Skigebiet bekommt zweite Chance: Millionenunterstützung für Wiedereröffnung Lifte

Das Schweizer Hochstuckli steht möglicherweise vor einem bemerkenswerten Comeback. Die Gemeinde Sattel und der Betreiber des Gebiets wollen den Skibetrieb neues Leben einhauchen, nachdem mehrere Lifte zuvor stillgelegt wurden. Um das zu ermöglichen, liegt ein Vorschlag auf dem Tisch, über 530.000 Schweizer Franken in die Vorbereitungen für einen Neustart ab der Wintersaison 2026/2027 zu investieren.

Im Überblick:

  • Gemeinde Sattel will Skibetrieb auf Hochstuckli wieder ermöglichen.
  • Investition von circa 530.000 Schweizer Franken.
  • Fokus auf Neustart ab Winter 2026/2027.
  • Unterstützung ist befristet: maximal 5 Jahre.
  • Skilifte wurden zuvor wegen Klima und Kosten geschlossen.

Skilifte zuvor wegen Klima und Kosten geschlossen

Der Anlass für diese Pläne liegt in der jüngeren Vergangenheit. Seit dem Winter 2023/2024 wurde das Skiangebot auf Hochstuckli stark reduziert. Die Lifte Bärenfang und Hochstuckli wurden außer Betrieb genommen. Diese Entscheidung wurde damals aus wirtschaftlichen Gründen getroffen, aber auch wegen der sich verändernden Winter und der zunehmenden Unsicherheit durch das Klima. Vor allem tiefer gelegene Skigebiete haben es immer schwerer, rentabel zu bleiben.

Lokale Bevölkerung will Skigebiet erhalten

Das Verschwinden des Skigebiets führte zu vielen Reaktionen. Im Sommer 2023 kamen Dutzende Einwohner zusammen, um für den Erhalt des Wintersportangebots zu plädieren. Vor allem die Bedeutung für Kinder, Familien und die lokale Naherholung spielte dabei eine große Rolle. Dieser Druck aus der Gemeinschaft hat letztendlich zu Gesprächen zwischen der Gemeinde und dem Betreiber geführt.

Gemeinde springt finanziell ein

Aus diesen Gesprächen ging hervor, dass ein Neustart nur mit finanzieller Unterstützung von außen möglich ist. Die Gemeinde Sattel ist daher bereit einzuspringen. Der Plan:

  • Im ersten Jahr maximal 210.000 CHF
  • Danach jährlich bis zu circa 80.000 CHF
  • Gesamtlaufzeit: mindestens 3, maximal 5 Jahre

Der Betreiber bleibt für die täglichen Kosten des Skibetriebs selbst verantwortlich.

Fokus auf Jugend, Erholung und Tourismus

Die Investition verfolgt mehrere Ziele. So soll das Skigebiet wieder für die lokale Jugend und Schulen zugänglich werden. Als Teil des Deals erhalten alle Schulkinder aus Sattel einen kostenlosen Jahrespass. Darüber hinaus spielt das Skigebiet eine wichtige Rolle als Erholungsgebiet und für die Attraktivität der Region. Auch der Tourismus kann von einer Wiedereröffnung profitieren.

Temporäre Lösung in unsicheren Zeiten

Gleichzeitig herrscht Realismus. Die Unterstützung ist bewusst temporär und als Übergangsphase gedacht. Durch den Klimawandel bleiben die Winter in tiefer gelegenen Gebieten unsicher, was eine langfristige Planung erschwert. Die kommenden Jahre werden daher genutzt, um zu testen, ob eine nachhaltige Zukunft für das Gebiet möglich ist, während auch nach alternativen Formen des Tourismus gesucht wird.

Entscheidung liegt bei den Einwohnern

Bevor der Plan endgültig wird, müssen sich die Einwohner von Sattel noch dazu äußern. Sie stimmen über die Investition ab, die als öffentliches Interesse angesehen wird. Am 10. April 2026 findet eine Informationsveranstaltung statt, bei der die Einwohner Fragen zu den Plänen stellen können.

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