Der Stubaier Gletscher arbeitet an einer großen Transformation. Durch den Rückzug des Eises bereitet sich das Gletscherskigebiet in Österreich auf eine Zukunft vor, in der es immer weniger als klassisches Gletscherskigebiet fungiert, sondern vor allem als hochgelegenes und schneesicheres Skigebiet.
Im Überblick:
- Der Stubaier Gletscher wird schrittweise in ein hochgelegenes Skigebiet umgewandelt.
- In diesem Jahr werden Gletscherstützen durch Felsstützen ersetzt.
- Für die Eisjochbahn werden 8,5 Millionen € investiert.
- Mittelfristig ist auch die Erneuerung der Gamsgartenbahn geplant.
Vom Gletscherskigebiet zum hochgelegenen Skigebiet
Laut Direktor Reinhard Klier von der Wintersport Tirol AG in einem Interview mit Mein Bezirk ist der Kurs klar: Der Gletscher verschwindet auf lange Sicht, aber die Höhenlage bleibt ein großer Vorteil. Daher wird das Gebiet Schritt für Schritt an die neue Realität angepasst. Laut Klier liegen bereits jetzt etwa 90 Prozent des Skigebiets im Gletschervorfeld. In den kommenden Jahren geht es also vor allem darum, Lifte, Stationen und Pisten an das Gelände anzupassen, das sich durch das zurückweichende Eis verändert.
Millioneninvestitionen in Lifte und Stationen
Diesen Sommer werden die Gletscherstützen der Fernaubahn durch Felsstützen ersetzt. Das kostet etwa 2,5 Millionen €. Auch bei der Eisjochbahn stehen große Arbeiten an: Die Sessel werden ausgetauscht und die Bergstation muss abgesenkt werden. Allein für dieses Projekt sind weitere 8,5 Millionen € veranschlagt. Darüber hinaus sind langfristig Anpassungen an Schleppliften und der Schaufeljochbahn erforderlich. Auch die Pistenpflege erfordert zusätzliche Maßnahmen, da sich das Gelände in der Höhe ständig verändert.


Gamsgartenbahn wird erneuert
Mittelfristig will man am Stubaier Gletscher auch die Gamsgartenbahn ersetzen. Eine neue 3S-Bahn wird es nicht geben, sagt Klier, da diese finanziell nicht machbar sei. Der Nachfolger wird eine reguläre Gondelbahn. Trotz der hohen Investitionen bleibt das Gebiet wirtschaftlich gesund. Große Gewinne erwartet Klier vorerst nicht, da der Umbau viel Geld kostet. Dennoch sieht er ausreichend Zukunft für den Stubaier Gletscher, gerade dank der schneesicheren Höhe und der anhaltenden Nachfrage nach Skiurlaub im Herbst.
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