Im kanadischen Skigebiet Sunshine Village hat sich am vergangenen Wochenende ein tragischer Skiunfall ereignet. Eine Frau in ihren Vierzigern kam ums Leben, nachdem sie in einem Bereich mit sehr tiefem, lockerem Schnee gestürzt war und sich nicht mehr selbst befreien konnte.
Sturz in tiefen Schnee neben der Piste
Der Unfall ereignete sich entlang einer grünen Piste im unteren Bereich des Berges, in einem bewaldeten Gebiet mit außergewöhnlich viel Neuschnee. Die Frau geriet in eine sogenannte Deep Snow Immersion: Sie blieb im weichen Schnee stecken, wodurch vermutlich ihre Atemwege blockiert wurden. Ein anderer Skifahrer beobachtete den Sturz und versuchte sofort zu helfen. Die Ski Patrol war innerhalb weniger Minuten vor Ort und begann umgehend mit Wiederbelebungsmaßnahmen. Trotz mehr als zwei Stunden Rettungseinsatz verstarb die Frau noch an der Unfallstelle.
Keine Schneemulde, dennoch lebensgefährliche Situation
Laut den Rettungsdiensten handelte es sich nicht um einen klassischen Tree Well (Schneemulde rund um einen Baumstamm), sondern um eine Snow Immersion Suffocation (SIS). Diese entsteht, wenn jemand in tiefen Schnee fällt – häufig kopf- oder seitwärts – und durch Bewegungen noch weiter einsinkt. Eine Selbstbefreiung ist in solchen Situationen oft nicht möglich.
Rekordschneemengen erhöhen das Risiko
Sunshine Village verzeichnet in diesem Dezember extreme Schneemengen: Auf dem Berg liegen inzwischen über 4,5 Meter Schnee, dazu kamen in dieser Woche nochmals mehrere zehn Zentimeter frischer Pulverschnee. Genau diese Bedingungen sorgen für perfekte Powdertage, bergen aber auch versteckte Gefahren – selbst auf vergleichsweise einfachen Pisten.
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