Am Sonntagnachmittag kam es am Hintertuxer Gletscher zu einem dramatischen Zwischenfall. Aufgrund eines technischen Defekts stand die Sesselbahn „Schlegeis“ plötzlich still. Die Bergrettung musste 17 Wintersportler bei schwierigen Bedingungen aus ihrer misslichen Lage befreien.
Technischer Defekt stoppt Liftbetrieb
Gegen 15:35 Uhr wurde die 3er-Sesselbahn „Schlegeis“ abrupt gestoppt. Ursache war ein technisches Gebrechen an der Antriebsscheibe. Zum Zeitpunkt des Stillstands befanden sich 17 Personen auf dem Lift, verteilt über die gesamte Strecke und in teils beträchtlicher Höhe über der Piste.
Terrestrische Bergung wegen starken Windes
Ein Einsatz von Rettungshubschraubern zur direkten Bergung war aufgrund des starken Windes am Gletscher nicht möglich. Daher leitete die Bergrettung Tux gemeinsam mit den Mitarbeitern der Zillertaler Gletscherbahn eine terrestrische Evakuierung ein.
Mehrere Rettungsteams wurden mit insgesamt sechs Pistenbullys und zwei Skidoos zu den jeweiligen Einsatzorten entlang der Lifttrasse transportiert. Die Bergretter auf dem Hintertuxer Gletscher seilten die festsitzenden Wintersportler einzeln von den Sesseln ab. Während des gesamten Einsatzes standen die Hubschrauber „Alpin 5“ und „Libelle Tirol“ sowie die Alpinpolizei bereit, konnten jedoch wetterbedingt nur unterstützend mitwirken.
Alle Personen unverletzt geborgen
Gegen 18:00 Uhr konnte die letzte Person sicher vom Lift geborgen werden. Dank des schnellen und koordinierten Einsatzes von insgesamt 37 Rettungskräften und Mitarbeitern der Bergbahnen wurde niemand verletzt. Alle Beteiligten kamen mit dem Schrecken davon und benötigten keine medizinische Behandlung.
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