Alpenwetter schlägt um: Schneefall und schwankende Schneefallgrenze

Ein umfangreiches Tiefdruckgebiet über dem Atlantik nimmt Kurs auf Westeuropa und pumpt mit einer kräftigen westlichen Strömung große Mengen an Niederschlag in Richtung der Alpen. Vor allem die Westalpen bekommen es schwer zu spüren, mit außergewöhnlich viel Schnee in der Höhe. Gleichzeitig bleibt die Schneefallgrenze ein wichtiger Punkt, besonders so kurz vor dem Start der Frühjahrsferien.

Im Überblick:

  • Westalpen (Frankreich) bekommen den meisten Schnee: lokal mehr als 1,5 Meter in der Höhe.
  • Schneefallgrenze schwankt, sinkt aber später in dieser Woche wieder unter 1000 Meter.
  • Frühjahrsferien starten winterlich, mit Schneefall bis in die Dörfer und schwierigen Reisebedingungen.

Frankreich: Meiste Schnee in den Westalpen

Frankreich ist ohne Zweifel der große Gewinner dieser Wettersituation. Vor allem die französischen Westalpen liegen genau in der Bahn der Niederschlagsgebiete, die ab Dienstag einrollen. In mehreren Phasen wird intensiver Schneefall erwartet, abgewechselt mit vorübergehend milderer Luft.

  • In der Höhe fällt mehrere Tage hintereinander Schnee, mit maximalen Schneemengen von mehr als 1,5 Metern in ausgeprägten Weststau-Gebieten.
  • Die Schneefallgrenze bewegt sich anfänglich nach oben Richtung 1400 bis 1600 Meter, sinkt aber später wieder deutlich.
  • Richtung Donnerstag kann die Schneefallgrenze sogar unter 1000 Meter fallen.

Für höher gelegene Dörfer und Skigebiete bedeutet dies ausgezeichnete Bedingungen, aber auch schlechte Sicht, erhöhtes Lawinenrisiko und die Möglichkeit vorübergehender Liftabschaltungen.

Schweiz: Viel Schnee im Westen, weniger im Osten

Auch die Schweiz bekommt ihren Anteil, allerdings sind die Unterschiede innerhalb des Landes groß. Vor allem Regionen in der Nähe der französischen Grenze profitieren deutlich von der westlichen Strömung.

  • Im Westen und Nordwesten können 10 bis lokal 30 cm Schnee fallen, mit einigen Ausreißern.
  • Weiter ostwärts nehmen die Niederschlagsmengen schnell ab.
  • Die Schneefallgrenze liegt meistens zwischen 1200 und 1600 Metern, später sinkend.

Für Wintersportler bedeutet dies: prima Bedingungen in der Höhe, aber in tiefer gelegenen Dörfern vorübergehend nasser Schnee oder Regen.

Österreich: Weniger Schnee, aber winterliche Signale

Österreich liegt etwas weiter außerhalb des Kerns des Niederschlagsgebiets und bekommt dadurch weniger Schnee als Frankreich und die westliche Schweiz. Trotzdem fallen wahrscheinlich ein paar Flocken!

  • In den Bergen fallen 10 bis lokal 20 cm Schnee, vor allem im Westen.
  • Später in der Woche kann bei einer sinkenden Schneefallgrenze auch tiefer gelegene Gebiete wieder weiß färben.
  • Hartnäckiger Hochnebel bleibt ein Thema, vor allem in den Tälern der Nordalpen.

Richtung Wochenende, zum Start der Frühjahrsferien, nimmt die Wahrscheinlichkeit winterlicher Niederschläge bis in die Dörfer zu.

Italien: Ruhiger, aber später auch winterlicher

Italien bleibt anfänglich größtenteils außerhalb der schwersten Niederschlagsgebiete. Vor allem im Norden und Nordwesten gibt es zwar Signale für Schnee, aber in bescheidenen Mengen.

  • In erster Linie vor allem Sonne und trockene Bedingungen, besonders an der Südseite.
  • Später in der Woche, bei kälterer Luft, auch hier zunehmende Schneechancen.
  • Vor allem höher gelegene Skigebiete profitieren.

Italien scheint damit günstig für diejenigen, die Sonne und Schnee kombinieren möchten, auch wenn hier die Unsicherheit Richtung Wochenende zunimmt.

Beginn Frühjahrsferien: Winterliches Reisen, Ketten parat

Freitag fühlt sich an vielen Orten wie eine kurze Atempause an, aber die ist von vorübergehender Natur. Sobald kältere Luft einströmt, nimmt die Wahrscheinlichkeit von Schnee bis in Täler und Dörfer schnell zu. Wer am Wochenende in Richtung Alpen reist, muss mit Folgendem rechnen: winterlicher Niederschlag während der Reise, möglicherweise glatte Straßen und die Wahrscheinlichkeit, dass Schneeketten benötigt werden. Die Wechselhaftigkeit scheint auch nach dem Wochenende anzuhalten, wobei die meisten Sonnenchancen noch immer an der Südseite der Alpen bestehen.

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