Neuer Schneefall in den Alpen: Wo fällt der meiste Schnee?

Gerade als es sich in den Alpen wieder ein wenig frühlingshaft anzufühlen beginnt, zeigen die Wetterkarten erneut etwas anderes. Nach einer kurzen milden Phase steht nämlich schon wieder eine winterliche Episode auf dem Plan. Die ersten Flocken sind mittlerweile gefallen, aber das ist erst der Anfang. Zum Wochenende hin schiebt sich ein aktives Niederschlagsgebiet heran, und in einigen Regionen kann der Schneemesser wieder ordentlich nach oben klettern. Vor allem die westlichen und südwestlichen Alpen scheinen diesmal in der besten Position für eine ordentliche Neuschneeschicht zu liegen.

Im Überblick:

  • Die erste Störung brachte 5 bis 25 cm Neuschnee in Teile der Alpen.
  • Morgen sonnig und mild mit föhnartigen Bedingungen in einigen Tälern.
  • Wochenend-Dump möglich mit lokal mehr als 100 cm Schnee, vor allem im Wallis, den Südwestalpen und Nordwestitalien.

Wie viel Schnee kann fallen?

In einigen Skigebieten steigen die Erwartungen für das Wochenende kräftig an. Nicht jedes Gebiet erreicht diese Mengen, aber es zeigt, wie kraftvoll diese Schneephase ausfallen kann. Laut den aktuellen Modellen sind dies mögliche Schneemengen:

  • Matterhorn Ski Paradise, Zermatt: ca. 100 cm, Schneegrenze zwischen 1700 und 1200 Metern
  • Saas-Fee: ca. 140 cm, Schneegrenze zwischen 1500 und 1100 Metern
  • Tignes: ca. 55 cm, Schneegrenze zwischen 1800 und 1100 Metern
  • Breuil-Cervinia: ca. 105 cm, Schneegrenze zwischen 1500 und 1100 Metern
  • Monte Rosa: ca. 95 cm, Schneegrenze zwischen 1600 und 1300 Metern
  • Aletsch Arena: ca. 85 cm, Schneegrenze zwischen 1200 und 1000 Metern
  • Bellwald: ca. 75 cm, Schneegrenze zwischen 1600 und 900 Metern
  • Val Thorens: ca. 50 cm, Schneegrenze zwischen 1900 und 800 Metern
  • Chamonix: ca. 70 cm, Schneegrenze zwischen 1800 und 1000 Metern
  • Engelberg: ca. 50 cm, Schneegrenze zwischen 1900 und 900 Metern
  • Prato Nevoso / Mondolé Ski: ca. 60 cm, Schneegrenze zwischen 1500 und 1000 Metern
  • Les 2 Alpes: ca. 55 cm, Schneegrenze zwischen 1900 und 1000 Metern

Frankreich: Hier beginnt der Wochenend-Dump

In den französischen Alpen begann die neue Schneephase bereits mit einer ersten Störung, die 10 bis 25 Zentimeter Neuschnee brachte. Vor allem in den nördlichen Bergregionen fiel dieser Schnee oberhalb von etwa 1300 bis 1800 Metern. Morgen folgt ein ruhigeres Intermezzo mit viel Sonne und milden Temperaturen. Doch diese Ruhe ist nur von kurzer Dauer. Ab Samstag stellt sich die Wetterlage erneut um. Von Südwesten her zieht ein aktives Niederschlagsgebiet auf, das erneut intensive Schneefälle bringen kann. Die Schneegrenze sinkt dabei deutlich und kann in Teilen der französischen Nordalpen auf 600 bis 800 Meter fallen. Vor allem höher gelegene Skigebiete können eine ordentliche Schicht Neuschnee erwarten.

Schweiz: Viel Schnee im Wallis

Auch die Schweiz bekommt eine ordentliche Portion Winterwetter ab. Die erste Störung zog bereits mit etwas leichtem Schneefall in den Bergen über das Land, aber die richtige Action wird für das Wochenende erwartet. Besonders das Wallis liegt günstig in der Niederschlagszone. In Regionen um Zermatt, Saas-Fee und im Simplongebiet kann der Schneemesser schnell nach oben gehen. Die Schneegrenze sinkt hier ebenfalls in Richtung 600 bis 800 Meter. Skigebiete in dieser Region gehören daher zu den größten Anwärtern auf einen echten Dump. In einigen Modellen beläuft sich die Gesamtmenge an Schnee auf mehr als einen Meter.

Italien: Viel Schnee im Piemont und im Aostatal

Auf der italienischen Seite der Alpen verlagert sich der Schwerpunkt in Richtung Piemont und Aostatal. Diese Regionen liegen genau in der Zone, in der sich feuchte Luft gegen das Gebirge staut. Hier kann der Schneefall intensiv werden, besonders in den Bergen. Die Schneegrenze liegt voraussichtlich zwischen 700 und 1400 Metern, mit den niedrigsten Werten im Nordwesten. Skigebiete wie Prato Nevoso, Monte Rosa und Breuil-Cervinia haben Chancen auf große Mengen Neuschnee.

Österreich: Schnee vor allem im Westen

Österreich bleibt zunächst etwas außerhalb des Niederschlagsschwerpunkts. Am Donnerstag überwiegen hier Wolkenfelder und ab und zu gibt es etwas leichten Schneefall in den Bergen. Am Freitag ist es trocken. Am Wochenende erreicht das Niederschlagsgebiet auch den Westen des Landes. Vor allem in Vorarlberg, am Arlberg und in Teilen Tirols kann es erneut schneien. Die Schneegrenze liegt hier etwas höher als in den Westalpen und schwankt um 1000 bis 1400 Meter. Weiter östlich bleibt es am Samstag noch relativ ruhig, aber am Sonntag nimmt auch dort die Niederschlagswahrscheinlichkeit zu.

Nach dem Wochenende: Noch nicht sofort Frühling

Nach dem Wochenend-Dump zieht eine Kaltfront über Teile der Alpen. Vor allem Österreich und die Schweizer Nordalpen können am Montag noch etwas Schnee mitnehmen. Danach scheint sich das Wetterbild allmählich zu beruhigen. Ab Dienstag steigt die Chance auf trockene Phasen und Sonne wieder an. Dennoch bleibt die Luft spürbar kälter als während der milden Phase am Freitag, wodurch es sich in der Höhe deutlich winterlich anfühlen wird.

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