Dutzende Liter Regen: Dienstag nass in Österreich, der Schweiz und Süddeutschland

Die erste Woche der Krokusferien brachte einen Dump nach dem anderen, aber die zweite Woche zeigt ein ganz anderes Gesicht. Besonders der Dienstag wird ein Tag mit zwei Gesichtern: Auf den Gipfeln fällt Neuschnee, aber in den Tälern fließt das Wasser buchstäblich von den Bergen. Erst ab Mittwoch übernimmt der Hochdruck das Ruder und die Sonne kehrt überall zurück – auch wenn es sich dann eher nach April als nach Februar anfühlt.

Im Überblick:

  • Am Dienstag gibt es viel Niederschlag in den Nordalpen, aber mit einer Schneefallgrenze von 1400 bis 1900 Metern vor allem Regen in den Orten.
  • Bis zu 45 Liter Wasser pro m² in Teilen Österreichs möglich.
  • Ab Mittwoch überall Sonne, aber mit milden Frühlingsbedingungen.

Dienstag: Oben Schnee, unten Regen

Morgen ist zweifellos der auffälligste Tag dieser Woche. In den Nordalpen von Österreich, der Schweiz und Süddeutschland zieht ein aktives Niederschlagsgebiet durch. Das Problem: Die Schneefallgrenze liegt hoch. In Österreich schwankt sie zwischen 1400 und 1800 Metern, in der Schweiz und den deutschen Alpen sogar in Richtung 1500 bis 1900 Meter. Alles darunter bekommt es mit Regen zu tun. Und zwar nicht zu knapp.

Im Schwerpunkt – grob zwischen den Kitzbüheler Alpen und dem Salzkammergut – können in der Höhe 15 bis 45 cm Schnee fallen. Umgerechnet bedeutet das in tiefer gelegenen Gebieten 15 bis 45 Liter Wasser pro Quadratmeter. Das ist ordentlich für einen einzigen Tag.

Folgen für Wintersportler:

  • Nasse Orte und Talabfahrten
  • Schwere, feuchte Schneedecke unterhalb der Schneefallgrenze
  • Schlechtere Sicht bei intensivem Niederschlag
  • Matschige Pisten in tiefer gelegenen Skigebieten

Wer am Dienstag Ski fährt, ist am besten oberhalb von 1600 bis 1800 Metern aufgehoben.

Frankreich: Schon fast frühlingshaft

Im krassen Gegensatz zu den nassen Nordalpen steht Frankreich. In den französischen Alpen überwiegt schon früher die Sonne. Besonders in den Nordalpen fühlt es sich ausgesprochen mild an. Tiefer gelegene Pisten werden am Nachmittag schnell schwer und matschig. Der Schnee schmilzt hier schneller, als es vielen Wintersportlern lieb ist. Das Wintergefühl weicht einer fast aprilähnlichen Kulisse.

Schweiz: Nasser Norden, sonnigerer Südwesten

Auch die Schweiz weist große Unterschiede auf. In den Nordalpen gibt es noch Wolkenfelder und Niederschlag bei einer hohen Schneefallgrenze. In Richtung Wallis und weiter südwestlich wird es trockener und sonniger. Es bleibt mild, was vor allem in tiefer gelegenen Orten spürbar ist.

Italien: Stabil und mild

In Italien bleibt der Hochdruck der dominierende Faktor. Die Alpen und Dolomieten profitieren von viel Sonne und milden Temperaturen. In Tälern und tiefer gelegenen Gebieten kann sich jedoch Hochnebel halten, während es darüber schon früh sonnig ist. Wer Sonne sucht, ist hier vorerst am besten aufgehoben.

Ab Mittwoch: Sonne, aber frühlingshaft

Ab Mittwoch setzt sich überall Hochdruck durch. Das Wetter stabilisiert sich und weite Aufheiterungen dominieren den Alpenraum. Es besteht zwar die Chance auf Hochnebel – über den Tälern hängt dichter Nebel und es kann sich kälter und feuchter anfühlen –, darüber scheint die Sonne jedoch schon ab dem frühen Morgen in vollen Zügen. In den meisten Gebieten verzieht sich der Nebel im Laufe des Vormittags. Es wird eine typische „Frühstarter“-Woche. Aber winterlich fühlt es sich nicht an: Temperaturen deutlich über Null auf 2000 Metern, 15 bis lokal 18 °C in den Tälern sowie harte Pisten am Morgen und Schneematsch am Nachmittag.

Diese Situation gilt auch für die restlichen Tage dieser Woche. Der Hochdruck bleibt bestehen und es bleibt am Donnerstag und Freitag in allen Höhenlagen mild. Tipp für die Planung: Setz auf die Höhe und Schattenhänge, wenn du länger nach gutem Schnee suchst.

Ausblick auf das Wochenende

Der Freitag bleibt mild und oft sonnig, auch wenn die Bewölkung im Westen langsam zunimmt. Es ist noch kein deutlicher Wetterumschwung, aber zum Wochenende hin schleicht sich wieder etwas Dynamik ein. Wir halten euch in unseren Wetterberichten über die Situation in den Alpen auf dem Laufenden!

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