Gondel kollidiert mit Kranwagen in Alpe d’Huez: 23 Verletzte

Im französischen Skigebiet Alpe d’Huez ist am Mittwochmorgen eine Gondel mit etwa fünfzig Insassen gegen den Ausleger eines Kranwagens gestoßen. Bei dem Unfall auf der Strecke zum Pic Blanc wurden 23 Personen verletzt, drei davon schwer. Das teilten die Gemeindeverwaltung und die Präfektur des Départements Isère mit.

Kurz zusammengefasst

  • Eine Gondel auf der Strecke zum Pic Blanc in Alpe d’Huez streifte am Mittwochmorgen gegen 9:30 Uhr den Ausleger eines Kranwagens auf einer Baustelle.
  • In der Kabine befanden sich etwa fünfzig Urlauber.
  • Insgesamt wurden 23 Personen verletzt: drei schwer, dreizehn leicht.
  • Laut dem Bürgermeister sollten die stationär aufgenommenen Personen voraussichtlich am Abend alle wieder zu Hause sein.
  • Eine Untersuchung zur genauen Ursache wurde eingeleitet.

Gondel kippte nach dem Aufprall

Die Gondel stieß am Mittwoch, den 26. August, gegen 9:30 Uhr gegen den Gelenkarm eines Kranwagens, der auf einer Baustelle an der Strecke Richtung Pic Blanc stand. Gondeln sind so konstruiert, dass sie bei plötzlichem Bremsen stabil bleiben, doch durch den Aufprall geriet die Kabine stark in Bewegung.

„Beim Zusammenstoß mit dem Kran kippte die Kabine und einige Insassen stürzten“, berichtete Bürgermeister Jean-Yves Noyrey. Ihm zufolge reagierte die Fahrerin angemessen, indem sie die Gondel rückwärts fahren ließ und sie so wieder aufrichtete.

Drei Schwerverletzte

Bei dem Unfall wurden 23 Personen verletzt. Drei von ihnen wurden notfallmedizinisch behandelt, dreizehn weitere erlitten leichtere Verletzungen. Die meisten Opfer wurden in der Sanitätsstation im Skigebiet versorgt. Fünf Personen wurden in das Universitätsklinikum (CHU) von Grenoble gebracht, darunter eine schwangere Frau, die dort zur Kontrolle untersucht wurde.

Bürgermeister: „Vor allem Menschen unter Schock“

Noyrey äußerte sich beruhigend zum Zustand der Verletzten. „Es handelt sich vor allem um Menschen, die unter Schock stehen, und um Gehirnerschütterungen. Die stationär aufgenommenen Personen sind im Prinzip alle schon wieder entlassen“, sagte er gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Ihm zufolge waren die aufgenommenen Opfer im Laufe des Abends aller Wahrscheinlichkeit nach wieder zu Hause.

Mehr als dreißig Feuerwehrleute und sieben Rettungskräfte der Bergwacht CRS Alpes waren an den Hilfsmaßnahmen beteiligt. Im Sportkomplex der Gemeinde wurde eine medizinisch-psychologische Betreuungsstelle eingerichtet.

Untersuchung der Ursache

Es wurde eine Untersuchung eingeleitet, um die genauen Umstände des Unfalls zu klären. Eine erste mögliche Erklärung des Bürgermeisters lautet, dass der Fahrer des Kranwagens nicht berücksichtigt hatte, dass die Gondel über die Baustelle hinwegfährt. Dies ist vorerst eine Hypothese; das Ergebnis der Untersuchung muss klären, was genau schiefgelaufen ist.

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