Neues Pistenrestaurant an der Flying Mozart in Wagrain sorgt für hitzige Diskussionen

Eine geplante Skihütte an der Mittelstation der Flying Mozart sorgt in Wagrain schon seit Jahren für Gesprächsstoff. Das moderne Bergrestaurant soll bis zu 1.500 Gästen Platz bieten. Gegner befürchten massive Folgen für den Wald, geschützte Natur und den Wasserhaushalt. Zudem gibt es Uneinigkeit über frühere Rodungsarbeiten.

Kurz zusammengefasst

  • An der Flying Mozart ist ein Bergrestaurant mit bis zu 1.500 Sitzplätzen geplant.
  • Für das Projekt wurde mittlerweile die Genehmigung erteilt, 6.000 m² Wald zu roden.
  • Die Grünen und Anwohner äußern Bedenken wegen früherer Rodungen und Naturschäden.

Projekt verzögert sich bereits um fünf Jahre

Das Bergrestaurant hätte laut ursprünglicher Planung bereits vor fünf Jahren fertiggestellt sein sollen. Das Projekt verzögerte sich jedoch aufgrund fehlender Genehmigungen, der notwendigen Flächenumwidmung und diverser Einsprüche.

Ein Großteil des Waldes auf dem Gelände durfte bisher nicht entfernt werden. Allerdings wurde bereits vor Jahren ein Teil des Grundstücks gerodet. Der Grund, auf dem das Restaurant entstehen soll, ist im Besitz der Österreichischen Bundesforste.

Diskussion über Rodung ohne gültige Genehmigung

Die Grünen haben Anfragen an die Salzburger Landesregierung gestellt. Laut Landtagsabgeordnetem Simon Heilig-Hofbauer wurden Teile des Waldes gerodet, obwohl keine gültige Genehmigung mehr vorlag. Die Erlaubnis sei erst nachträglich erneut beantragt worden.

Der Projektentwickler widerspricht dem und stellt klar, dass kein einziger Baum illegal gefällt wurde. Die frühere Rodungsbewilligung sei seiner Meinung nach abgelaufen, da die Skihütte nicht innerhalb des festgelegten Zeitraums gebaut werden konnte. Durch die vielen Einsprüche konnte der Zweck der Rodungsarbeiten nicht rechtzeitig umgesetzt werden.

Seit dieser Woche verfügt der Entwickler wieder über eine gültige Rodungsbewilligung.

Genehmigung zur Rodung von 6.000 m²

Mit der neuen Genehmigung dürfen maximal 6.000 m² Wald entfernt werden. Zusätzlich sind mehrere Tunnel unter den Pisten geplant, um das Bergrestaurant erreichbar zu machen. Der Umfang des Projekts sorgt für Kritik. Gegner finden, dass es sich nicht mehr um eine traditionelle Skihütte handelt, sondern um einen gastronomischen Großbetrieb mitten in einem sensiblen Berggebiet.

Sorgen um geschützte Natur

Laut den Grünen leben in dem Gebiet geschützte Pflanzen und Tiere. Zudem befinden sich dort Feuchtgebiete und Moorböden, die durch den Bau und die geplanten Tunnel beschädigt werden könnten. Anwohnende Grundeigentümer wollen das Projekt ebenfalls weiter bekämpfen. Sie befürchten, dass die Entfernung des Waldes Folgen für den Abfluss und die Speicherung von Wasser haben wird. Zudem weisen Gegner darauf hin, dass zuvor ein gut funktionierendes Bergrestaurant desselben Betreibers abgerissen wurde. Dieses stand nur wenige hundert Meter weiter oben am Berg.

Wann beginnt der Bau?

Die erneuerte Rodungsbewilligung bedeutet nicht, dass alle Einwände gegen das Projekt vom Tisch sind. Anwohner haben angekündigt, sich weiterhin zu wehren, und auch die politische Diskussion geht weiter. Wann der Bau des Restaurants tatsächlich beginnen kann, ist noch nicht bekannt.

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