Wer am vergangenen Wochenende im Norden Italiens war, konnte miterleben, wie das Wetter komplett umschlug. Während es sich am Samstag noch sonnig und fast frühlingshaft anfühlte, erwachten die Dörfer in der Region Piemont nur einen Tag später in einer Winterlandschaft. In kurzer Zeit fiel extrem viel Schnee, was für beeindruckende Bilder sorgte. Gestern haben wir bereits über den Sneeuwdump berichtet, mittlerweile gibt es Zahlen dazu, wie viel Schnee genau gefallen ist. Vor allem die Mengen im Skiurlaubsdorf Macugnaga sind bizarr und historisch.
Im Überblick:
- In Macugnaga (Piemont) fielen bis zu 145 cm Schnee in 24 Stunden.
- Das Wetter schlug innerhalb eines Tages von frühlingshaft auf tiefwinterlich um.
- Auch an anderen Orten in Norditalien fielen lokal rund 100 cm Schnee.
- Ursache: feuchte Mittelmeerluft, die gegen die Alpen prallt.
- Die Lawinengefahr ist nach diesem Sneeuwdump stark angestiegen.
Bis zu 145 cm Schnee in 24 Stunden
Besonders im Bergdorf Macugnaga (1327 Meter) am Fuße des Monte Rosa ging es richtig los. In nur einem Tag fielen hier bis zu 145 cm Neuschnee. Straßen, Dächer und Autos verschwanden unter einer dicken Schneeschicht, und die Bewohner mussten sich buchstäblich den Weg freischaufeln. In größeren Höhen waren die Mengen noch extremer. Oberhalb von etwa 2500 Metern fielen laut italienischen Medien mehr als 230 cm Schnee, wodurch sich die Landschaft in eine tiefwinterliche Kulisse verwandelte, die man eher im Januar als Mitte März erwarten würde.
Si fatica a Macugnaga nella mattinata di domenica 15 marzo per liberare le auto in sosta rimaste sepolte sotto la neve. Le abbondanti precipitazioni delle ultime ore hanno portato al suolo un accumulo di oltre un metro e mezzo nella località montana in provincia del… pic.twitter.com/4P73KA8ulu
— Local Team (@localteamit) 15. März 2026
Auch andernorts enorme Schneemengen
Nicht nur Macugnaga war von extremen Schneefällen betroffen. Auch im Aostatal, unter anderem rund um Champoluc, fielen lokal etwa 100 cm Schnee. Bilder zeigen Autos, die fast vollständig unter dem Schnee verschwunden sind. Weiter östlich schneite es ebenfalls kräftig, unter anderem in Teilen Südtirols. Damit war ein Großteil des westlichen und südlichen Alpenbogens von einem bemerkenswert starken Sneeuwdump betroffen.
Lies auch: Enormer Sneeuwdump in den Alpen: lokal mehr als 1 Meter Schnee
Ursache: Feuchte Luft prallt auf die Alpen
Der extreme Schneefall wurde durch einen klassischen Stau-Effekt verursacht. Feuchte Luft vom Mittelmeer wurde gegen die Alpen gedrückt und zum Aufsteigen gezwungen. Dadurch entstanden langanhaltende und intensive Niederschlagszonen, vor allem an der Alpensüdseite. Solche Situationen können in kurzer Zeit enorme Schneemengen hervorbringen, besonders in Regionen wie dem Valle Anzasca und rund um den Monte Rosa.
Historischer Schneemoment im März
Laut lokalen Beobachtern handelt es sich um ein außergewöhnliches Wetterereignis für diese Jahreszeit. Obwohl diese Region öfter große Schneemengen erlebt, wird dieser Sneeuwdump bereits als einer der intensivsten der Saison bezeichnet. Der plötzliche Übergang von frühlingshaftem Wetter zu tiefstem Winter macht es besonders auffällig.
Achtung: Lawinengefahr stark angestiegen
Nach solch großen Schneemengen in kurzer Zeit steigt die Lawinengefahr schnell an. In den betroffenen Gebieten ist das Risiko derzeit erheblich bis groß. Wenn du in die Berge gehst, bleib auf der Piste und befolge immer die lokalen Anweisungen.
Neuschnee sorgt auch für Top-Bedingungen
Obwohl der Schneefall für Unannehmlichkeiten sorgt, hat er auch einen positiven Effekt. Die Schneereserven in den Alpen erhalten einen ordentlichen Schub und die Pisten sind wieder in hervorragendem Zustand. Mit kalten Nächten und Aufheiterungen in Aussicht können Wintersportler in den kommenden Tagen von guten Bedingungen profitieren, vor allem in der Höhe.
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