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Müre über Skipiste unterbricht Hochzeit in Ehrwald

Schwere Gewitter mit Starkregen, Hagel und starkem Wind haben am Samstagabend in Tirol für Probleme gesorgt. Besonders hart traf es Ehrwald, wo eine Schlammlawine eine Skipiste komplett verschüttete und eine Hochzeitsfeier auf einer Berghütte abrupt beendete. Siebzig Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden.

Schlammlawine in Ehrwald

Für ein Hochzeitspaar in Ehrwald wird der Samstag, 19. Juli 2025, aus mehreren Gründen unvergesslich bleiben. Nach einer feierlichen Hochzeitszeremonie wurde die Feier auf der Tiroler Gamsalm durch eine gigantische Schlammlawine unsanft unterbrochen. Ursache: die schweren Gewitter, die über die Region hinwegfegten. Eine explosive Mischung aus Starkregen, Hagel und Sturm löste eine riesige Schlamm- und Gerölllawine aus, die dann ins Tal donnerte.

Die Schlammlawine wütete über die Skipiste im Skigebiet Ehrwalder Almbahnen und traf auch die Terrasse und den Außenbereich der Gamsalm. Hier war die Hochzeitsfeier gerade in vollem Gange. Die 70 Anwesenden, darunter 60 Hochzeitsgäste, wurden abrupt aus ihrer Feierlaune gerissen und mussten von der Feuerwehr in Sicherheit gebracht werden. Glücklicherweise kamen alle Gäste und das Personal mit einem Schrecken davon, so Markus Köck, Bürgermeister von Ehrwald, gegenüber der Zeitung Krone. Nach dem Eintreffen der Trümmer war es mit der Feier jedoch vorbei.

Große Schäden an der Piste

Die Gamsalm selbst blieb wie durch ein Wunder im Inneren weitgehend verschont. Die Schlammlawine, die Bürgermeister Köck auf eine Länge von zwei Kilometern – von der Einsturzstelle bis zum Stausee – schätzte, verursachte jedoch große Schäden an der Skipiste in der Nähe des Gamskarlifts, die fast vollständig verschüttet wurde. Das genaue Ausmaß des Schadens wird sich erst nach weiteren Untersuchungen zeigen. Es ist nicht das erste Mal, dass die Region betroffen ist; eine ähnliche Situation ereignete sich letztes Jahr in der Nähe des Gamskarlifts, aber diesmal reichte die Schlammlawine viel weiter nach unten. Als sofortige Notfallmaßnahme wurde am Sonntag eine Schutzmauer an der Gamsalm errichtet, um die Alm vor weiteren Murenabgängen zu sichern. Die Zukunft der Skipiste – ob und wie sie geräumt und wiederhergestellt werden kann – ist noch nicht klar. Dies wird voraussichtlich in den kommenden Tagen entschieden.

Auch andere Teile Tirols sind stark betroffen

Auch in anderen Teilen Tirols richteten die schweren Gewitter Verwüstungen an. In Schwaz und Vomp verwandelten sich Straßen in reißende Ströme, Keller liefen voll, Gastronomiebetriebe mussten schließen und Straßen wurden beschädigt. Auch im Stubaital und in Gschnitz wüteten Unwetter, bei denen Schlammlawinen, Blitzeinschläge und zerstörte Brücken zu groß angelegten Rettungseinsätzen führten. Die Feuerwehren waren ständig im Einsatz und rückten mehr als 200 Mal aus.

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