Erhöhte Lawinengefahr in den Alpen: mehrere (tödliche) Unfälle am Wochenende

Die Lawinengefahr in den Alpen hat in den letzten Tagen deutlich zugenommen. Die Kombination aus Neuschnee, starkem Wind und wechselnden Temperaturen hat die Schneeschichten instabil gemacht. Das führt zu gefährlichen Situationen, vor allem für Skifahrer, Snowboarder und Tourenskifahrer, die abseits der Pisten unterwegs sind. In mehreren Regionen wie Salzburg, Kärnten und Südtirol gilt derzeit die Warnstufe 3 auf einer Skala von 5, was bedeutet, dass Lawinen selbst von einem einzelnen Skifahrer oder Wanderer leicht ausgelöst werden können.

Warnungen in Salzburg

In Salzburg werden vor allem für die Großvenedigergruppe und das Grenzgebiet zu Kärnten Warnungen ausgegeben. Hier ist die Lawinengefahr aufgrund der großen Schneemengen, die in letzter Zeit gefallen sind, besonders hoch. Experten raten von Touren abseits der Pisten ab, da die Schneeschichten sehr instabil sind.

Lawinengefahr in Südtirol

Auch in Südtirol ist die Lage kritisch. In mehreren Skigebieten besteht erhöhte Lawinengefahr. Vor allem an steilen Hängen und in höheren Lagen ist die Gefahr von spontanen Lawinenabgängen groß. Die örtlichen Behörden bitten die Wintersportler, die offiziellen Warnungen ernst zu nehmen, keine unnötigen Risiken einzugehen und auf den Pisten zu bleiben.

Tödlicher Lawinenabgang in den Dolomiten

Leider erwiesen sich die gefährlichen Bedingungen an diesem Wochenende gleich mehrfach als tödlich. In den Dolomiten, in der Nähe von Forcella Giau, wurde eine Gruppe von Bergsteigern von einer Lawine überrascht. Zwei von ihnen überlebten nicht, während eine dritte Person schwer verletzt gerettet und ins Krankenhaus gebracht wurde. Dies ist nicht der einzige tragische Vorfall an diesem Wochenende. Auch in anderen Teilen der Alpen wurden Lawinenabgänge gemeldet, bei denen die Rettungsdienste mehrmals eingreifen mussten. Die Behörden warnen, dass die Bedingungen auch in den kommenden Tagen gefährlich bleiben werden.

Lawinenabgang über die Piste in Kals am Großglockner

Gestern, am 16. März 2025 um 16:31 Uhr, wurde ein Lawinenabgang im Skigebiet von Kals am Großglockner gemeldet. Die etwa 70 Meter breite Lawine kam aus steilem Gelände auf einer Höhe von etwa 2.270 Metern und erreichte einen Skihang. Der Hang war auf einer Länge von 30 Metern und einer Breite von mehreren Metern mit einer 20 bis 30 Zentimeter dicken Schneedecke bedeckt. Glücklicherweise wurde niemand verletzt, und die Suchaktion wurde um 18.30 Uhr beendet.

Geh nicht einfach abseits der Piste

Lawinenexperten betonen, dass jetzt besondere Vorsicht geboten ist. Wintersportlern und Bergfreunden wird geraten, sich nur auf sicheren, kontrollierten Pisten aufzuhalten. Willst du trotzdem abseits der Pisten fahren oder eine Skitour machen? Dann informiere dich immer über den aktuellen Lawinenlagebericht, vergewissere dich, dass du die richtige Ausrüstung dabei hast, wie z. B. ein LVS-Gerät, eine Sonde, eine Schaufel und eventuell einen Lawinenrucksack, und gehe nie alleine los. Wenn du dich in der Gegend nicht auskennst und/oder über unzureichende Lawinenkenntnisse verfügst, solltest du immer mit einem örtlichen Bergführer losziehen.

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