Freeride feiert olympisches Debüt im Jahr 2030

Nach Jahren der Spekulation ist es offiziell: Freeride-Skiing und Snowboarding stehen zum ersten Mal auf dem Programm der Olympischen Winterspiele. Während der Winterspiele 2030 in den französischen Alpen werden vier olympische Freeride-Titel vergeben. Gleichzeitig verschwindet die Nordische Kombination nach über hundert Jahren vom olympischen Podium.

Im Überblick:

  • Freeride-Skiing und Snowboarding debütieren bei den Olympischen Winterspielen 2030.
  • Es wird vier Medaillen-Wettbewerbe geben: Männer und Frauen im Skiing und Snowboarding.
  • Insgesamt nehmen 44 Freeride-Athleten teil.
  • Die Nordische Kombination verschwindet nach 102 Jahren aus dem olympischen Programm.
  • Das IOC setzt auf mehr Attraktivität bei jungen Sportfans und auf Geschlechtergerechtigkeit.

Freeride endlich olympisch

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat gestern offiziell bekannt gegeben, dass Freeride-Skiing und Snowboarding in das Programm der Olympischen Winterspiele 2030 in den französischen Alpen aufgenommen werden. Damit erhält eine Disziplin, die in den letzten Jahrzehnten enorm an Popularität gewonnen hat, endlich einen Platz beim größten Wintersportereignis der Welt.

Es werden vier Goldmedaillen vergeben:

  • Freeride-Skiing Männer
  • Freeride-Skiing Frauen
  • Freeride-Snowboard Männer
  • Freeride-Snowboard Frauen

Insgesamt erhalten 44 Sportler (22 Frauen und 22 Männer) die Chance, olympisches Gold zu gewinnen.

Von der Nische zum olympischen Sport

Freeride entstand in den neunziger Jahren und dreht sich um das Abfahren von steilen, unpräparierten Berghängen. Die Athleten wählen ihre Linie durch das Gelände selbst und werden unter anderem nach Technik, Kontrolle, Flüssigkeit, Sprüngen und Schwierigkeitsgrad bewertet.

Der Sport ist in den letzten Jahren dank der Freeride World Tour und spektakulärer Bilder in den sozialen Medien stark gewachsen. Laut IOC passt Freeride hervorragend zu einem jungen Publikum und die Disziplin hat eine relativ geringe Auswirkung auf die Organisation der Spiele, da natürliche Berghänge genutzt werden.

Französische Alpen bilden die perfekte Kulisse

Dass das olympische Debüt ausgerechnet bei den Winterspielen in den französischen Alpen stattfindet, ist kein Zufall. Frankreich verfügt über einige der bekanntesten Freeride-Locations der Welt, darunter Chamonix und La Grave. Der endgültige Austragungsort wurde noch nicht offiziell bestätigt.

Nordische Kombination verschwindet

Die Aufnahme von Freeride geht mit einem bemerkenswerten Abschied einher. Die Nordische Kombination verschwindet nach 102 Jahren aus dem olympischen Programm. Laut IOC schnitt die Disziplin bei den letzten vier Winterspielen in Bezug auf die Popularität bei Publikum und Medien strukturell am schlechtesten ab. Zudem blieb die Anzahl der teilnehmenden Länder und der Medaillengewinner begrenzt. Das IOC schließt eine Rückkehr für die Winterspiele 2034 in Salt Lake City übrigens nicht völlig aus.

Erste vollständig geschlechtergerechte Winterspiele

Mit den Änderungen wird Alpes 2030 zudem die erste Olympische Winterspiele sein, bei der die Anzahl der weiblichen und männlichen Athleten fast vollständig gleich ist. Insgesamt kommen 3046 Sportler in 126 Wettbewerben zum Einsatz. Laut IOC passt die Erweiterung um Freeride in die Strategie, die Winterspiele für neue Generationen von Sportfans attraktiver zu machen, ohne den Umfang der Veranstaltung stark zu vergrößern.

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