 360 und Le Tanet verbleibt nur noch Le Schnepfenried in der Verwaltung des Syndicats, mit etwa 20 Pisten, hauptsächlich für fortgeschrittene Skifahrer, und den Langlaufanlagen von Trois Fours. Für die kleinen Skigebiete in den Vogesen ist das Endsignal dieses Sommers unübersehbar: Der Klimawandel fordert seinen Tribut.






