Im Skigebiet der Sierra Nevada sind die Stahlseile von fünf Skiliften aus den Führungsrollen gesprungen. Die Ursache: extreme Windböen in Kombination mit Glatteisbildung. Drei Lifte werden nun speziellen elektromagnetischen Sicherheitstests unterzogen, bevor sie wieder in Betrieb genommen werden dürfen.
Im Überblick:
- Seile von fünf Liften durch Sturm und Eis aus den Rollen geweht
- Drei Lifte erhalten zusätzliche elektromagnetische Kontrolle
- Seile lagen tagelang unter Schnee und Eis
- Wiedereröffnung erst nach umfassenden Sicherheitschecks
Sturm und Glatteis sorgen für außergewöhnliche Situation
In den vergangenen Wochen wurde die Sierra Nevada von mehreren schweren Stürmen getroffen. Durch Regen, der direkt auf den Liftseilen gefror, entstanden dicke Eisschichten. Dadurch vergrößerte sich die Oberfläche der Seile, wodurch sie noch windanfälliger wurden. Bei Windböen von über 100 km/h wurden die Seile aus den Halterungen gedrückt. In einigen Fällen haben sie sich vollständig von den Liftmasten gelöst und sind auf den Boden gefallen.
Drei Lifte erhalten zusätzlichen Sicherheitstest
Insgesamt sind fünf Lifte betroffen, drei davon werden jedoch gründlich mit elektromagnetischen Tests untersucht, um interne Schäden auszuschließen. Es handelt sich um: Monachil, Virgen de las Nieves und Laguna.
Diese Seile waren tagelang extremer Kälte, Schnee und Eis ausgesetzt. Zuerst werden sie vollständig enteist und gereinigt, danach wieder in die Stützen eingesetzt. Erst nach der Abnahme durch ein spezialisiertes externes Unternehmen dürfen sie wieder in Betrieb gehen. Die anderen beiden Lifte, bei denen Seilprobleme festgestellt wurden: Antonio Zayas (Schlepplift) und Stadium.
Was bedeutet das für Wintersportler?
Die Situation kann Auswirkungen auf die Liftkapazität im Skigebiet haben. Nach den jüngsten extremen Schneefällen – bei denen in höheren Lagen fast vier Meter Schnee gemessen wurden – kämpft die Sierra Nevada nun mit den technischen Folgen des Winterwetters. Die Wiedereröffnung der betroffenen Lifte hängt vollständig vom Ergebnis der Sicherheitsinspektionen ab.
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