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Erste Arbeiten für umstrittenen Fernpasstunnel gestartet

Obwohl die Genehmigungen noch nicht vollständig vorliegen, haben in Tirol die ersten Arbeiten für den geplanten Fernpasstunnel begonnen. Am künftigen Südportal wird derzeit eine Hochspannungsleitung verlegt. Laut der Projektorganisation handelt es sich um notwendige Vorbereitungen, während Gegner befürchten, dass das umstrittene Tunnelprojekt damit Schritt für Schritt unumkehrbar wird.

Im Überblick:

  • Die ersten vorbereitenden Arbeiten für den Fernpasstunnel haben begonnen.
  • Am künftigen Südportal wird eine 110-kV-Hochspannungsleitung verlegt.
  • Die Genehmigungen für den Tunnel selbst sind noch nicht rechtskräftig erteilt.
  • Der Fernpasstunnel soll rund 500 Millionen Euro kosten.
  • Gegner protestierten erst kürzlich mit einer Blockade der Fernpassstraße.

Erste Arbeiten am künftigen Tunnelportal

An der Stelle, an der künftig das Südportal des Fernpasstunnels entstehen soll, wird derzeit eine bestehende Hochspannungsleitung angepasst. Der Netzbetreiber TINETZ versetzt und erhöht einen Strommast und tauscht auf einem Teil der Strecke die Stromkabel aus.

Laut der Fernpassstraße GmbH sind diese Arbeiten notwendig, da hier später im Zuge des Tunnelprojekts neue Wege und Brücken errichtet werden. Für diese vorbereitenden Maßnahmen wurden die erforderlichen Genehmigungen bereits separat erteilt. Anfang des Jahres fanden im Projektgebiet zudem bereits Forstarbeiten statt.

Genehmigungsverfahren noch nicht abgeschlossen

Obwohl die Vorbereitungen angelaufen sind, ist die Genehmigung für den Tunnel selbst noch nicht endgültig. Die verschiedenen Genehmigungsverfahren laufen noch. Projektdirektor Klaus Gspan erklärt, dass große Infrastrukturprojekte aus vielen Einzelteilen bestehen, die bereits vorbereitet werden müssen, bevor der eigentliche Bau starten kann. Durch die vorgezogene Ausführung dieser Arbeiten will die Projektorganisation verhindern, dass der Zeitplan später verzögert wird, sobald alle Genehmigungen vorliegen.

Laut den Initiatoren wird der Verkehr auf der B179 während dieser Arbeiten kaum beeinträchtigt.

Tunnel bleibt Thema von Diskussionen

Der rund 500 Millionen Euro teure Fernpasstunnel bleibt eines der meistdiskutierten Infrastrukturprojekte Tirols. Umweltorganisationen und andere Gegner befürchten, dass der neue Tunnel letztlich noch mehr Verkehr in die Region ziehen wird, und weisen auf die zusätzliche Belastung der Natur hin. Erst vor Kurzem blockierten hunderte Aktivisten die Fernpassstraße aus Protest gegen die Pläne.

Die Initiatoren sehen das anders. Sie erwarten, dass der Tunnel für einen besseren Verkehrsfluss, weniger Staus am Fernpass und mehr Verkehrssicherheit sorgen wird.

Wichtig für den Urlaubsverkehr

Der Fernpass ist eine der wichtigsten Verbindungen zwischen Deutschland und Tirol und wird in den Ferienzeiten stark von Autofahrern auf dem Weg in Wintersportgebiete wie Serfaus-Fiss-Ladis, Ischgl, Sölden und das Ötztal genutzt. Besonders in der Ferienzeit kommt es auf der B179 regelmäßig zu langen Staus.

Mit dem geplanten Tunnel hoffen die Initiatoren, diese Verkehrsnadelöhre strukturell zu entlasten, auch wenn noch ungewiss ist, wann der eigentliche Bau beginnen kann.

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