Die Wetterkarten zeigen für die kommenden Tage einen deutlichen Trend: Es kommt viel Niederschlag für die Alpen. Zuerst sind vor allem die Westalpen an der Reihe, später scheinen auch die bisher schneearmen Nordalpen endlich eine Chance zu bekommen. Das sind gute Nachrichten im Hinblick auf die bevorstehenden Frühjahrsferien, aber es gibt eine wichtige Unsicherheit: die Schneefallgrenze.
Im Überblick
- Heute fällt vor allem in Frankreich viel Schnee; auch die Schweiz und der Westen Österreichs bekommen etwas ab
- Am Wochenende ist es oft ruhig mit Sonne, aber lokal kann noch ein Schneeschauer fallen
- Nach dem Wochenende nimmt die Niederschlagswahrscheinlichkeit wieder zu, möglicherweise auch für die Nordalpen, aber die Schneefallgrenze kann vorübergehend steigen
- Höher gelegene Skigebiete sind vorerst eindeutig am sichersten
Heute: Winterwetter für Frankreich, leichter Schneefall anderswo
Ein kräftiges Tiefdruckgebiet über Westeuropa schickt heute Störungen von West nach Ost über das Alpengebiet.
- Frankreich profitiert am meisten: In den höheren Lagen der französischen Alpen können 20 bis lokal 40 cm Schnee fallen
- In den Schweizer Nordalpen werden 10–30 cm erwartet
- Inneralpin und in Richtung der Südalpen bleibt es deutlich ruhiger, mit höchstens einigen Zentimetern
In Italien liegt vor allem die nordwestliche Ecke (Aosta und Piemont) näher am Niederschlag. Die Dolomiten bekommen nach dem jüngsten Südstau eher Aufhellungen und höchstens noch einen leichten Schneeschauer.
In Österreich beginnt der Tag noch freundlich mit etwas Sonne, aber schon bald zieht es sich zu. In Vorarlberg und Tirol fällt leichter Schnee: meist nicht mehr als 5 bis 10 cm. Die Schneefallgrenze liegt im gesamten Alpengebiet grob zwischen 1100 und 1500 Metern.
Wochenende: oft ruhiges Wintersportwetter, lokal noch ein paar Flocken
Nach der Störung vom Freitag geraten die Alpen vorübergehend zwischen größere Wettersysteme. Hochdruck in Osteuropa und Tiefdruck über dem Atlantik halten sich die Waage.
Das bringt an vielen Orten:
- Ruhiges Wintersportwetter
- Ab und zu Sonne
- Wenig Wind
In Österreich ist lokal noch etwas winterlicher Niederschlag möglich, vor allem im Grenzgebiet zu Italien und Slowenien. Die Schneefallgrenze schwankt zwischen 900 und 1500 Metern und sinkt am Samstag vorübergehend auf 700–1100 Meter.
In Italien überwiegt die Sonne: ideales Wetter, um den frischen Schnee zu genießen.
Montag: Übergangstag mit Wolken und Aufhellungen
Der Montag steht im Zeichen eines Übergangs.
- In den Französischen Nordalpen erscheinen mehr hohe Wolken, aber es gibt auch breite Aufhellungen
- An der Nordseite der Alpen bleibt es größtenteils trocken
- In Österreich überwiegen Wolken, mit im Südosten die Chance auf etwas leichten Niederschlag
Die Schneefallgrenze liegt um 800 Meter. Kein strahlendes Kaiserwetter überall, aber gute Bedingungen, um Kilometer zu machen, besonders in höheren Lagen.
Nach Montag: Potenzial für viel Schnee, aber die Schneefallgrenze entscheidet
Ab Dienstag nimmt die Unsicherheit zu. Eine westliche Strömung schickt erneut Störungen in Richtung der Alpen. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit für:
- Viel Schnee in den Westalpen (Frankreich)
- Endlich auch ernsthafter Niederschlag für die Nordalpen, einschließlich Österreich
Der Knackpunkt liegt in der zugeführten Luftmasse. Es besteht nämlich eine reale Chance, dass vorübergehend sehr milde und feuchte Luft mitgeführt wird. In diesem Szenario kann die Schneefallgrenze deutlich steigen, möglicherweise sogar in Richtung 2000 Meter.
Demgegenüber stehen Signale für eine nächste Kaltfront, die die Schneefallgrenze wieder sinken lässt und doch noch für viel Neuschnee sorgen kann, vor allem im Nordwesten der Alpen.
Fazit: viel Potenzial, Höhe ist ausschlaggebend
Die kommenden Tage bieten viel Potenzial für Neuschnee, aber die genaue Verteilung und die Schneefallgrenze machen es spannend. Vorerst gilt: Je höher das Skigebiet, desto größer die Sicherheit. Insbesondere Gletscher und hochgelegene Gebiete sind vorerst am sichersten, während niedrigere Dörfer noch von dem Timing der Kälte abhängig sind.
Wir bleiben dran und halten dich auf dem Laufenden, besonders im Hinblick auf die bevorstehenden Frühjahrsferien!






