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Millionenschaden nach Großbrand in bekanntem Hotel in Seefeld

Zwei Monate nach dem Großbrand im bekannten Hotel Klosterbräu in Seefeld wurde die erste Bilanz gezogen. Der genaue Schaden wird noch untersucht, aber laut der Eigentümerfamilie Seyrling handelt es sich um einen Betrag in zweistelliger Millionenhöhe. Dennoch blickt die Familie bereits wieder nach vorne: Anfang Dezember soll das Traditionshotel wiedereröffnet werden. Im Juli öffnet zunächst ein temporäres Pop-up-Restaurant mit dem vielsagenden Namen Phoenix.

Kurz zusammengefasst

  • Der Schaden nach dem Brand im Hotel Klosterbräu wird auf einen Betrag in zweistelliger Millionenhöhe geschätzt.
  • Etwa 30 % des Hotelkomplexes wurden beschädigt.
  • Mehr als 50 Zimmer wurden durch Feuer und Löschwasser zerstört oder beschädigt.
  • Niemand wurde bei dem Brand verletzt.
  • Der Großteil des historischen Hotels und die angrenzende Kirche konnten gerettet werden.
  • Viele Mitarbeiter helfen beim Wiederaufbau mit.
  • Im Juli eröffnet das Pop-up-Restaurant Phoenix.
  • Die Wiedereröffnung des Hotels ist für Anfang Dezember geplant.

Großbrand im April

Der Brand brach am 13. April im Hotel Klosterbräu aus, mitten im Zentrum von Seefeld. Zuvor hatten wir bereits über den Großeinsatz der Rettungskräfte und die Evakuierungen in der Umgebung berichtet. Bis zu 400 Feuerwehrleute kämpften damals stundenlang gegen die Flammen. Die Feuerwehr benötigte bis zu 14 Stunden, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen.

Da das Hotel wegen Renovierungsarbeiten geschlossen war, befanden sich keine Gäste im Gebäude. Der 97-jährige Seniorchef der Familie konnte rechtzeitig evakuiert werden. Auch in der direkten Umgebung wurden vorsorglich Menschen untergebracht, da viel Rauch freigesetzt wurde.

Lies auch: Großbrand in bekanntem Hotel: 150 Gäste mitten in der Nacht evakuiert

Wahrscheinlich bei Renovierungsarbeiten entstanden

Der Brand ist nach aktuellen Informationen mit großer Wahrscheinlichkeit während Renovierungsarbeiten entstanden. Brandstiftung wurde bereits damals ausgeschlossen und ist auch jetzt kein Ansatzpunkt.

Laut Eigentümer Alois Seyrling waren im Fitnessbereich wegen des Umbaus vorübergehend Betten, Matratzen und demontierte Solarmodule gelagert. Dadurch fand das Feuer viel brennbares Material. Der vermutliche Brandherd lag am Dach, wo inzwischen bereits wieder neue Zwischenwände errichtet werden.

Vor allem Löschwasser verursachte großen Schaden

Der Schaden ist groß, aber laut der Familie wurde nur ein Teil direkt durch das Feuer verursacht. Vor allem das viele Löschwasser hat das Gebäude schwer getroffen. Etwa 30 % des Hotelkomplexes wurden beschädigt.

Durch den Brand selbst wurden 35 Zimmer, Teile des Dachs, Flure, andere Räume und die Photovoltaikanlage zerstört. Zusätzlich verursachte das Löschwasser Schäden an weiteren etwa 20 Zimmern. Auch Teile der Hotelhalle, das Restaurant, Aufenthaltsräume, die Rezeption und der Kinderclub wurden beschädigt.

Historischer Teil konnte gerettet werden

Dennoch gibt es auch gute Nachrichten. Ein großer Teil des historischen Gebäudes blieb erhalten. Das Hauptgebäude mit etwa 50 Zimmern, die alten Gewölbe des ehemaligen Klosters, die Küche, der Wellnessbereich und der historische Weinkeller konnten gerettet werden.

Auch die angrenzende Kirche blieb von größeren Schäden verschont. Laut der Familie hielten die 1,5 Meter dicken Mauern der Kirche der extremen Hitze stand. Bis auf etwas Ruß blieb das Gebäude weitgehend intakt.

Mitarbeiter helfen beim Wiederaufbau mit

Auffallend ist das große Engagement des Personals. Viele Mitarbeiter helfen derzeit aktiv auf der Baustelle mit. Rezeptionsmitarbeiter, Köche, Spüler und Kellner räumen Schutt weg, legen alte Gewölbe frei und unterstützen, wo es nötig ist.

Laut Alois Seyrling hat die Familie die Mitarbeiter gefragt, wer beim Wiederaufbau mithelfen möchte. Viele Angestellte stimmten zu. Andere wurden vorübergehend in anderen Hotels untergebracht. Ziel ist es, dass spätestens zum 1. Dezember etwa 150 Mitarbeiter wieder ihre normale Arbeit aufnehmen können.

Wiedereröffnung soll Anfang Dezember klappen

Die Planung ist ehrgeizig, aber laut der Familie machbar. Im Zentrum von Seefeld gilt im Sommer normalerweise ein Baustopp, aber für das Hotel Klosterbräu wurde eine Ausnahme gemacht. Dadurch können die Arbeiten fortgesetzt werden.

Laut Agnes Seyrling verändert sich die Baustelle derzeit fast täglich. Die Firmen, die bereits an der ursprünglichen Renovierung beteiligt waren, arbeiten nun auch am Wiederaufbau mit.

Renovierung wird sofort genutzt

Die Instandsetzungsarbeiten werden auch genutzt, um das Hotel weiter zu verbessern. So wird mehr von der historischen Struktur der alten Gewölbe sichtbar gemacht. Zudem wird weiter an der Modernisierung und Erweiterung des Wellnessbereichs gearbeitet. Damit soll das Hotel nicht nur den Brand überwinden, sondern auch erneuert zurückkehren.

Pop-up-Restaurant Phoenix öffnet zuerst

Bevor das Hotel selbst wieder öffnet, wird es bereits ein temporäres Restaurant geben. Im Juli öffnet das Pop-up-Restaurant Phoenix im ehemaligen Bräuhaus. Der Name ist bewusst gewählt: Wie der Phönix aus der Asche steigt, soll auch das Klosterbräu nach dem Brand wieder auferstehen.

Interessanterweise soll das Restaurant bereits öffnen, während das Hotel noch voll in Gerüsten steht. Laut der Familie gibt es derzeit nur teilweise Strom, keine Kühlung und kein warmes Wasser. Dennoch wollen sie mit dem Phoenix ein erstes Zeichen der Rückkehr setzen.

Traditionshotel seit dem 16. Jahrhundert

Das Hotel Klosterbräu ist eine Institution in Seefeld. Das Gebäude geht auf das 16. Jahrhundert zurück, als hier ein Augustinerkloster ansässig war. 1809 wurde das Kloster geschlossen und entwickelte sich später zu einem Familienbetrieb.

Noch immer wird das Wellnesshotel von der Familie Seyrling geführt. Nach dem verheerenden Brand beginnt nun ein neues Kapitel für eines der bekanntesten Hotels in Seefeld.

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