Fast 4 Meter Schnee: Extremes Winterwetter in diesem Skigebiet

Die Schneelage in der Sierra Nevada ist schlichtweg spektakulär. Nach Tagen mit extremem Winterwetter liegen auf den höchsten Teilen des Skigebiets inzwischen fast vier Meter Schnee. Während Regen in den tieferen Lagen für Schäden sorgte, verwandelten sich die mittleren und hohen Lagen der spanischen Sierra in ein wahres Winterwunderland. Gleichzeitig sorgen Wind, Eis und Reparaturarbeiten für Unsicherheit bezüglich der Öffnung des Skigebiets.

Im Überblick:

  • Auf den höchsten Lagen liegen jetzt schon circa 380 cm Schnee, möglicherweise mehr
  • In 24 bis 48 Stunden fiel lokal mehr als ein Meter Neuschnee
  • Weiter unten am Berg verursachte Regen Schäden an Pisten und Infrastruktur
  • Durch Windböen bis zu 117 km/h und Eis blieb das Gebiet vollständig geschlossen

Regen unten, Schnee oben

Der starke Niederschlag der vergangenen Tage fiel in den unteren Teilen der Sierra Nevada teilweise als Regen. Das führte zu Schäden unter anderem an einem Teil der Piste El Río, wo Schmelz- und Regenwasser große Schneestücke wegspülten. Auch Lifte wurden durch Eisablagerung und Sturmschäden blockiert. Weiter oben war das Bild komplett anders. Dort fiel der Niederschlag fast vollständig als Schnee. In kurzer Zeit kam mindestens ein Meter Schnee hinzu, wodurch die Schneehöhe auf etwa 380 cm anstieg. Messungen auf den allerhöchsten Punkten folgen noch, wodurch die Grenze von vier Metern wahrscheinlich überschritten wird.

Lifte blockiert, Skigebiet geschlossen

Trotz Plänen für eine schrittweise Öffnung blieb die Sierra Nevada letztendlich vollständig geschlossen. Starker Wind spielte dabei eine große Rolle: An einigen Messpunkten wurden Windböen bis zu 90 km/h registriert, mit Ausreißern bis zu 117 km/h bei Laguna. In Kombination mit Eisbildung und dem Freimachen von Liften und Pisten wurde beschlossen, keine Risiken einzugehen. Skipassbesitzer können ihren Skipass über das Servicezentrum oder online zurückerstatten lassen, abhängig von der Art des Kaufs.

Aktueller Status!

Das Skigebiet ist Montagmorgen in Bereitschaft zur Öffnung, aber alles hängt von Wind, Sicht und dem Freimachen von Liften ab. Die geplante Öffnung ist auf 10:00 Uhr verschoben. Ob das Gebiet tatsächlich öffnet, wird im Laufe des Vormittags entschieden. Die Bedingungen sind noch immer herausfordernd, vor allem weiter oben. Die Kombination aus stürmischem Wind, Eisbildung und eingeschränkten Sichtverhältnissen macht den Betrieb der Lifte komplex.

Aktuelle Schnee- und Pistenbedingungen:

  • Schneehöhe: 140 bis 380 cm
  • Lawinengefahr: Stufe 4 von 5 (hoch)

Wichtige Warnungen:

  • Nicht außerhalb der markierten Pisten Ski fahren (Eis + hohe Lawinengefahr)
  • Skitouren auf der Piste El Río aus Sicherheitsgründen verboten

Wettervorhersage

Laut den aktuellen Vorhersagen ist dies noch nicht das Ende der Schneegeschichte. Neue, schwache bis mäßige Störungen ziehen in den kommenden Tagen über Andalusien und bringen erneut Schnee in die Sierra Nevada. Gegen Ende der Woche kann der Niederschlag sogar wieder intensiver werden. Das bedeutet, dass die Schneehöhen weiter ansteigen und das Skigebiet – sobald sich die Wetterbedingungen stabilisieren – mit ausgezeichneten Bedingungen für den Rest des Februars und wahrscheinlich den ganzen Frühling rechnen kann.

Im Moment:

  • Veleta:
    • −2 °C, mäßige Sicht
    • Windböen bis zu 80 km/h
  • Borreguiles:
    • Um den Gefrierpunkt
    • Windböen bis zu 70 km/h
  • Pradollano (Dorf):
    • 3 °C
    • Wind deutlich weniger stark (bis 20 km/h)

Montag, 9. Februar
Viele Wolken, lokal schlechte Sicht und (im Westen) zeitweise Niederschlag. Die Schneefallgrenze steigt deutlich auf 2200 bis 2600 Meter. Wind ist ein großer Spielverderber, mit sehr schweren Böen über 90 km/h in der Höhe.

Dienstag, 10. Februar
Erneut viel Wind und Bewölkung, vor allem an der Westseite. Die Schneefallgrenze steigt weiter in Richtung 3000 Meter. Kein idealer Tag für die Stabilisierung des Skigebiets.

Mittwoch, 11. Februar
Anhaltend stürmisch mit Regen oder nassem Schnee in der Höhe. Die Sicht bleibt eingeschränkt, der Wind oben erneut sehr stark.

Donnerstag, 12. Februar
Vorsichtig etwas bessere Nachrichten: Die Schneefallgrenze sinkt wieder in Richtung 2000 bis 2400 Meter, aber der Wind auf den Gipfeln bleibt extrem mit Böen über 100 km/h.

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